Elternservicebüro
Die Ruhr-Uni
verbessert die Kinderbetreuung
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist derzeit
ein zentrales politisches Thema. Viele Eltern, meist
Frauen, erleben nach der Geburt ihres Kindes einen Karriereknick
oder verzichten aus Angst vor beruflichen Nachteilen
von vornherein auf Kinder. Dies betrifft auch Wissenschaftlerinnen
in besonderer Weise, wie aktuelle Untersuchungen bestätigen.
Die Ruhr-Uni will dieses Problem aktiv angehen. Sie
hat sich im Januar 2005 in der Zielvereinbarung mit
dem nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium
verpflichtet, die Bedingungen für den weiblichen
wissenschaftlichen Nachwuchs zu verbessern. Zudem wird
sich die Uni um das Zertifikat Familienfreundliche
Hochschule der Hertie-Stiftung bewerben.
Was bedeutet das für die Uniangestellten? Bereits
vor drei Jahren wurde das Projekt Pro Kids ins Leben
gerufen. Damals wurden zunächst die Bedürfnisse
von Eltern zum Thema Kinderbetreuung erfragt.
Ein Teilbereich, die Ferienfreizeit, ist gut etabliert
und wird weiter ausgebaut (RUBENS 96). Ein weiterer
wichtiger Aspekt war die Suche nach Betreuungsangeboten
vor allem für Kinder unter drei, die keinen gesetzlichen
Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben. Dabei wurden
insbesondere zwei Punkte genannt: einerseits der Wunsch
nach wohnortnahen Kindertagesstätten, -horten oder
Tagesmüttern, andererseits der Bedarf nach zeitlicher
Flexibilität. Denn Gremien, Prüfungstermine
und Laborexperimente richten sich nicht nach den starren
und oft unzureichenden Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen.
Wegen dieser vielfältigen Bedürfnisse wird
Pro Kids zum Elternservicebüro ausgebaut. Ab Juni
wird es zusammen mit der Firma B.u.K (Betrieblich unterstützte
Kinderbetreuung) an der Ruhr-Uni beschäftigte Eltern
bei der Suche nach individuellen Betreuungsmöglichkeiten
unterstützen. Wer eine Betreuung im Raum Bochum
sucht, wendet sich an Pro Kids. Falls ein Platz außerhalb
Bochums, eine Tagesmutter, eine Kinderfrau oder eine
Kurzzeitbetreuung gesucht werden, wird B.u.K aktiv.
Die Ruhr-Uni geht damit einen neuen Weg, um der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf gerecht zu werden. Als Querschnittsaufgabe
sind die Aktivitäten im Bereich der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf und damit auch das Elternservicebüro
in der Abteilung für Organisationsentwicklung des
Dezernats 8 angesiedelt. Bestenfalls werden alle Beteiligten
vom neuen Service profitieren: Kinder, die professionell
betreut werden, Eltern, die guten Gewissens arbeiten
können, und die Ruhr-Uni, die es ihren Angestellten
erleichtert, Familie und Beruf zu vereinbaren.
Info: Das neue Konzept Elternservicebüro
wird am 11. Mai (10.30 h, Senatssaal) vorgestellt. Dazu
sind alle Interessierten eingeladen. Kontakt: Andrea
Kaus, Dezernat 8, Tel. -25556, Uwe Koßmann, Pro
Kids, Tel. -27772
Dezernat
8
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