Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 98
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 98 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 98

1. Juni 2005

Editorial

40-Jährige mit Elan


Von meinem 40. Geburtstag blieb mir eine Karikatur aus dem Buch „Vollkommen fix und Vierzig“ in Erinnerung. Sie zeigt drei Männer am Tresen, einen 40-Jährigen eingerahmt von einem 20-Jährigen und einem 60-Jährigen; der Jüngere schaut ihn an und denkt „Alter Knacker“, auch der Ältere blickt auf ihn, denkt aber „Junger Spritzer“.
Nun wird man eine gerade mal 40 Jahre alte Uni kaum mit einem Mann mittleren Alters vergleichen können. Schließlich gibt es Universitäten, die 800 und mehr Jahre alt sind, ein Alter, das meines Wissens noch kein Mensch erreicht hat.
Obwohl also noch so jung, sieht man unserer Uni das Alter inzwischen an. Der verwitterte Beton bröckelt, Moniereisen schimmern durch, die Platten auf dem Boden sind lose und klacken bei jedem Schritt, nicht alle Dächer sind mehr dicht und mancher der letzten verbliebenen Alt-68er hätte damals nicht gedacht, dass der Marsch durch die Institutionen bis zur Rente dauern könnte ...
Mag die Ruhr-Uni auch in die Jahre gekommen sein und von außen marode erscheinen, innen ist sie voller Tatendrang wie eh und je. Ihren Elan bewahrt sie sich seit ihren Anfängen. Gegründet zu einer Zeit, als das Ruhrgebiet noch eine Bildungswüste war, entwickelte sie sich rasch zur wichtigsten „Bildungsfabrik“ der Region. Bald strahlte sie auch international Forschergeist gepaart mit Reformwillen aus. Das Interdisziplinäre wurde in Bochum von der Architektur begünstigt und ist seit der Gründung tägliche Praxis. So arbeiten Hirnforscher aus fünf Fakultäten gemeinsam und bilden die renommierte International Graduate School for Neuroscience, Medizintechnik führt Ärzte, Hochfrequenztechniker und Biomechaniker zusammen, und, jüngstes Beispiel, Geisteswissenschaftler aus neun Fakultäten treffen sich beim Thema „Global Change“.
Auch in der Studienreform steht die Ruhr-Uni an der Spitze der Bewegung: Keine andere Uni in Deutschland ist soweit wie sie im Bologna-Prozess, selbst die Lehrerausbildung wird mit den Abschlüssen Bachelor und Master in Bochumer modellhaft erprobt, dazu gesellen sich neue, innovative Studiengänge wie „IT-Sicherheit“ oder „Ressourcenmanagement“.
Dieser Elan ist den Menschen zu verdanken, die in ihr leben und arbeiten. Mögen sie von noch so fern ins Ruhrgebiet gezogen sein, bald haben sie sich eines der typischen Eigenschaften der Menschen dieser Region angeeignet: den Sinn für Pragmatik. Daher muss uns für die Zukunft der Ruhr-Uni nicht bange sein, mit dem uns eigenen Sinn für das Machbare werden wir sie schon meistern. Und vielleicht können wir nach erfolgreicher Campussanierung in 10 Jahren die 50 mit frisch geputzten und gebügelten Kleidern und Anzügen feiern.



jk
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 31.05.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik