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RUBENS 88 1. Mai 2004


Verträgliche Arbeit

Neu im Netz: Gesundheitsportal


Zu einem gesunden Arbeitsplatz gehört nicht nur die rauchfreie Luft im Büro, sondern auch ein prima Betriebsklima. So steht’s jedenfalls im neuen Gesundheitsportal. Unter www.uv.rub.de/gesundheit/start.htm können sich Angehörige der RUB seit Februar über das komplette Angebot der Gesundheitsvorsorge informieren. Arne Dessaul sprach darüber mit Dr. Christina Reinhardt vom Steuerkreis Gesundheit.


RUBENS: Frau Dr. Reinhardt, seit wann gibt es den Steuerkreis Gesundheit und wer gehört dazu?
Dr. Reinhardt: Im Februar 2003 hat Kanzler Gerhard Möller erstmals eingeladen. Teilgenommen haben Vertreter/innen aus Bereichen, die an der RUB bereits mit Gesundheit betraut waren: Arbeitssicherheit, Personaldezernat, Betriebsärztlicher Dienst, Personalentwicklung, Studienbüro und Arbeitskreis Sucht. Außerdem haben sich Vertreter/innen aller Personalräte, die Gleichstellungsbeauftragte und die Vertrauensfrau der Schwerbehinderten im Steuerkreis engagiert.

RUBENS: Wie entstand die Idee zum Gesundheitsportal?
Dr. Reinhardt: Als erstes haben wir alle vorhandenen Angebote zusammengetragen. Wir waren selbst überrascht, was es schon alles gibt. Anschließend überlegten wir, wie wir die Beschäftigten der RUB besser als bisher über die Angebote informieren können. Ein virtuelles Gesundheitsportal bot sich dafür an, weil die meisten Beschäftigten Zugang zum Intranet haben und die Infos und Angebote ständig aktualisiert werden können.

RUBENS: Auf Ihrer Homepage sprechen Sie von der „Vision einer gesunden Ruhr-Uni“. Dazu gehören neben Fitnesskursen und Arbeitsschutz auch Aspekte wie der sorgfältige Umgang miteinander. Können Sie uns diesen ganzheitlichen Ansatz näher erläutern?
Dr. Reinhardt: Ob Arbeitsbedingungen gesundheitsfördernd sind oder nicht, hängt eben von vielen Faktoren ab. Krank macht einen meistens nicht allein die Schadstoffbelastung oder der rauchende Kollege oder die Vorgesetzte, die mich mit Arbeit zuschüttet. Es ist eher so, dass ich insgesamt mit Stress besser klar komme, wenn das Arbeitsklima gut ist und ich regelmäßig Sport treibe. Also reicht es nicht, wenn die Uni sich in der Gesundheitsvorsorge auf Arbeitssicherheit oder rauchfreie Räume beschränkt. Mittlerweile sagt man eher, dass der wichtigste Gesundheitsfaktor der oder die Vorgesetzte ist – hier ist auch eine wichtige Schnittstelle zur Personalentwicklung. Wir wollen bei unseren Angeboten für Führungskräfte stärker auf diesen Aspekt eingehen und das Bewusstsein für diese Verantwortung stärken.

RUBENS: Würden Sie sagen, dass die Vorgesetzten für die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich sind?
Dr. Reinhardt: Nein, ich denke für seine Gesundheit ist man vor allem selbst verantwortlich. Aber Führungskräfte haben Einfluss auf die Gestaltung von Arbeitsplätzen, von Arbeitsprozessen und auf das Arbeitsklima. Unser Gesundheitsmanagementsystem basiert genau auf diesen drei Bereichen und natürlich auch auf dem Verhalten der Beschäftigten. Unterstützung finden sie, sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter/innen, in den Maßnahmen, die wir in dem Gesundheitsportal zusammengetragen haben und die der Steuerkreis Gesundheit koordiniert: angefangen bei Mitarbeitergesprächen über Erste Hilfe bis hin zu den flexiblen Arbeitszeiten.



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Letzte Änderung: 30.04.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik