|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
|
|
Plasmaphysik
Neues
Fusionsexperiment
Angesichts der drohenden Energieverknappung kommt der
Erforschung neuer Energiequellen besondere Bedeutung zu.
Eine Quelle ist die Kernfusion, bei der Energie nach dem
Vorbild der Sonne erzeugt wird. Dabei verschmelzen Wasserstoffkerne
unter Freisetzung großer Energiemengen die
Brennstoffe sind praktisch unerschöpflich. Die internationale
Fusionsforschung hat mit ihren Experimentieranlagen bewiesen,
dass sie die physikalischen Prinzipien zur Zündung
des Fusionsfeuers kennt. Nun muss gezeigt werden, dass
ein wirtschaftlicher Betrieb im Kraftwerksmaßstab
möglich ist. Ein wichtiger Schritt ist der in weltweiter
Kooperation geplante Bau des 500 Megawatt Experimentalreaktors
ITER (der Weg). Ob die Forscher den Dauerbetrieb
realisieren können, hängt besonders davon ab,
ob sie die Belastung der Wände und deren Lebensdauer
beherrschen. Dabei spielen die Physik am Rand eines Fusionsplasmas
und die Wechselwirkung des Plasmas mit den umgebenden
Oberflächen entscheidende Rollen. Die Plasmaphysiker
der RUB beteiligen sich an der Erforschung dieser Plasma-Wand-Wechselwirkung
am neu gegründeten Virtuellen Institut ITER-Relevant
Plasma Boundary Physics, das die Kompetenz des Forschungszentrums
Jülich, der Uni Düsseldorf und der RUB bündelt.
Das Projekt wird durch die Helmholtz-Gemeinschaft
gefördert.
In den Laboren der experimentellen Plasmaphysik der RUB
werden Phänomene des Transportes von Verunreinigungen
in Wasserstoffplasmen und die Zerstäubung von plasma-exponierten
Oberflächen mit modernen Methoden der Plasma- und
Oberflächendiagnostik untersucht. Die theoretische
Plasmaphysik der RUB unterstützt diese Experimente
durch theoretische Vorhersagen, die mit modernsten Rechenverfahren
ermittelt werden. Damit wird ein wichtiger Baustein für
die Realisierung eines zukünftigen Fusionskraftwerkes
geliefert.
Prof.
Achim von Keudell (AG Reaktive Plasmen)
|
|
|
|
|
| |
|
|