Terror auf der
Parkbank
Studiobühne:
Fünf Premieren im Juli
Drei Veranstaltungen im April, zwei im Mai, vier im Juni
und im Juli schon wieder fünf Premieren das
Programm der Studiobühne wird immer umfangreicher
und bunter. Der Dank gebührt der Studiobühne
selbst sowie den vielen freien studentischen Theatergruppen,
die hier spielen.
Eine davon ist Das Kollektiv und eröffnet
den Julireigen mit der Eigenproduktion Zweikampf:
Sie zeigt das Ringen um den richtigen Einfall, den wohl
jeder Autor kennt. Doch was passiert, wenn die Idee da
ist, das Papier trotzdem leer bleibt? Dieses Problem hat
Andreas Knop, ein Filmstudent kurz vor dem Abschluss.
Er weiß, dass er mit seinem unkonventionellen Science-Fiction-Drehbuch
bei den Dozenten keine Chance hat. Und es bleiben nur
noch wenige Tage bis zum Abgabetermin. Andreas fühlt
sich in die Enge getrieben eine Situation, deren
Dramatik sich auf seine Filmhandlung überträgt.
Wahnsinn
Eine Woche später fragt die studentische Theatergruppe
C2PQ: Was ist ein Kopf ohne
Körper? Ihre Antwort: eine seltsame
Landschaft, in blaues Licht getaucht; ein Kopf, der
Hirngespinste gebiert und vom Körper abgetrennt
ein bizarres, wahnsinniges Dasein führt. Und doch
bildet der Kopf auf seltsame Weise die Außenwelt
ab.
Würde sich ein Anschlag auf Sie lohnen?
heißt es in Terrorismus, der aktuellen
Produktion der Studiobühne. Das Ensemble zeigt,
dass der wahre Terror längst auch bei uns stattfindet.
Das von den russischen Brüdern Presnjakov geschriebene
Stück zeigt Terrorismus nicht aus politischer oder
militärischer Perspektive, sondern den Terror im
ganz alltäglichen Leben. Egal, ob ein Flughafen
durch Bombenalarm zum Erliegen kommt, das Fesselspiel
eines Paares außer Kontrolle gerät oder zwei
ältere Damen auf einer Parkbank sitzen mit
jeder Episode, die verstreicht und mit jedem Lachen,
das im Hals stecken bleibt, wird klarer, dass jeder
von uns sowohl Terrorist als auch Opfer ist.
Zudem wird im Juli die Reihe Druckfrisch
der Studiobühne fortgesetzt, bei der Studierende
gerade erst erschienene (druckfrische) Texte
von unbekannten, jungen Autor/innen präsentieren.
Zu guter Letzt gastiert das Ensemble vom T-ater
zum insgesamt vierten Mal auf der Studiobühne.
Diesmal wagt es sich an Shakespeares Klassiker Macbeth,
der erheblich bearbeitet wurde und in der heutigen Zeit
spielt. Grausam wird es allerdings bleiben, die Hexen
sind natürlich dabei und auch Lady Macbeth und
ihr Gatte. Und selbstverständlich dreht sich fast
alles ums Thema Macht.
Info: Zweikampf: 2./3. Juli, Kopf
ohne Körper: 9./10. Juli, Terrorismus:
15.-17. Juli, Druckfrisch: 19. Juli, Macbeth,
22./23. Juli, jeweils 19.30 h auf der Studiobühne
im Musischen Zentrum
ad
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