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RUBENS 87 1. April 2004


Sport bei Klaus

23 Jahre Fitnesstraining am Montag

Montagabend, Kurzzeitsporthalle 1. Hundert Sportler schwitzen, stinken, schnaufen. Wasser rinnt die Scheiben herab. In der Mitte steht ein kurzgeschorener, schweißgebadeter Mann und ruft: „... ein drittletztes Mal, ein vorletztes Mal uuuund ... Halten!“ Generationen Studierender kennen dieses Bild: Sport bei Klaus.
Nach 23 Jahren als Übungsleiter für das Allgemeine Fitnesstraining des RUB-Hochschulsports gibt Klaus Albrecht mit Beginn des Sommersemesters 2004 sein Amt auf. „Der Gelenke wegen.“, wie er schmunzelnd sagt: „In jungen Jahren hab’ ich zu wenig gedehnt. Jetzt rächt sich das.“ Dabei hat der 49-Jährige an der RUB Sport und Geografie studiert und noch vor dem Examen (1983) beim Hochschulsport begonnen. Auch seine Hobbys Wandern, Skilaufen oder Radfahren deuten auf ein rundum gesundes Leben hin. Deshalb sind die Gelenke nicht der einzige Grund. Hinzu kommen Achillessehnenbeschwerden, die von einer verkürzten Wadenmuskulatur herrühren. Und dann ist da noch der Umzug der Kurzzeitsporthalle in die Provisorien an der Markstraße. Dort wird es keine adäquate Ausstattung mit sanitären Anlagen geben, und das empfindet (nicht nur) Albrecht als Zumutung für die Sporttreibenden.
Dass Klaus als Übungsleiter überaus beliebt bei Jung und Alt, Dick und Dünn, bei Durchtrainierten und Büroarbeitsplatzgeschädigten ist, das zeigt sich schon allein an der Menge und Verschiedenheit der Teilnehmer, die sich jeden Montag von ihm scheuchen lassen. Kein Wunder: Es ist wohl kaum ein Übungsleiter mit einem variantenreicheren Musikrepertoire denkbar, kaum einer, der lustigere und ungewöhnlichere Übungen ersinnt und mit einem derart großen Engagement sein Amt ausübt. Jahr für Jahr, Sommer- wie Wintersemester und auch in den Ferien lässt Klaus die Massen zu klassischer Musik in die Knie gehen, zu Neuer Deutscher Welle hüpfen und zu Hardrock rennen. In manchen Semestern gleich in drei Trainingsstunden nacheinander. Übungen wie den Flügelschlag auf einem Bein, das Däumchendrehen in Liegestütz-Position oder das Nackenstrecken mit breitem Grinsen wird wohl kein Teilnehmer je vergessen können. Sogar das Schuhplattlern gehört zu Fitnesstraining á la Klaus. Dabei achtet er streng darauf, das gerade die den ganzen Tag Sitzenden auf ihre Kosten kommen: Rückenübungen, Training der Nacken- und Schultermuskulatur und immer wieder dehnen gehören in jede seiner Stunden.
Zum Schluss sei den Leser/innen noch folgende Klaus-Übung zum Ausprobieren empfohlen, die viele seiner Stunden abschloss: Man setze sich in die Hocke, möglichst vor eine weiche Unterlage. Fußsohlen flach auf den Boden, Knie dicht nebeneinander, Po nah an die Hacken. Wenn das gut klappt, nehme man die Hände auf den Rücken, bleibe aber mit dem flachen Fuß auf dem Boden. Viel Spaß!

Jan Engelkamp
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Letzte Änderung: 31.03.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik