Studiengang
Humanitäre Hilfe
Neues
Zentrum
Von Bochum über Groningen direkt ins von der Flutkatastrophe
teilweise zerstörte Sri Lanka? Der Master-Studiengang
Humanitäre Hilfe bildet junge Menschen genau für
solche Einsätze aus: an der RUB, in Aix-Marseille,
Bilbao, Dublin, Louvain, Groningen und in Uppsala. Diese
Standorte gehören - genau wie der Studiengang selbst
- zu NOHA (Network on Humanitarian Assistance). NOHA
ist neuerdings im Wettbewerb um die besten Köpfe
aus aller Welt ganz vorn mit dabei. Verantwortlich ist
das Ende 2004 erstmals aufgelegte EU-Programm ERASMUS-MUNDUS.
Aus ihm wird NOHA für fünf Jahre gefördert.
Es wurde zuvor unter 200 wissenschaftlichen Einrichtungen
aus ganz Europa ausgewählt.
Am 10. Januar eröffneten NRW-Wissenschaftsministerin
Hannelore Kraft, Rektor Prof. Gerhard Wagner und NOHA-Präsident
Prof. Horst Fischer (Institut für Friedenssicherungsrecht
und Humanitäres Völkerrecht der RUB, IFHV)
das neue ERASMUS-MUNDUS-Zentrum in der Universitätsbibliothek
(UB). Bisher hatten die Teilnehmer am Studiengang Humanitäre
Hilfe ihre Arbeitsplätze am IFHV und anderen Einrichtungen
der RUB. Bücher, Dokumente, Computer und Drucker
waren auf dem Campus in verschiedenen Räumlichkeiten
untergebracht. Nun wurden die vorhandenen Ressourcen
gebündelt und ausgebaut. Im nur NOHA-Teilnehmern
zugänglichen Zentrum stehen zehn Laptops, fünf
weitere Internetanschlüsse sowie ein Drucker mit
"Wireless Lan". Jeder Student hat seinen eigenen
Arbeitsplatz, Dokumente und Bücher der Vereinten
Nationen und der EU stehen griffbereit, hinzu kommen
diverse Datenbanken.
Der Master-Studiengang Humanitäre Hilfe richtet
sich an Absolventen der Medizin, Geographie, Wirtschaftswissenschaft,
Rechtswissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Geschichte
und Psychologie. Im ersten Semester studieren die Teilnehmer
in Bochum, das zweite Semester können sie in einer
der an NOHA beteiligten Partneruniversitäten absolvieren
(s.o.). Behandelt werden stets aktuelle wissenschaftliche,
politische und praktische Probleme, aktuell z.B. die
Flutkatastrophe in Südostasien.
Spontane Spenden
Noch bevor das Ausmaß der Naturkatastrophe im
Indischen Ozean abzusehen war, kam es an der RUB zu
verschiedenen Spendenaktionen. Bereits am 29. und 30.
Dezember 2004 sammelte die Fachschaft Medizin in der
Bochumer Innenstadt Gelder zur Unterstützung der
Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes im Katastrophengebiet
in Südasien. Innerhalb von zwei Tagen kamen knapp
1.000 Euro zusammen. Anfang Januar sammelten Studierende
aus Sri Lanka 5.320 Euro, die nun direkt ins von der
Flutwelle massiv getroffene Sri Lanka fließen.
ad/md
|