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RUBENS 93

1. Dezember 2004

Leserbrief

RUBENS ist männlich!


Im Streit um das Geschlecht von RUBENS ist ein bisher unbekanntes frühes Zeugnis (aus dem Jahr 1621) aufgetaucht. Das folgende Gedicht des belgischen Klerikers und Schriftstellers Antoine Sanders zeigt eindeutig, dass RUBENS männlich ist:
„Quis non Ausoniae stupeat miracula terrae
et, Bonarote, tuae concinat artis opus?
Non equidem meritum cupiam tibi demere honorem
laude sua tabulas et viduare tuas.
Semper enim, clarum qui reddere possit Apellem,
Italis eximio floruit ora viro.
Aemula naturae sed dum vestigia lustro,
Rubenii docta quae parit arte labor,
haerent attoniti simulacra per inclyta ocelli,
Parrhasium et nostro credimus esse solo.
Belgicaque Ausoniae componere nomina famae
nec vanum tales ingeminasse sonos:
Roma, dole! Vicit nostro Rubenius aevo
Aduatica Latiam dexteritate manum.“
Auf Deutsch: „Wer bestaunte nicht die Wunder Italiens, und wer priese nicht deine Kunstwerke, Michelangelo? Nichts liegt mir ferner, als dir die verdiente Ehre wegzunehmen und deine Bilder ihres Ruhms zu berauben. Zu allen Zeiten nämlich hatte Italiens Küste hervorragende Künstler aufzuweisen, die es dem berühmten Apelles [Hofmaler Alexanders d.Gr.] gleichtun könnten.
Doch wenn ich die naturgetreuen Werke betrachte, die Bildung, Kunst und Fleiß eines RUBENS hervorbringen, bleiben die Augen wie gebannt an den berühmten Altarbildern [in der Kathedrale von Antwerpen] hängen, und es kommt mir vor, als ob sich ein Parrhasius [bedeutender Maler aus Athen, um 400 v.Chr.] in unserem Land befände. Es ist nicht verfehlt, den belgischen Namen mit italienischem Ruhm zu vergleichen und diese klingenden Worte immerfort zu wiederholen: ‘Rom, nun gräme dich! In unserer Zeit hat RUBENS mit der Geschicklichkeit der Aduatucer [ein bei Caesar erwähnter belgischer Volksstamm im heutigen Brabant] die Kunst der Römer besiegt!“

 

Reinhold F. Glei, Seminar für Klassische Philologie
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Letzte Änderung: 30.11.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik