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RUBENS 92

2. November 2004

Starker Nachwuchs

Das Tempo des Lebens

Der neue russische Tutor im Gespräch


Das Kulturbüro Boskop hat Anfang Oktober Zuwachs bekommen. Voller Tatendrang und Energie stand Evgeni Tankov (31) vor der Tür und präsentierte seine Ideen. Als neuer russischer Tutor der Robert-Bosch-Stiftung wird er zehn Monate lang Studierenden der RUB die russische Kultur, Sprache und Mentalität näher bringen. Was genau Evgeni vorhat und was ihn an Deutschland besonders reizt, erzählte er Janine Wagner von Boskop.


Boskop: Du bist frisch in Bochum eingetroffen. Erzähl uns doch, was dir hier als erstes aufgefallen ist?
Tankov: Die Menschen sind freundlich und offen und vor allem ist alles ausgeschildert. Wenn man die deutsche Sprache kennt, findet man sich schnell zurecht, obwohl in dieser großen Stadt die Möglichkeit besteht, sich schnell zu verlaufen.

Boskop: Das ist nicht verwunderlich, denn du lebst in einer wahnsinnig kleinen Stadt. Abakan, das liegt in der Nähe von Krasnojarsk, hat nur 160 Einwohner. Ist Bochum dann nicht erschreckend groß für dich?
Tankov: Ich war ja schon in Berlin und vor sechs Jahren in Bielefeld. Mich fasziniert das Ruhrgebiet, es ist so ein Energiebündel, hier findet ein schneller Informationsaustausch statt. Das gibt es in Russland gar nicht. Die Intensität des Lebens ist interessant, und ich kann lernen unter Stress zu leben und zu arbeiten.

Boskop: Apropos arbeiten. Was hast du vor mit den Studierenden? Worauf können sie sich einstellen?
Tankov: Vor allem möchte ich verhindern, dass das Interesse an der Slawistik weiter sinkt. Ich möchte die Freude daran wieder erhöhen. Russland hat viel Interessantes zu bieten. Das möchte ich zeigen. Ich werde möglicherweise ein Seminar über Anton Tschechov machen. Auch eine Reise ist in Planung, sowie Filmabende und Diskussionsrunden. Meine Arbeit soll sehr publikumsorientiert sein.

Boskop: Du möchtest während deiner Zeit hier in Bochum dein Land präsentieren und viel über die russische Kultur preisgeben. Da stellt sich natürlich noch die Frage, was du selbst aus Deutschland mit zurück in deine Heimat nehmen möchtest?
Tankov: Ich habe ein großes linguistisches Interesse und möchte hier meine Untersuchungen zur Ethno-Linguistik weiterführen. Dies beinhaltet auch viel von der Kultur Deutschlands, auch die Mentalität möchte ich besser kennen lernen. Das Lebenstempo ist faszinierend. Ich möchte aber auch herausbekommen, wie sich andere Russen hier einleben oder ob sie eher mit ihrer Heimat verbunden bleiben. Ich muss lernen, in den kommenden Monaten beide Kulturen miteinander zu verbinden und in beiden zu leben. Ich freue mich sehr auf die Arbeit hier, auf die Menschen, die ich kennen lerne und was ich mit ihnen unternehmen werde.


Info: Wer Evgeni Tankov mit Fragen löchern möchte, erreicht ihn im Boskop-Büro, Sumperkamp 9-15, Tel. 0234-702651, E-Mail: boskop@akafoe.de

Janine Wagner
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Letzte Änderung: 30.10.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik