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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 95 |
1. Februar 2005
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30 Jahre Kunstsammlungen
Zwei Geschenke
Am 15. Januar 1975 wurden die Kunstsammlungen der RUB
mit großem Bahnhof eröffnet. Auf den Tag
genau 30 Jahre später schenkte der Bochumer "Verein
zur Förderung der Erforschung antiker Kunst e.V."
der RUB zum Geburtstag ihres Antikenmuseums zwei hochinteressante
Neuzugänge: eine hellenistische Kleinbronze von
außergewöhnlicher Qualität (ca. 150-100
v. Chr.), die einen zwergwüchsigen Tänzer zeigt,
der mit einer Weinamphore und einem Hahn als Opfertier
zum Dionysosfest zieht. Dieser nur 7,5 cm große
Zwerg ist ein wichtiges Zeugnis hellenistischer Plastik
und ein wunderbares Pendant zu dem Riesen der von Prof.
B. Andreae rekonstruierten Polyphemgruppe, einem der Highlights
der Kunstsammlungen (s. Foto). Der Ankauf wurde aus Mitteln
des Vereins und der Universität zu gleichen Teilen
finanziert. Parallel dazu initiierte Hardy Funcke-Auffermann,
der Sohn des Stifterpaares Margot und Julius Funcke, den
Ankauf eines Fischtellers, u.a. mit der Darstellung eines
Krebses, aus dem späten 4. Jh. v. Chr. Die Preissumme
wurde von einzelnen Vereinsmitgliedern aus Anlass des
Jubiläums gestiftet. Damit erhält die einzigartige
Fischtellersammlung des Antikenmuseums einen wissenschaftlich
wie künstlerisch gleich wichtigen Neuzugang. Bisher
sind weltweit nur vier weitere Exemplare mit der Darstellung
eines Krebses veröffentlicht worden. Derartige Darstellungen
faszinieren vor allem durch ihre Naturnähe und ihren
Realismus.
Dr.
Cornelia Weber-Lehmann
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