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RUBENS 89 1. Juni 2004


Optimales Reaktionsvermögen

Flexibilität als oberstes Ziel: Rektorat rüstet sich für den Globalhaushalt



Noch liegen keine offiziellen Zahlen seitens der Landesregierung vor, doch die Gerüchte halten sich hartnäckig: Wenn im Jahre 2006 an den Hochschulen in NRW der Globalhaushalt eingeführt wird, könnten der Ruhr-Universität satte acht Millionen Euro fehlen. Das entspricht etwa 200 Stellen. Den anderen Hochschulen geht es zwar auch nicht besser, denn alle erhalten sehr wahrscheinlich rund fünf Prozent weniger vom Land. Gleichwohl müssen schlimmstenfalls 200 Stellen an der RUB gestrichen werden. Aber wo und wie?
Parallel zum Globalhaushalt positioniert sich die RUB in ihrem Hochschulentwicklungsplan ohnehin neu und möchte künftig ihre Stärken in Forschung, Lehre und Weiterbildung noch weiter akzentuieren. Das heißt auch: Stellen und Gelder werden innerhalb der Uni möglicherweise neu verteilt. Oberstes Ziel der Universitätsleitung bei all dem ist es, flexibel und optimal auf die Vorgaben der Politik reagieren zu können und darüber hinaus alle eigenen Reformen (u.a. gestuftes Studium) und weiteren Anstrengungen (z. B. Exzellenzzentren in der Forschung) umzusetzen.
Bereits Anfang März beschloss das Rektorat im Hinblick auf den Globalhaushalt einige Sofortmaßnahmen, beispielsweise die Befristung von Neuverträgen mit Wissenschaftlern zum 31.12.05 und den weitgehenden Verzicht auf die Freigabe von Dauerstellen in der Verwaltung. Mitte Mai entschied das Rektorat außerdem, 26 Berufungsverfahren für neue Professoren vorübergehend zu stoppen. Der Stopp betrifft ausschließlich Verfahren in einem sehr frühen Stadium, andererseits aber nahezu alle Fakultäten von der Evangelischen Theologie bis zur Biologie. Was sich das Rektorat von dieser und von weiteren geplanten Maßnahmen verspricht, erläutern Gerhard Möller (Kanzler) und Prof. Elmar Weiler (Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen) im Interview auf Seite 3.



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Letzte Änderung: 01.06.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik