Kulturtelegramm
Schüler-Uni
Bochum
Nora Hecker ist die Autorin und Regisseurin des Stückes
Seidenwasser, das am 11. Juni an
der Studiobühne uraufgeführt wird: Nadja (Donata
Grodon) wird von ihrem Vater (Matthias Alke) missbraucht.
Sie fühlt sich wehrlos und ungeliebt wäre
da nicht Daria (Alexandra Linde), die ihr Freundin,
Schwester und Mutter zugleich ist. Gemeinsam suchen
sie den Weg in ein besseres Leben. Dabei rutschen Daria
und Nadja allerdings immer wieder von der Gegenwart
in die Vergangenheit. Sie leben in Traumwelten und Zukunftsvisionen.
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Thorsten Eisentraut feiert am 18. Juni mit Jens Roselts
Dreiecksgeschichte Dreier sein Regiedebüt
an der Studiobühne: Ein Mann spannt seinem besten
Freund die Frau aus. Im Verlauf des Geschehens werden
alle drei Figuren im Wechsel aufeinander losgelassen,
um sich verbal zu bekriegen und zu verletzen. Jeder
will das Geschehen kontrollieren und will seinem Gegenüber
etwas vorspielen. Das Beziehungsgeflecht verschiebt
sich mit jedem Figurenwechsel. Wer wen betrügt,
stellt sich erst nach und nach heraus. Am Ende muss
man feststellen, dass sie alle Betrogene sind.
Info: Seidenwasser, 11./12.6.; Dreier, 18./19.6., jeweils
19.30 h Studiobühne im Musischen Zentrum, Karten
unter 22836.
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Am 9. Juni (18 h) gibt es in H-GA 20 einen Gastvortrag
am Kunstgeschichtlichen Institut: Dr. Margret Stuffmanns
Thema lautet: Verborgene Beziehungen
Delacroix und Cézanne. Unterstützt
wird der Termin vom Förderverein Situation
Kunst der Ruhr-Uni.
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Das Internationale Videofestival Bochum feiert
Jubiläum: Vom 2. bis 4. Juni findet es zum 15.
Mal im Musischen Zentrum statt. 53 Videos (ausgewählt
aus 500 Einsendungen) werden an den drei Tagen gezeigt.
Dazu gibt es diverse Wettbewerbe, Diskussionen, Partys
etc.; Programm unter www.videofestival.org.
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Landschaftsradierungen des Künstlers Klaus Trawny
zeigt der Bereich Bildende Kunst im Juni und Juli im
Foyer des Musischen Zentrums. In 35 Jahren hat Trawny
ein umfassendes Oeuvre von Landschaftsradierungen geschaffen.
Die unterschiedlichsten Eindrücke korrespondieren
mit den verschiedenen technischen Möglichkeiten
der Radierkunst. Schweres und Leichtes, Graziles und
Monumentales stehen sich gegenüber, ergänzen
und bedingen sich. Die Spannbreite der Landschaften
reicht vom einfachen, direkten Abbild bis zum abstrahierten,
gefundenen und erfundenen Sujet immer ein Ausschnitt
aus einem Ganzen. Die Welt als Ganzes, der menschliche
Blick als kleiner Ausschnitt. Das Kleine im Großen
und das Große im Kleinen. Info: Klaus Trawny:
35 Jahre Landschaftsradierungen, Eröffnung:
Freitag, 10.6., 19 h, Foyer des Musischen Zentrums,
Ausstellungsdauer: 11.6.-22.7.2005
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Mit Unterstützung von Studierenden des Instituts
für Theaterwissenschaft der Ruhr-Uni startet im
Juni das große Theaterprojekt Arche Noah,
an dem die Theater Oberhausen, Moers und Duisburg beteiligt
sind. Premieren sind am 3. und 4. Juni im Logport Duisburg-Rheinhausen.
Mehr dazu in der nächsten RUBENS. Info: Details
zu Projekt und Premiere: www.theater-oberhausen.de
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Licht ist die Quelle jeder Fotografie; so liegt es nahe,
das Licht selbst zum Thema fotografischer Arbeiten zu
machen. Genau das geschieht gegenwärtig am Bereich
Fotografie des Musischen Zentrums in der Ausstellung
Lichtspiele. Die Lichtbildner, wie die
Fotografen noch vor einem halben Jahrhundert genannt
wurden, haben dem gemeinsamen Thema die unterschiedlichsten
Aspekte abgewonnen. Da geht es um blitzende Reflexe
des Sonnenlichtes, Lichtstrahlen die einen Regenbogen
erzeugen, Lichtspuren der Scheinwerfer im Abendlicht,
Lichtbrechungen und -beugungen bis hin zu vollständigen
Abstraktion Licht und Lichtbildkunst pur. Viele
der 35 präsentierten Bilder sind experimentell,
manchmal auch irritierend, sie spielen mit der Fototechnik,
mit Schärfe und Unschärfe, mit Bewegung und
Dynamik. Dabei zeigt sich die Fotografie in Schwarzweiß,
Farbe und digital. Info: Die Ausstellung ist bis zum
19. Juli 2005 im MZ-Foyer direkt an der Unibrücke
zu sehen und werktags ganztägig geöffnet.
ad,
Heinrich Koch, Felix Freier
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