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RUBENS 91 1. Oktober 2004


Historiker unter Mordverdacht

Dr. Stachelmanns zweiter Fall


Mit größtem Vergnügen haben wir vor zwei Jahren Stachelmanns ersten Fall gelesen: "Mann ohne Makel". Zur Erinnerung: Dr. Josef Maria Stachelmann arbeitet am Historischen Seminar der Uni Hamburg. Nach einer brillanten Dissertation sitzt er nun seit einigen Jahren (zuviel) an seiner Habilitationsschrift zum KZ Buchenwald. Nebenbei leidet er an Arthritis und Liebeskummer und löst mit historischem Gespür verzwickte Kriminalfälle.
Stachelmanns zweiter Fall beginnt mit der Begrüßung eines neuen Kollegen am Lehrstuhl. Der - im Gegensatz zu Stachelmann - frisch habilitierte Wolfgang Griesbach kommt samt Gattin Ines von der FU Berlin nach Hamburg und könnte dort das hierarchische Gefüge durcheinander bringen und sich als potenzieller Nachfolger des Lehrstuhlinhabers vor Stachelmann schieben.
Doch so weit kommt es nicht. Noch am Abend nach der Begrüßung reist Griesbach nach Berlin. Während er weg ist, macht die attraktive Ines Stachelmann erfolgreich schöne Augen. Ob es beim One-Night-Stand bleibt oder ob sich eine längere Affäre anbahnt, bleibt offen, denn: Als Griesbach partout nicht aus Berlin zurückkehrt, nirgendwo zu erreichen ist und wichtige Termine platzen lässt, macht sich Stachelmann im Auftrag von Ines auf die Suche. Diese endet schließlich im Kofferraum von Stachelmanns Auto. Dort liegt Griesbachs Leiche, erst mit zwei Messerstichen getötet, nun fein säuberlich in einem Plastiksack verpackt.
Obwohl Stachelmann den Leichenfund ordnungsgemäß der Polizei meldet, gerät er schnell unter Mordverdacht. Schließlich hat er in den Augen der Polizei zwei Motive: Griesbach war ein Konkurrent am Lehrstuhl und bei Ines; und ein stichfestes Alibi besitzt Stachelmann auch nicht. Er landet in Untersuchungshaft, die Medien und die meisten seiner Kollegen vorverurteilen ihn. Ines Griesbach sorgt sich zwar offensichtlich um ihn, doch echte Hilfe bekommt er nur von seiner Kollegin Anne, mit der er zwei Jahre zuvor seinen ersten Fall gelöst hatte. Anne besorgt Stachelmann ein falsches Alibi. Das bringt ihn aus der U-Haft und verschafft ihm Zeit und Gelegenheit, den wahren Mörder zu suchen.
Dazu muss Stachelmann - nun wieder ganz der Historiker mit kriminalistischem Spürsinn - tief in der Biografie von Wolfgang Griesbach graben. Der verdingte sich in den 80er-Jahren in Westberlin als Chef einer Schleuserbande, die DDR-Bürgern zur Flucht in den Westen verhalf. Doch nicht jede Flucht gelang. Vielleicht liegt hier das wahre Motiv zum Mord an Griesbach: Ein gescheiteter Flüchtling rächt sich?
Bei der Suche nach einer Antwort muss Stachelmann sich sehr beeilen. Denn nicht nur die Polizei sitzt ihm im Nacken. Da ist auch ein Unbekannter, der regelmäßig in seine Wohnung eindringt und dort nur für Stachelmann sichtbare Spuren hinterlässt. Subtiler Psychoterror oder eine reale Bedrohung durch Griesbachs Mörder?
Wie es sich für einen guten Krimi gehört, werden all diese Fragen erst am Ende beantwortet. Der Leser hat dabei stets einen kleinen Vorsprung vor Stachelmann, denn auf einer zweiten Erzählebene werden Geschehnisse in der ehemaligen DDR geschildert, die natürlich unmittelbar mit der Mordgeschichte zu tun haben.

Info: Christian von Ditfurth: "Mit Blindheit geschlagen", Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, 416 S., 19,90 Euro

Verlosung: Wir verlosen das Buch unter allen, die bis zum 29.10.04 schreiben: Rubens, Pressestelle der RUB, UV 366, 44780 Bochum; Stichwort ist die Antwort auf die Frage: "Bei wem bedankt sich Hans-Herrmann Kiltz?"

 



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Letzte Änderung: 01.10.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik