|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
 |
 |
| RUBENS 95 |
1. Februar 2005
|
|
|
Informationsdienst
feiert Jubiläum
10 Jahre
idw
Informationsdienst Wissenschaft (idw), das ist heute
der Inbegriff für deutschsprachige Nachrichten aus
der Wissenschaft. Journalisten recherchieren dort, Pressestellen
veröffentlichen ihre Mitteilungen auf der Plattform
im Internet, Privatleute lassen sich über aktuelle
Forschung und Veranstaltungen informieren oder surfen
in der Linksammlung. Dieser Tage gibt es den Dienst,
der an den Universitäten Bochum, Bayreuth und Clausthal
seinen unkonventionellen Anfang nahm, seit zehn Jahren.
Gefeiert wird am 10. März in Potsdam mit BMBF Staatssekretär
Wolf-Michael Catenhusen und dem Vorstandsvorsitzenden
des Forschungszentrums Jülich, Prof. Joachim Treusch.
23.000 Abonnenten, gut 570 angeschlossenen Einrichtungen,
85.000 Pressemeldungen im Archiv und täglich knapp
ein Dutzend Anfragen um Experten von Journalisten aller
Medien - die reinen Zahlen des heutigen idw haben die
Kinderschuhe längst verlassen. Die Grundidee hat
sich über das erste Jahrzehnt erhalten und wird den
idw auch in Zukunft prägen: Wissenschaft mehr in
die Öffentlichkeit zu tragen.
Nach dem Vorbild der amerikanischen Expertendatenbank
"ProfNet" entwickelten die Pressesprecher Jürgen
Abel (Bayreuth), Jochen Brinkmann (Clausthal) und Dr.
Josef König (RUB) 1994 die Idee, eine ähnliche
Vermittlungsstelle mit Hilfe der neuen Medien aufzuziehen.
So erfanden sie Elster, die "Elektronische Technologie
für europaweite Recherche". Sie vernetzten die
Pressestellen der beteiligten Forschungseinrichtungen
und vermittelten Journalisten Experten als Ansprechpartner.
Eine E-Mail - damals eine wenig verbreitete Neuheit -
oder ein Anruf genügten.
Die Idee solch direkter Kommunikation zwischen Wissenschaft,
Medien und zunehmend auch Privatleuten fand Anklang. Im
Januar 1995 kamen eine erste Web-Seite im Internet und
der Versand von Pressemitteilungen über Mailinglisten
hinzu, ein Bereich, der den Erfolg des idw maßgeblich
ausmacht. 20 Themenforen entstanden, die bis heute die
Grundlage für die Sachgebiete im idw bilden. Um das
Projekt zu betreiben, gingen die Gründer viele Wege:
Eine Projektförderung des Bundes sicherte die Anfangsphase
(2 Mio. DM für 3 Jahre), andere Förderer wie
"Wissenschaft im Dialog" oder der "Stifterverband
für die Deutsche Wissenschaft" halfen der nun
als "Informationsdienst Wissenschaft" auftretenden
Internet-Plattform. Der idw entwickelte sich dank gezieltem
Marketing und wachsender Teilnehmerzahl zu "der"
WWW-Adresse für deutschsprachige Wissenschaft.
Heute bildet der idw selbst eine feste Größe.
Er ist als eingetragener Verein organisiert und durch
die Beiträge finanziell stabil. Er vereint er Mitglieder
u.a. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ein eigenes web-basiertes Bedienungssystem erlaubt den
selbstständigen Zugriff über das Internet rund
um die Uhr. Es lässt sich dank moderner Technik flexibel
an zukünftige Anforderungen anpassen. Einige zeichnen
sich bereits ab: Der idw will sich über den deutschsprachigen
Raum hinaus Richtung Europa öffnen. Alternative Bezugsmöglichkeiten
für Informationen neben E-Mail werden an Bedeutung
gewinnen (RSS-Feed), und auch inhaltlich muss der idw
laufend auf die Ansprüche der Nutzer und der modernen
Kommunikation reagieren.
Infos: http://idw-online.de
Bettina
Hellenkamp
|
|
|
|
|
| |
|
|