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RUBENS 91 1. Oktober 2004


Leserbriefe

Akkreditierung und Parkplätze


Artikel Akkreditierung in RUBENS 90
Als einer der "Oberakkreditierer auf Zeit", d. h. als derzeitiger Vorsitzender von AQAS, habe ich den Bericht über die RUB-Akkreditierungen in der Ausgabe vom 1. Juli 2004 mit Interesse gelesen. Dazu ein kurzer Kommentar und eine kleine Korrektur.
Der Kommentar: Ihrer Feststellung, "alles ...sei komplizierter geworden", will ich doch lebhaft widersprechen. Früher war die Genehmigung eines Studiengangs ein "schwarzes Loch", niemand wusste ,ob, in welcher Zeit und nach welchen Kriterien das Wissenschaftsministerium einen Studiengang genehmigte. Jetzt haben wir vollständige Transparenz der Kriterien und Abläufe, ein von den wissenschaftlichen "communities" selbstbestimmtes Verfahren - ähnlich wie im Forschungsbereich durch die DFG - und insgesamt zügige Abläufe. Neue Studiengänge und Akkreditierung sind zwei Seiten derselben (von uns als RUB gewollten!!!) Medaille.
Zur kleinen, aber nicht unwichtigen Korrektur: Ihren Stoßseufzer, "...und dann wird das Procedere auch schon bald von neuem beginnen, denn die Akkreditierung gilt nur für fünf Jahre", sollten Sie erst später von sich geben. Richtig ist, dass AQAS einen Studiengang für die Regelstudienzeit plus bis zu zwei Jahre akkreditieren kann - so entspricht es den aktuellen Strukturvorgaben der KMK. Praktisch bedeutet das für einen Bachelor-Studiengang bis zu fünf Jahre, für einen konsekutiv aufgebauten Bachelor-Master-Studiengang bis zu sieben Jahre, für einen zweijährigen Weiterbildungsstudiengang entsprechend weniger. Im übrigen wird das Verfahren bei Reakkreditierungen mit Sicherheit (noch) einfacher ablaufen können, zumal dann, wenn die Akkreditierer auch auf Evaluationsergebnisse zurückgreifen können - und Überprüfung der Lehrqualität ist schließlich ein gesetzlicher Auftrag. Doch zugegeben: Qualitätssicherung im Interesse unserer Studierenden kostet ihren zeitlichen und finanziellen Preis, auch wenn alle unsere Vorstands- und Gremienmitglieder ehrenamtlich arbeiten! Prof. em. Dr. Dietmar Petzina

Der Kampf um den besseren Parkplatz
Die Ruhr-Uni hat ein Parkplatzproblem. Einerseits finden sich hier nahezu leer stehende Parktaschen, zu denen alle Bediensteten mittels eines Schlüssels Zugang haben, andererseits drängen sich auf den Nord- und Südstraßen der Gebäude die Fahrzeuge. Verschärft wird diese Enge in letzter Zeit noch durch den regen Baubetrieb. Ohne Rücksicht auf Sperrflächen und ausgeschilderte Rettungswege wird hier geparkt, was das Zeug hält. Man fragt sich, wie im Notfall die Feuerwehr an die Gebäude heran komme soll ... Zuständig für die Beseitigung dieses fundamentalen Missstands fühlt sich offenbar auch niemand. Als mögliche Gründe für dieses Parkverhalten fallen einem eigentlich nur Bequemlichkeit und Ignoranz ein ... Eine besondere Spielart des Problems betrifft die wenigen ausgewiesenen Behindertenparkplätze. Die Hemmschwelle, diese unberechtigt zu nutzen, liegt offenbar etwas höher als die beim Zuparken von Sperrflächen. Ein paar Zeitgenossen, nach meinen Beobachtungen auf der N-Nordstraße übrigens immer dieselben, scheuen jedoch auch hiervor nicht zurück. Mit den Begriffen Bequemlichkeit oder Ignoranz allein lässt sich dieser Typus des heimischen Parkschweins wohl nicht vollständig beschreiben. Hier kommt wohl ein gerütteltes Maß an Arroganz oder gar Narzissmus hinzu. Man fühlt sich wichtig genug, hier parken zu müssen. Ein einziges Mal sprach ich ein solches Exemplar darauf an und erhielt in bösem Ton die entwaffnende Aussage "Das machen doch alle" als vermeintliche Rechtfertigung genannt. Das Auto blieb stehen. Nach anfänglichem Ärger über so viel Unsolidarität wurde ich neugierig und recherchierte, wer dieser Zeitgenosse ist. Und ich wurde fündig. Es ist ei Akademiker, der täglich Wasser predigt und selbst Wein trinkt. Dr. Edgar Korthauer

 



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Letzte Änderung: 01.10.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik