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RUBENS 92

2. November 2004

Starker Nachwuchs

Banalität des Bösen

Theater im Musischen Zentrum


New York 1964: Der wohlhabende Jude Arthur Goldman lebt in seinem Penthouse in Manhattan ein dekadentes Dasein. Doch dann Es verdichten sich Hinweise, dass Goldman sich hinter seiner jüdischen Identität versteckt und in Wahrheit der ehemalige SS-Obersturmbannführer Adolf Karl Dorff ist. Als israelische Beamte in seine Wohnung eindringen, um ihn nach Israel zu überführen, lässt Goldman sich bereitwillig als der gesuchte Nazi verhaften. Während des Prozesses konfrontiert man ihn mit ehemaligen KZ-Häftlingen, die über seine Gräueltaten berichten. Am Ende ereignet sich etwas, womit keiner der Anwesenden gerechnet hätte ...
Der Autor und Schauspieler Robert Shaw (1927-78) adaptierte seinen 1967 veröffentlichten Roman „The Man in the Glass Booth“ noch im gleichen Jahr für die Bühne. Das Theaterstück ist angelehnt an die Verhaftung und Verurteilung Adolf Eichmanns, der als einer der meistgesuchten Nazi-Verbrecher aus Argentinien entführt und 1962 in Israel gehängt wurde. Shaw verquickt seine Anspielungen auf tatsächliche Ereignisse, auch solche, die die Politik des Vatikans in den 60er-Jahren betreffen, mit dem berühmten Bericht von der Banalität des Bösen von Hannah Arendt zum Prozess gegen Eichmann in Jerusalem. Die künstlerische Interpretation dieser Geschehnisse steht bei The Man in the Glass Booth ganz in der Tradition des Absurden Theaters. Die Uraufführung fand 1967 in London unter Regie von Harold Pinter statt. Das Stück löste heftige Kontroversen aus. An Aktualität hat es nicht verloren. Bislang wurde das Stück nicht ins Deutsche übersetzt. Die Essener Studenten Gordon Stephan (auch Regie) und Jens Dornheim (auch Hauptdarsteller) wagten sich nun erstmals an die Übersetzung (Der Mann im Glaskasten) und gründeten im November 2003 die mittlerweile 15-köpfige Theatergruppe „Glassbooth“, zu der Studierende aus Bochum und Duisburg-Essen gehören.

Info: „Der Mann im Glaskasten & The man in the glass booth“, von Robert Shaw, Deutsche Uraufführung, 19.30 h, Studiobühne im Musischen Zentrum, Infos: 0201-9599001
ad
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Letzte Änderung: 30.10.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik