Leserbriefe
Akkreditierung
und Parkplätze
Artikel Akkreditierung in RUBENS
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Als einer der "Oberakkreditierer auf Zeit",
d. h. als derzeitiger Vorsitzender von AQAS, habe ich
den Bericht über die RUB-Akkreditierungen in der
Ausgabe vom 1. Juli 2004 mit Interesse gelesen. Dazu ein
kurzer Kommentar und eine kleine Korrektur.
Der Kommentar: Ihrer Feststellung, "alles ...sei
komplizierter geworden", will ich doch lebhaft widersprechen.
Früher war die Genehmigung eines Studiengangs ein
"schwarzes Loch", niemand wusste ,ob, in welcher
Zeit und nach welchen Kriterien das Wissenschaftsministerium
einen Studiengang genehmigte. Jetzt haben wir vollständige
Transparenz der Kriterien und Abläufe, ein von den
wissenschaftlichen "communities" selbstbestimmtes
Verfahren - ähnlich wie im Forschungsbereich durch
die DFG - und insgesamt zügige Abläufe. Neue
Studiengänge und Akkreditierung sind zwei Seiten
derselben (von uns als RUB gewollten!!!) Medaille.
Zur kleinen, aber nicht unwichtigen Korrektur: Ihren Stoßseufzer,
"...und dann wird das Procedere auch schon bald von
neuem beginnen, denn die Akkreditierung gilt nur für
fünf Jahre", sollten Sie erst später von
sich geben. Richtig ist, dass AQAS einen Studiengang für
die Regelstudienzeit plus bis zu zwei Jahre akkreditieren
kann - so entspricht es den aktuellen Strukturvorgaben
der KMK. Praktisch bedeutet das für einen Bachelor-Studiengang
bis zu fünf Jahre, für einen konsekutiv aufgebauten
Bachelor-Master-Studiengang bis zu sieben Jahre, für
einen zweijährigen Weiterbildungsstudiengang entsprechend
weniger. Im übrigen wird das Verfahren bei Reakkreditierungen
mit Sicherheit (noch) einfacher ablaufen können,
zumal dann, wenn die Akkreditierer auch auf Evaluationsergebnisse
zurückgreifen können - und Überprüfung
der Lehrqualität ist schließlich ein gesetzlicher
Auftrag. Doch zugegeben: Qualitätssicherung im Interesse
unserer Studierenden kostet ihren zeitlichen und finanziellen
Preis, auch wenn alle unsere Vorstands- und Gremienmitglieder
ehrenamtlich arbeiten! Prof. em. Dr. Dietmar Petzina
Der Kampf um den besseren Parkplatz
Die Ruhr-Uni hat ein Parkplatzproblem. Einerseits finden
sich hier nahezu leer stehende Parktaschen, zu denen
alle Bediensteten mittels eines Schlüssels Zugang
haben, andererseits drängen sich auf den Nord-
und Südstraßen der Gebäude die Fahrzeuge.
Verschärft wird diese Enge in letzter Zeit noch
durch den regen Baubetrieb. Ohne Rücksicht auf
Sperrflächen und ausgeschilderte Rettungswege wird
hier geparkt, was das Zeug hält. Man fragt sich,
wie im Notfall die Feuerwehr an die Gebäude heran
komme soll ... Zuständig für die Beseitigung
dieses fundamentalen Missstands fühlt sich offenbar
auch niemand. Als mögliche Gründe für
dieses Parkverhalten fallen einem eigentlich nur Bequemlichkeit
und Ignoranz ein ... Eine besondere Spielart des Problems
betrifft die wenigen ausgewiesenen Behindertenparkplätze.
Die Hemmschwelle, diese unberechtigt zu nutzen, liegt
offenbar etwas höher als die beim Zuparken von
Sperrflächen. Ein paar Zeitgenossen, nach meinen
Beobachtungen auf der N-Nordstraße übrigens
immer dieselben, scheuen jedoch auch hiervor nicht zurück.
Mit den Begriffen Bequemlichkeit oder Ignoranz allein
lässt sich dieser Typus des heimischen Parkschweins
wohl nicht vollständig beschreiben. Hier kommt
wohl ein gerütteltes Maß an Arroganz oder
gar Narzissmus hinzu. Man fühlt sich wichtig genug,
hier parken zu müssen. Ein einziges Mal sprach
ich ein solches Exemplar darauf an und erhielt in bösem
Ton die entwaffnende Aussage "Das machen doch alle"
als vermeintliche Rechtfertigung genannt. Das Auto blieb
stehen. Nach anfänglichem Ärger über
so viel Unsolidarität wurde ich neugierig und recherchierte,
wer dieser Zeitgenosse ist. Und ich wurde fündig.
Es ist ei Akademiker, der täglich Wasser predigt
und selbst Wein trinkt. Dr. Edgar Korthauer
ad
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