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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Sport bei Klaus
23 Jahre
Fitnesstraining am Montag
Montagabend, Kurzzeitsporthalle
1. Hundert Sportler schwitzen, stinken, schnaufen. Wasser
rinnt die Scheiben herab. In der Mitte steht ein kurzgeschorener,
schweißgebadeter Mann und ruft: ... ein drittletztes
Mal, ein vorletztes Mal uuuund ... Halten! Generationen
Studierender kennen dieses Bild: Sport bei Klaus.
Nach 23 Jahren als Übungsleiter für das Allgemeine
Fitnesstraining des RUB-Hochschulsports gibt Klaus Albrecht
mit Beginn des Sommersemesters 2004 sein Amt auf.
Der Gelenke wegen., wie er schmunzelnd sagt:
In jungen Jahren hab ich zu wenig gedehnt.
Jetzt rächt sich das. Dabei hat der 49-Jährige
an der RUB Sport und Geografie studiert und noch vor dem
Examen (1983) beim Hochschulsport begonnen. Auch seine
Hobbys Wandern, Skilaufen oder Radfahren deuten auf ein
rundum gesundes Leben hin. Deshalb sind die Gelenke nicht
der einzige Grund. Hinzu kommen Achillessehnenbeschwerden,
die von einer verkürzten Wadenmuskulatur herrühren.
Und dann ist da noch der Umzug der Kurzzeitsporthalle
in die Provisorien an der Markstraße. Dort wird
es keine adäquate Ausstattung mit sanitären
Anlagen geben, und das empfindet (nicht nur) Albrecht
als Zumutung für die Sporttreibenden.
Dass Klaus als Übungsleiter überaus beliebt
bei Jung und Alt, Dick und Dünn, bei Durchtrainierten
und Büroarbeitsplatzgeschädigten ist, das zeigt
sich schon allein an der Menge und Verschiedenheit der
Teilnehmer, die sich jeden Montag von ihm scheuchen lassen.
Kein Wunder: Es ist wohl kaum ein Übungsleiter mit
einem variantenreicheren Musikrepertoire denkbar, kaum
einer, der lustigere und ungewöhnlichere Übungen
ersinnt und mit einem derart großen Engagement sein
Amt ausübt. Jahr für Jahr, Sommer- wie Wintersemester
und auch in den Ferien lässt Klaus die Massen zu
klassischer Musik in die Knie gehen, zu Neuer Deutscher
Welle hüpfen und zu Hardrock rennen. In manchen Semestern
gleich in drei Trainingsstunden nacheinander. Übungen
wie den Flügelschlag auf einem Bein, das Däumchendrehen
in Liegestütz-Position oder das Nackenstrecken mit
breitem Grinsen wird wohl kein Teilnehmer je vergessen
können. Sogar das Schuhplattlern gehört zu Fitnesstraining
á la Klaus. Dabei achtet er streng darauf, das
gerade die den ganzen Tag Sitzenden auf ihre Kosten kommen:
Rückenübungen, Training der Nacken- und Schultermuskulatur
und immer wieder dehnen gehören in jede seiner Stunden.
Zum Schluss sei den Leser/innen noch folgende Klaus-Übung
zum Ausprobieren empfohlen, die viele seiner Stunden abschloss:
Man setze sich in die Hocke, möglichst vor eine
weiche Unterlage. Fußsohlen flach auf den Boden,
Knie dicht nebeneinander, Po nah an die Hacken. Wenn das
gut klappt, nehme man die Hände auf den Rücken,
bleibe aber mit dem flachen Fuß auf dem Boden. Viel
Spaß!
Jan
Engelkamp
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