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RUBENS 90 1. Juli 2004


Made in Venedig

EU fördert Menschenrechtszentrum


Eine herausragende Position in der neuen, größeren EU nimmt das Institut für Menschenrechte und Demokratisierung in Venedig ein (EIUC). Ende April stellten das Europaparlament und der Rat der EU ein Aktionsprogramm auf, das Einrichtungen unterstützt, die auf europäischer Ebene tätig sind. „Das Menschenrechtszentrum in Venedig ist das einzige Universitätsinstitut, das aufgenommen wurde“, sagt der Völkerrechtler Prof. Horst Fischer, Präsident des EIUC und Leiter des Instituts für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der RUB. Sieben Institutionen fördert die EU insgesamt, die anderen sechs sind Regierungs- oder regierungsnahe Einrichtungen. „Die EU schätzt unser Institut als besonders wichtig ein, um die Ziele der Gemeinschaft durchzusetzen“, so Fischer. „Wir haben durch die Entscheidung einen enormen politischen Schub bekommen.“ Die finanzielle Förderung bleibe indes gleich, „allerdings ist sie damit bis 2006 gesichert.“
Eine qualitativ hochwertige Ausbildung über Grenzen hinweg: Diesem Ziel verschreibt sich das Menschenrechtszentrum, getragen von zurzeit 29 europäischen Unis. Das Zentrum wird sein bisheriges Masterprogramm weiterführen, zugleich soll es zu einem „globalen Fokus für Menschenrechte und Demokratisierung“ ausgebaut werden – durch Training und Seminare sowie Weiterbildung auch für Mitarbeiter der EU. Studierende nehmen an einem sog. Internship-Programm teil, sie absolvieren Praktika in internationalen Organisationen, u.a. in Genf oder New York. „Unsere Aktivitäten gehen jedoch weit über den Master oder die Organisation von Tagungen hinaus“, so Fischer. „Strategische Kooperationen“ seien in Vorbereitung, etwa mit dem Filmfestival in Venedig. „Wir wollen Menschenrechte und Demokratisierung in allen Bereichen des Lebens bekannt machen. Eines Tages wird es Touristenboote in Venedig geben, auf denen wir das Thema visualisieren.“
Um das Verständnis für Europa zu fördern, gibt es eben viele Wege. In der Ausbildung von Studierenden setzen die Unis in Bochum, Bilbao, Padua und Venedig auf den „Master of Human Rights and Democratization“, sie sind damit Vorreiter in Europa. Studierende aus aller Welt – derzeit sind es 95 – befassen sich ein Jahr lang in mindestens zwei europäischen Ländern mit Fragen der Menschenrechte und Demokratisierung. Politische und philosophische Fragen werden dabei ebenso erörtert wie juristische Probleme der Menschenrechtsentwicklung und -durchsetzung. „Für die RUB ist die Entscheidung des EU-Parlaments eine besondere Auszeichnung“, sagt Fischer. „Sie würdigt den Mut, mit dem Master einen neuen, europäischen Abschlussgrad zu verleihen. Inzwischen ist abzusehen, dass der Kreis der Unis wächst, die bereit sind, einen solchen europäischen Master-Abschluss mitzutragen.“

jw
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Letzte Änderung: 01.07.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik