Keine Hemmungen
Dritte
Sommerprojektwoche für Schülerinnen
Wie spannend das Studium natur- und ingenieurwissenschaftlicher
Fächer sein kann, entdecken Schülerinnen der
Klassen 10 bis 13 bei der Sommerprojektwoche vom 11. bis
15. Juli an der Ruhr-Uni. Eine Woche lang bieten die beteiligten
Fakultäten ein buntes Programm mit Führungen,
Vorlesungen und Versuchen.
Die Schülerinnen lösen z.B. die Geheimnisse
des Straßenverkehrs, sie entwickeln eigene Websites
oder stellen pulverförmigen Whisky her. Sie bauen
außerdem Roboter, lassen die Erde beben oder präparieren
Regenwürmer. Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen
von verschiedenen Stellen (Studienfachberater, Zentrale
Studienberatung, Arbeitsamt) Infos über Anforderungen
und Struktur der einzelnen Studiengänge informieren.
Betreut werden sie durch die Koordinationsstelle für
Schülerinnenprojekte/MINT (Mädchen in Mathematik,
Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik)
und studentische Mentorinnen.
Diese intensive Betreuung ist der Schlüssel, um Hemmschwellen
der Schülerinnen vor den ingenieur- und naturwissenschaftlichen
Studiengängen abzubauen. Vieles erscheint nicht mehr
so kompliziert, wenn eine Studentin, die kaum älter
ist als die Schülerinnen selbst, Positives zu berichten
weiß. Die Schülerinnen erleben in der Gemeinschaft
mit den Studentinnen, dass Naturwissenschaft und Technik
keine Männerdomänen sein müssen. So hat
sich eine der studentischen Mentorinnen durch die Teilnahme
an der Schnupperwoche der Ingenieurwissenschaften zum
Studium an der Ruhr-Uni entschlossen.
Studentin für einen Tag
MINT bietet neben der Projektwoche und der Vermittlung
von Mail-Kontakten zwischen einzelnen Schülerinnen
und Studentinnen zwei Veranstaltungsformen an:
Bei der Indoor-Info kommen zwei Studentinnen
aus unterschiedlichen Fachbereichen in die Schule und
berichten über ihren Studiengang. Genau umgekehrt
funktioniert Studentin für einen Tag:
Eine kleine Gruppe von Schülerinnen erlebt einen
Tag an der Ruhr-Uni inkl. Vorlesung, Labor und Mensa
begleitet von Studentinnen, die alle Fragen rund
ums Studium beantworten.
Die Anmeldezahlen der letzten Jahre geben der Strategie
von MINT Recht: Die Beteiligung am ebenfalls
durch die Koordinationsstelle für Schülerinnen
ausgerichteten Girls Day stieg von 150 Schülerinnen
(2002) auf 350 in diesem Jahr. Auch die Sommerprojektwoche
verzeichnet Zuwächse: von 60 (2002) auf 77 (2004)
Teilnehmerinnen. Damit macht MINT die natur- und ingenieurwissenschaftlichen
Studiengänge der Ruhr-Uni den Mädchen im weiten
Umkreis bekannt.
Infos: Koordinationsstelle für Schülerinnenprojekte
der Ruhr-Uni, Tel. -27409, E-Mail: schuelerinnen@rub.de,
Internet: www.rub.de/schuelerinnen
Mechthild
Budde
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