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RUBENS 98

1. Juni 2005

Leserbriefe zum Parken

Schüler-Uni Bochum


Meiner Meinung nach grenzt der Artikel „Parksünder“ in der Ausgabe vom 1. Mai an eine Unverschämtheit. Wer diesen Artikel geschrieben hat, wird wohl noch nie mit dem Auto zur Uni gefahren sein. Dass man sich über Falschparker ärgert, die in Feuerwehrzufahrten stehen oder andere zuparken, dagegen ist nichts zu sagen, aber sämtliche andere Aspekte aus diesem Artikel sind nicht in Ordnung. Es steht darin geschrieben, warum man überhaupt mit dem Auto zur Uni kommen muss. Ich komme aus Remscheid. In Remscheid gibt es keine Uni, also muss ich in einer anderen Stadt studieren. Ich wollte gerne Umwelttechnik studieren und dies kann man nur an der Ruhr- Uni. Wie in dem Artikel erwähnt, ist es aus manchen Städten kaum möglich, Bochum mit Bus oder Bahn zu erreichen. So auch für mich.
Da ich aus persönlichen Gründen zu Hause wohnen bleiben wollte ... fahre ich seit fast acht Semestern mit dem Auto zu Uni. Wir bilden oft Fahrgemeinschaften, und ich lasse das Auto für Strecken, die ich zu Fuß gehen oder wo ich mit dem Bus fahren kann, gerne stehen. Aber für den Weg zur Uni ist das nicht möglich. Deshalb lasse ich mir aber nicht vorwerfen, ein Umweltverschmutzer zu sein.
Überhaupt vergleicht der Autor hier Äpfel mit Birnen, in dem er die Verschmutzung durch das Autofahren mit dem Rauchen vergleicht. Dazu kann ich nur sagen, dass der Aufenthalt seit dem Verbot des Rauchens in den Gebäuden der RUB sehr angenehm für Nichtraucher geworden ist. Denn morgens um 10 Uhr in der Cafeteria schon den Rauch ins Gesicht geblasen zu bekommen, so dass einem die Tränen in die Augen steigen, ist wirklich nicht schön!
Außerdem regt sich der Autor hauptsächlich über Leute auf, die von weiter weg kommen. Dann sollte er mal über die Parkplätze gehen und auf die Nummernschilder gucken. Ich würde sagen, die Hälfte ist aus Bochum, da kann man sich schon eher fragen, warum die Leute mit dem Auto zur Uni kommen müssen. Weiter fragt sich der Autor, wie man sich falsch stellen kann, wo doch 8.000 Parkplätze zur Verfügung stehen. Diese 8.000 Parkplätze stehen zurzeit allerdings nicht komplett zur Verfügung ... Ich kann aus eigener Erfahren sagen, dass man sich zum Beispiel mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr dumm und dämlich nach einem Parkplatz sucht. Ich selber habe schon vorsätzlich „falsch“ geparkt, weil ich einfach nicht wusste, wo ich das Auto lassen soll und eine wichtige Vorlesung hatte. Da hab ich sogar ein Knöllchen bekommen, obwohl ich in keiner Feuerwehrzufahrt stand und auch keinen besonders behindert habe. Seitdem versuche ich, reguläre Parkplätze zu finden, was aber oft mit stundenlangem Suchen und oft einem Fußweg von 15 min verbunden ist. Ich denke, dass man sich über Falschparker aufregen kann, aber man sollte nicht über Dinge urteilen, von denen man keine Ahnung hat, da man selbst anscheinend nicht betroffen ist. Uta Mohns

Was derzeit abläuft, ist ganz einfach zu durchschauen. Zuerst werden die Parkplätze radikal reduziert, auch durch flankierende Maßnahmen, wie z.B. das Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge, dann wird in naher Zukunft den Mitarbeiter/innen angeboten werden, sich einen Parkplatz anzumieten. Die Absicht, die Parkflächen zu Geld zu machen, besteht schon lange, und wenn es sich anders nicht durchsetzen lässt, muss man eben nach neuen Wegen suchen. Ich finde das ein schäbiges Verhalten. Willi Reinhardt Wohlfarth, Telekommunikationsdienste



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Letzte Änderung: 31.05.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik