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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Die zweite Sintflut
Bochumer
Studierende beim Arche Noah-Projekt
Drei Theater starteten im Juni ein außergewöhnliches
Außenprojekt: Zusammen entwickelten die Stadttheater
Oberhausen, Moers und Duisburg das Stück Arche
Noah im Logport Duisburg-Rheinhausen. Mittendrin:
15 Studierende der Theaterwissenschaft aus Bochum.
Einige Fahrgäste sitzen im Linienbus nach Duisburg.
Sie werden von einer Stewardess betreut, hören Radio
und müssen Fragebögen ausfüllen: Wer sorgt
für Sie? Wie häufig lassen Sie Ihre DNA auf
Fehler testen? Wo fassen Sie ein Weinglas an? Die Fahrgäste
sind auf dem Weg in die Zukunft: zum Arche Noah
Projekt in Duisburg-Rheinhausen. Im Containerhafen
Logport hat Ulrich Greb, Intendant des Schlosstheaters
Moers, ein Utopia des 21. Jahrhunderts inszeniert, am
3. Juni war Premiere.
Der Meeresspiegel steigt, Rotterdam ist überflutet,
die zweite Sintflut naht. Der Weltuntergang droht. Doch
Ex-DJ Aide Grey hat die rettende Idee. Er will einen schwimmenden
Staat gründen, um einen Teil der Menschheit zu retten.
Mit einem Auswahlverfahren werden die Besten von jeder
Berufsgruppe herausgefiltert. Wer nach Rheinhausen fährt,
bewirbt sich um einen der Plätze auf den beiden riesigen
Containerschiffen.
In einem Bühnenbild aus 33 über- und nebeneinander
gestapelten Schiffscontainern stimmt Vizepräsidentin
Susanne Gedek die Kandidaten ein, macht ihnen Mut. Besonders
gute Chancen haben Molekularbiologin Katharina Bergmann,
Unternehmer Thomas Meier und Ingenieur Martin Dreßler,
die auch per Bus nach Rheinhausen gereist sind und im
Publikum sitzen, bis sie aufgerufen werden.
Die Drei preisen sich an, machen Versprechungen. Man merkt,
es geht um Leben und Tod. Die Situation spitzt sich zu.
Denn jede große Idee hat Feinde. Intrigen, Sabotage,
Attentate. Mitten im Science-Fiction-Krimi steckt das
Publikum: als Beobachter und Teilnehmer
Ohne Frage gehört Arche Noah zu den
ungewöhnlichsten Theaterprojekten, die es in den
vergangenen Jahrzehnten in NRW gab. Eine weitere Besonderheit
ist die Zusammenarbeit mit dem Institut der Theaterwissenschaft
der Ruhr-Uni. 15 Studierende begleiten das Projekt. Geleitet
wird das entsprechende Seminar von Dr. Christine Tretow,
einer ehemaligen Studentin der Ruhr-Uni, die das Projekt
als Pressesprecherin am Theater Oberhausen betreut. Im
Seminar erhalten die Studierenden Einblicke in den Probenverlauf
und in die Arbeitsabläufe einer Pressesprecherin.
Sie schreiben Pressemitteilungen und betreuen Medien.
Info: Arche Noah läuft bis zum
3. Juli, Karten unter 0208/8578184, 02841/201731 oder
0203/3009132
Miriam
Czepluch & Janina Amrath
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