Wiederholung
erwünscht
RUBISSIMO
lockte noch nicht die Massen auf den Campus
Das ist ärgerlich: Am 30 Jahre lang obligaten Tag
des Sommerfestes, sprich am Mittwoch vor Fronleichnam,
herrschte in Bochum herrlichstes Wetter: Sonne, knapp
30 Grad. Es hätte wohl ein schönes Fest gegeben
... Gab es aber an jenem Mittwoch nicht, denn das Universitätsfest
RUBISSIMO fand in diesem Jahr an einem Freitag statt
(18.6.). Und der brachte ausgerechnet das zuletzt typische
Festtagswetter: Regenschauer und dazu noch kühle
Luft, zwei ziemliche Stimmungstöter. Außerdem
konkurrierte RUBISSIMO mit der Fußball-EM.
Eine der Folgen: Die anvisierten 10.000 Gäste kamen
nicht, allenfalls die Hälfte, und die verteilte
sich über den Nachmittag und den Abend. Deshalb
wirkte das Forum meist eher leer. Etwas Gedränge
gab es nachmittags beim Human Kicker, beim Zirkus, an
der Hüpfburg, bei den Forschungsexponaten im HZO
oder bei Jochen Malmsheimers Lesung in der Bibliothek.
Abends waren die Bühnen auf dem Nordforum und dem
Forum recht gut besucht, gleichfalls die Probe von Universitätschor
und Orchester im Audimax, der Film im HZO und natürlich
das abschließende Feuerwerk.
Gemessen am Publikumsanspruch ordentlichen Absatz fanden
Speis und Trank, insbesondere die Cocktails: Sowohl
am kommerziellen Stand vor dem HZO als auch beim erfreulich
improvisierten Stand von BOMI auf dem Nordforum bildeten
sich oft Warteschlangen. Überhaupt stellte sich
das studentische Programm zwischen Bibliothek, Universitätsverwaltung
und Studentenhaus als absolute Bereicherung dar. Neben
den leckeren Cocktails gab es hier auch Bratwurst sowie
verschiedenste Arten von Kultur, darunter ein leicht
anarchisch angehauchtes Puppenspiel für Kinder.
Was dem Fest in den Augen vieler Besucher neben
dem guten Wetter offenbar fehlte, war schmückendes
Beiwerk. Im wahrsten Wortsinne betrifft dies die oben
genannten und größtenteils sehr interessanten
Exponate im HZO. An den Ständen selbst stimmte
alles, aber die Atmosphäre im HZO erinnert
doch sehr an einen schummrigen Keller, so eine
Besucherin der Ausstellung. Ein wenig Stoff oder ausgefallene
Beleuchtung hätten hier gewiss für eine nettere
Atmosphäre gesorgt. Vielleicht im nächsten
Jahr. Denn auf eine Wiederholung hoffen viele der Gäste
diesen Jahres, das gilt auch für die Einbeziehung
der zugleich inhaltsreichen wie unterhaltsamen Akademischen
Jahresfeier.
ad
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