Leserbriefe
zum Parken
Schüler-Uni
Bochum
Meiner Meinung nach grenzt der Artikel
Parksünder in der Ausgabe vom 1.
Mai an eine Unverschämtheit. Wer diesen Artikel geschrieben
hat, wird wohl noch nie mit dem Auto zur Uni gefahren
sein. Dass man sich über Falschparker ärgert,
die in Feuerwehrzufahrten stehen oder andere zuparken,
dagegen ist nichts zu sagen, aber sämtliche andere
Aspekte aus diesem Artikel sind nicht in Ordnung. Es steht
darin geschrieben, warum man überhaupt mit dem Auto
zur Uni kommen muss. Ich komme aus Remscheid. In Remscheid
gibt es keine Uni, also muss ich in einer anderen Stadt
studieren. Ich wollte gerne Umwelttechnik studieren und
dies kann man nur an der Ruhr- Uni. Wie in dem Artikel
erwähnt, ist es aus manchen Städten kaum möglich,
Bochum mit Bus oder Bahn zu erreichen. So auch für
mich.
Da ich aus persönlichen Gründen zu Hause wohnen
bleiben wollte ... fahre ich seit fast acht Semestern
mit dem Auto zu Uni. Wir bilden oft Fahrgemeinschaften,
und ich lasse das Auto für Strecken, die ich zu Fuß
gehen oder wo ich mit dem Bus fahren kann, gerne stehen.
Aber für den Weg zur Uni ist das nicht möglich.
Deshalb lasse ich mir aber nicht vorwerfen, ein Umweltverschmutzer
zu sein.
Überhaupt vergleicht der Autor hier Äpfel mit
Birnen, in dem er die Verschmutzung durch das Autofahren
mit dem Rauchen vergleicht. Dazu kann ich nur sagen, dass
der Aufenthalt seit dem Verbot des Rauchens in den Gebäuden
der RUB sehr angenehm für Nichtraucher geworden ist.
Denn morgens um 10 Uhr in der Cafeteria schon den Rauch
ins Gesicht geblasen zu bekommen, so dass einem die Tränen
in die Augen steigen, ist wirklich nicht schön!
Außerdem regt sich der Autor hauptsächlich
über Leute auf, die von weiter weg kommen. Dann sollte
er mal über die Parkplätze gehen und auf die
Nummernschilder gucken. Ich würde sagen, die Hälfte
ist aus Bochum, da kann man sich schon eher fragen, warum
die Leute mit dem Auto zur Uni kommen müssen. Weiter
fragt sich der Autor, wie man sich falsch stellen kann,
wo doch 8.000 Parkplätze zur Verfügung stehen.
Diese 8.000 Parkplätze stehen zurzeit allerdings
nicht komplett zur Verfügung ... Ich kann aus eigener
Erfahren sagen, dass man sich zum Beispiel mittwochs zwischen
10 und 12 Uhr dumm und dämlich nach einem Parkplatz
sucht. Ich selber habe schon vorsätzlich falsch
geparkt, weil ich einfach nicht wusste, wo ich das Auto
lassen soll und eine wichtige Vorlesung hatte. Da hab
ich sogar ein Knöllchen bekommen, obwohl ich in keiner
Feuerwehrzufahrt stand und auch keinen besonders behindert
habe. Seitdem versuche ich, reguläre Parkplätze
zu finden, was aber oft mit stundenlangem Suchen und oft
einem Fußweg von 15 min verbunden ist. Ich denke,
dass man sich über Falschparker aufregen kann, aber
man sollte nicht über Dinge urteilen, von denen man
keine Ahnung hat, da man selbst anscheinend nicht betroffen
ist. Uta Mohns
Was derzeit abläuft, ist ganz einfach zu durchschauen.
Zuerst werden die Parkplätze radikal reduziert,
auch durch flankierende Maßnahmen, wie z.B. das
Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge, dann wird in
naher Zukunft den Mitarbeiter/innen angeboten werden,
sich einen Parkplatz anzumieten. Die Absicht, die Parkflächen
zu Geld zu machen, besteht schon lange, und wenn es
sich anders nicht durchsetzen lässt, muss man eben
nach neuen Wegen suchen. Ich finde das ein schäbiges
Verhalten. Willi Reinhardt Wohlfarth, Telekommunikationsdienste
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