Mit der Geduld
am Ende
Ab Mai lässt die Ruhr-Uni Falschparker abschleppen
Viele Jahre lang ging die Uni geduldig mit Falschparkern
um. Damit ist ab Mai Schluss. Wer dann beispielsweise
Feuerwehrzufahrten zuparkt, wird abgeschleppt und muss
sein Auto auslösen. Das kostet 40 Euro. Ebenfalls
ab Mai steigt die Stadt Bochum ins Geschäft mit
den Knöllchen auf dem Campus ein.
Grundlage des neuen Vorgehens der Ruhr-Uni ist eine
Parkordnung, die am 1. Mai 2005 in Kraft tritt. Sie
gilt für alle nichtöffentlichen Parkplätze
auf dem Campus. Das sind die Flächen, die hinter
Schranken liegen (s. u.). Bislang hatte die Uni hier
keine Handhabe, sie konnte nur aufs Falschparken hinweisen,
z. B. durch Zettel an der Windschutzscheibe. Zum Teil
wurden Fahrzeughalter auch persönlich angeschrieben.
Laut Helge Hammes vom Technischen Hochschulbetrieb (Dezernat
5) zeigten sich diese selten einsichtig. Meist reagierten
sie gar nicht. Hammes weiß sogar von einem Professor
zu berichten, die sich über zu wenige Parkplätze
beschwerte und meinte, irgendwo müsse er ja parken,
um seinen Lehrverpflichtungen nachzukommen. Sonst müsse
man ihm den Lohn für die entgangene Vorlesung ersetzen.
So etwas kann sich niemand mehr erlauben. Basierend
auf der neuen Parkordnung informieren die Unibediensteten
nun den Bochumer Abschleppdienst Klotzbach, wenn sie
auf ihren Rundgängen ein Auto entdecken, das verkehrswidrig
abgestellt wurde, z. B. in Feuerwehrzufahrten oder Zufahrten
für Zustelldienste; als Beweis wird vorher fotografiert.
Das Abschleppfahrzeug bringt das Auto zum Besucherparkplatz.
Dort bekommt es Parkkrallen und kann nur die gegen die
Zahlung von 40 Euro abgeholt werden: zu entrichten in
dem kleinen Häuschen an der Einfahrt Uni Mitte
.
Besucherparkplatz oder Klotzbach
Mit höheren Gebühren müssen Autofahrer
rechnen, die auf den öffentlichen Parkflächen
(ohne Schranke, s. u.) des Campus falsch parken. Hier
kontrolliert ab Mai die Stadt Bochum selbst; in den
letzten 20 Jahren hatten das Unibedienstete übernommen.
Je nach Schwere des Vergehens gibt es ein Knöllchen
oder das Auto wird abgeschleppt, dann jedoch zu Klotzbach
selbst.
Bereits seit April wird die Zufahrt des Frauenparkplatzes
hinter der G-Reihe neu geregelt. Da hier meist mehr
als die 303 vorgesehenen Autos geparkt wurden, kam es
oft zu Störungen bei Ein- und Ausfahrt. Deshalb
ließ die Uni Kontrollsäulen mit Zählsystem
installieren. Sobald die Plätze belegt sind, öffnet
sich die Schranke nicht mehr. Zudem zeigt eine rote
Ampel die komplette Auslastung an.
Parkflächen an der Ruhr-Uni
Nicht öffentliche Parkflächen an der Ruhr-Uni
(rund 3.200 Plätze): M-Südstraße, G-Nordstraße,
Frauenparkplatz G-Süd, Kurzzeitsportanlage, Garage
unterm Forum, N-Nordstraße, Frauenplatz ND, I-Südstraße,
I-Hallen, Unihochhaus West, Besucherparkplatz.
Öffentliche Parkflächen (rund 4.600 Plätze):
Grimberg, Parkhaus West, Weststraße, G-Südstraße,
Parkplatz GC-Süd, M-Nordstraße, I-Nordstraße,
Parkplatz IC-Ost, Parkplätze am (ehemaligen) Hochschul-Bibliotheks-Zentrum,
Parkplätze der Fachhochschule, Oststraße,
N-Südstraße
Auf den Parkplätzen der Ruhr-Uni kommt es immer
wieder zu Behinderungen, zurzeit vor allem wegen der
Bautätigkeiten an der N-Reihe und der Mensa. Andererseits
weist die Uni momentan auch zusätzliche Parkflächen
aus, z. B. an besonders breiten Bürgersteigen.
Infos: www.uv.rub.de/dezernat5
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