Optimales Reaktionsvermögen
Flexibilität
als oberstes Ziel: Rektorat rüstet sich für
den Globalhaushalt
Noch liegen keine offiziellen Zahlen seitens der Landesregierung
vor, doch die Gerüchte halten sich hartnäckig:
Wenn im Jahre 2006 an den Hochschulen in NRW der Globalhaushalt
eingeführt wird, könnten der Ruhr-Universität
satte acht Millionen Euro fehlen. Das entspricht etwa
200 Stellen. Den anderen Hochschulen geht es zwar
auch nicht besser, denn alle erhalten sehr wahrscheinlich
rund fünf Prozent weniger vom Land. Gleichwohl
müssen schlimmstenfalls 200 Stellen an der RUB
gestrichen werden. Aber wo und wie?
Parallel zum Globalhaushalt positioniert sich die RUB
in ihrem Hochschulentwicklungsplan ohnehin neu und möchte
künftig ihre Stärken in Forschung, Lehre und
Weiterbildung noch weiter akzentuieren. Das heißt
auch: Stellen und Gelder werden innerhalb der Uni möglicherweise
neu verteilt. Oberstes Ziel der Universitätsleitung
bei all dem ist es, flexibel und optimal auf die Vorgaben
der Politik reagieren zu können und darüber
hinaus alle eigenen Reformen (u.a. gestuftes Studium)
und weiteren Anstrengungen (z. B. Exzellenzzentren in
der Forschung) umzusetzen.
Bereits Anfang März beschloss das Rektorat im Hinblick
auf den Globalhaushalt einige Sofortmaßnahmen,
beispielsweise die Befristung von Neuverträgen
mit Wissenschaftlern zum 31.12.05 und den weitgehenden
Verzicht auf die Freigabe von Dauerstellen in der Verwaltung.
Mitte Mai entschied das Rektorat außerdem,
26 Berufungsverfahren für neue Professoren vorübergehend
zu stoppen. Der Stopp betrifft ausschließlich
Verfahren in einem sehr frühen Stadium, andererseits
aber nahezu alle Fakultäten von der Evangelischen
Theologie bis zur Biologie. Was sich das Rektorat von
dieser und von weiteren geplanten Maßnahmen verspricht,
erläutern Gerhard Möller (Kanzler) und Prof.
Elmar Weiler (Prorektor für Planung, Struktur und
Finanzen) im Interview auf Seite 3.
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