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RUBENS 95

1. Februar 2005

Theater im MZ

Kammertragödie


Nach den Inszenierungen "Das Spiel vom Fragen" und "MEZ" (zusammen mit Robin Junicke) wagen sich Thorsten Sperzel und Mareike Möller (beide studieren Theaterwissenschaft an der RUB) nun an "2 Brüder, eine Kammertragödie in 53 Tagen" von Fausto Paravidino, einem vielversprechenden jungen Dramatiker aus Italien. Unterstützt werden die beiden Theatermacher von ihrer Truppe "T-ATER", einem buntgemischten Ensemble theaterinteressierter Freunde, Bekannter, Nichtstudierender und Studierender. Inhalt und Inszenierung versprechen einen spannenden Abend, der durch das offene, minimalistische Bühnenbild und Diaprojektionen viele ästhetische Anreize schaffen möchte.
Einziger Ort der Handlung ist die heruntergekommene WG-Küche der von zwei Brüdern und einer jungen Frau bewohnten Wohnung. Von Anfang an gibt es Zoff um Alltäglichkeiten, die Atmosphäre wirkt gestört und klaustrophobisch. Lev, der jüngere Brüder, hatte Erica am Bahnhof aufgelesen und eine Beziehung mit ihr begonnen. Obwohl Erica das Verhältnis für beendet erklärt, will sie die WG nicht verlassen. Die Situation eskaliert in wüsten Streits, bei denen Wahrheit und Lüge miteinander verschwimmen. Als Lev der Enge entflieht, um seinen Militärdienst abzuleisten, beginnt Erica ein Verhältnis mit Boris - ein Spiel, das in die Katastrophe führt.

Noch mehr Stücke

Doch der Theatermonat im MZ hat noch mehr zu bieten. Bereits am 1. Februar ist dort ein weiteres Mal Schillers Klassiker "Die Räuber" zu sehen (s.u. ). Außerdem präsentiert die Gruppe Scheinkind ihr neues Stück. Unter Regie von Anna Röckl haben sich sechs Studierende zur Produktion "Eine Mittsommernachtssexkomödie" zusammengefunden. Woody Allens Stück, es ist angelehnt an den Sommernachtstraum von Shakespeare, steckt voller Wortwitz, Slapstick und komischer Charaktere. Drei Pärchen in einem Sommerhaus begeben sich in ein verzwicktes Bäumchen-wechsel-dich-Spiel voller Irrungen und Wirrungen. Den Abschluss des Semesters bilden drei Aufführungen der "Vagina Monologe" von Eve Ensler (Regie: Linda Wotzlaw). Sie beruhen auf Interviews zur weiblichen Vagina. 18 Frauen (von Studentinnen der RUB gespielt) werden deutlich. Ihre Berichte erzählen von weiblicher Selbstfindung und sexueller Erfüllung, aber auch von Gewalt und Unterdrückung. ad

Infos:
"2 Brüder", 5./6.2.05
"Eine Mittsommernachtssexkomödie" 12./13.2.05
"Vagina Monologe", 18.-20.2.05.
Aufführungsbeginn ist jeweils 19.30 h, Studiobühne des MZ.

Einladung zu RITU: Räuber in Lüttich
Große Ehre für die Studiobühne des Musischen Zentrums. Sie darf ihre aktuelle Schiller-Inszenierung "Die Räuber" am 22. Februar zweimal bei RITU 22 (Rencontre Internationale de Théatre Universitaire Liège, 22. Internationales Treffen der Universitätstheater in Lüttich) zeigen. Die Universität Liège möchte mit dem RITU-Festival Freude am Spielen und Reisen vermitteln, eine Bühne für Begegnungen und Entdeckungen sein. Die Studiobühne der RUB trifft auf Universitätstheater aus Südafrika, Algerien, Spanien, den USA, Finnland, Frankreich, Griechenland, Litauen, Mexiko, Holland und Kanada.
Das Ensemble der Studiobühne, das sich in diesem Semester aus 13 Studierenden der G-, I- und N-Bereiche zusammensetzt, wird unter Leitung von Karin Freymeyer eine stark gekürzte Fassung der "Räuber" zeigen. Die Handlung spielt heute. Deshalb treiben in der Räuberbande Männer und Frauen, Deutsche und Ausländer gemeinsam ihr Unwesen - bis Anführer Karl erkennt, dass sein gewaltsames Handeln unrecht ist. Karl, sonst ein sanftmütiger Kerl, wurde durch eine Intrige seines Bruders Franz in die Hölle getrieben. In Lüttich spielt die Truppe nachmittags vor Schülern und Studierenden und abends öffentlich vor den Festivalgästen.
Info: "Die Räuber" sind auch weiterhin im Musischen Zentrum der RUB zu sehen: 1. Februar, 16. und 17. April, je 19.30 h







ad
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Letzte Änderung: 01.02.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik