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RUBENS 99

1. Juli 2005

Keine Hemmungen

Dritte Sommerprojektwoche für Schülerinnen


Wie spannend das Studium natur- und ingenieurwissenschaftlicher Fächer sein kann, entdecken Schülerinnen der Klassen 10 bis 13 bei der Sommerprojektwoche vom 11. bis 15. Juli an der Ruhr-Uni. Eine Woche lang bieten die beteiligten Fakultäten ein buntes Programm mit Führungen, Vorlesungen und Versuchen.


Die Schülerinnen lösen z.B. die Geheimnisse des Straßenverkehrs, sie entwickeln eigene Websites oder stellen pulverförmigen Whisky her. Sie bauen außerdem Roboter, lassen die Erde beben oder präparieren Regenwürmer. Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen von verschiedenen Stellen (Studienfachberater, Zentrale Studienberatung, Arbeitsamt) Infos über Anforderungen und Struktur der einzelnen Studiengänge informieren. Betreut werden sie durch die Koordinationsstelle für Schülerinnenprojekte/MINT (Mädchen in Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) und studentische Mentorinnen.
Diese intensive Betreuung ist der Schlüssel, um Hemmschwellen der Schülerinnen vor den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen abzubauen. Vieles erscheint nicht mehr so kompliziert, wenn eine Studentin, die kaum älter ist als die Schülerinnen selbst, Positives zu berichten weiß. Die Schülerinnen erleben in der Gemeinschaft mit den Studentinnen, dass Naturwissenschaft und Technik keine Männerdomänen sein müssen. So hat sich eine der studentischen Mentorinnen durch die Teilnahme an der Schnupperwoche der Ingenieurwissenschaften zum Studium an der Ruhr-Uni entschlossen.

Studentin für einen Tag

MINT bietet – neben der Projektwoche und der Vermittlung von Mail-Kontakten zwischen einzelnen Schülerinnen und Studentinnen – zwei Veranstaltungsformen an: Bei der „Indoor-Info“ kommen zwei Studentinnen aus unterschiedlichen Fachbereichen in die Schule und berichten über ihren Studiengang. Genau umgekehrt funktioniert „Studentin für einen Tag“: Eine kleine Gruppe von Schülerinnen erlebt einen Tag an der Ruhr-Uni inkl. Vorlesung, Labor und Mensa – begleitet von Studentinnen, die alle Fragen rund ums Studium beantworten.
Die Anmeldezahlen der letzten Jahre geben der Strategie von MINT Recht: Die Beteiligung am – ebenfalls durch die Koordinationsstelle für Schülerinnen ausgerichteten – Girls Day stieg von 150 Schülerinnen (2002) auf 350 in diesem Jahr. Auch die Sommerprojektwoche verzeichnet Zuwächse: von 60 (2002) auf 77 (2004) Teilnehmerinnen. Damit macht MINT die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge der Ruhr-Uni den Mädchen im weiten Umkreis bekannt.

Infos: Koordinationsstelle für Schülerinnenprojekte der Ruhr-Uni, Tel. -27409, E-Mail: schuelerinnen@rub.de, Internet: www.rub.de/schuelerinnen

Mechthild Budde
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Letzte Änderung: 30.06.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik