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RUBENS 97

1. Mai 2005

Beobachtet

Frisch frisiert


Kürzlich war am Samstagabend bei „Wetten, dass“ eine Friseurin, die gleichzeitig in Normal- und in Spiegelschrift schreiben konnte. Thomas Gottschalk, ganz der Lehrer, diktierte einen Text, die Friseurin schrieb mit rechts von links nach rechts und mit links spiegelverkehrt. Hinterher kontrollierten Gottschalk und Millionen von TV-Zuschauern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam, ob alles seine Richtigkeit hat. Bei der Spiegelschrift wurde dem Text vorsichtshalber ein Spiegel vorgehalten. Und siehe da: Die talentierte Friseurin hatte zweimal null Fehler gemacht. Wette gewonnen. Sie wurde zurecht Wettkönigin.
Die Spiegelschrift gilt, da sie ohne Spiegel schwer zu lesen ist, nicht erst seit Leonardo da Vinci als Geheimschrift. Als Verkehrsteilnehmer erleben wir sie, wenn wir im Auto sitzen und hinter uns der Notarzt fährt. Dann steht „Notarzt“ in Spiegelschrift auf dem Notarztwagen, damit wir es im Rückspiegel lesen können und Platz machen, falls der Notarzt im Einsatz ist.
Nun lernen wir auch auf dem Campus die Spiegelschrift näher kennen: Nachdem das Gebäude der Unibibliothek schon länger von hinten beschriftet ist, soll nun auch vorn drauf stehen, was vorn drin ist. Hinten, also am Forum, steht seit Oktober 2003 das Wort „KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM“, was nichts anderes heißt als „Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum“. Das trifft den Kern, denn der hintere Teil des Gebäudes beherbergt im Keller in der Tat die Kunstsammlungen. Die schnörkellosen Buchstaben leuchten nach Einbruch der Dunkelheit unregelmäßig auf: mal einzeln, mal mehrere Buchstaben gleichzeitig, mal das ganze Wort – computergesteuert. Das Programm schrieb der Künstler Mischa Kuball.
Doch zurück zur Vorderseite des Gebäudes, das von vielen, die über die Unibrücke kommen, als erstes wahrgenommen wird. Seit April ist die Vorderseite nicht mehr blank, sondern wird von den gleichen schnörkellosen Leuchtbuchstaben verziert, die auch die Rückseite schmücken. Auch diese Leuchtbuchstaben bilden ein Wort, das wir hier leider nicht abbilden können, da Mischa Kuball es in Spiegelschrift schreiben ließ.
Immerhin ist die Botschaft nicht vollkommen geheim: Wenn wir den Buchstaben einen großen imaginären Spiegel vorhalten, lesen wir „UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEKBOCHUM“, was nichts anderes heißt als „Universitätsbibliothek Bochum“. Auch das trifft den Kern, denn der vordere Teil des Gebäudes beherbergt in der Tat die Universitätsbibliothek.
Noch weit vor der offiziellen Einweihung der Leuchtschrift am 19. Mai haben wir erfahren, was wirklich dahinter steckt: Weil ursprünglich die heutige Rückseite der Unibibliothek die Vorderseite sein sollte und nun also am Gebäude alles irgendwie verkehrt herum ist, ist es die Leuchtschrift vorne auch - zumindest diese eine.
Zugegeben, unser Kunstverständnis ist beschränkt, wir gucken ja auch „Wetten, dass“ - und fragen uns deshalb: Wird am 19. Mai auch der große Spiegel angebracht? Oder kommt die Friseurin?



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Letzte Änderung: 29.04.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik