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RUBENS 87 1. April 2004

Leute an der RUB

Schüler-Uni Bochum


Neu ernannt
Seit Oktober 2003 besetzt Prof. Uta Hahn den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeografie. Sie befasst sich u.a. mit Urban Governance und vergleicht international den institutionellen Wandel und die Folgen daraus für das Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement. Hahn studierte 1980-86 Geografie, Geschichte, Sozialwissenschaft und Pädagogik an der RUB. Nach dem 1. Staatsexamen wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin, zunächst am Geografischen Institut der RUB, ab 1987 in Duisburg. Dort wurde sie 1989 promoviert. Danach arbeitete sie – mit Unterbrechungen z. B. für Forschungsaufenthalte in Japan – als wissenschaftliche Assistentin in Duisburg, wo sie nach der Habilitation (1998) zwei Jahre lang Hochschuldozentin war. Zuletzt vertrat Hahn den Lehrstuhl für Geografie und Didaktik in Dortmund.
Foto: privat
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Seit Oktober 2003 besetzt Prof. Bernd Bastert die Professur für Germanistische Mediävistik, die er bereits von April bis September letzten Jahres vertrat. Bastert studierte in Aachen Germanistik und Geschichte (1980-87) und arbeitete dort ab Mai 1987 im Rahmen eines Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literatur. Er wurde im Dezember 1991 mit einer Arbeit über Literarische Kontinuität im Spätmittelalter promoviert. Von 1997 bis 2000 nahm er in Köln und an der RUB Lehraufträge für Ältere Deutsche Literatur an. Nach einem zweijährigen Habilitationsstipendium der DFG erfolgte im Sommer 2002 die Habilitation für Deutsche Philologie in Köln.
Foto: privat
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Seit Dezember 2003 besetzt Prof. Ralf Poscher die Professur für Öffentliches Recht und Rechtssoziologie. Er studierte von 1984 bis 1990 Rechtswissenschaften in Bonn, Dijon und London. Nach dem 1. Juristischen Staatsexamens (1990) war er in Bonn als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für öffentliches Recht tätig. Das 2. Juristische Staatsexamen absolvierte er 1995. Poscher arbeitete anschließend am Institut für öffentliches Recht der Humboldt-Uni, wo er 1999 promoviert wurde. 2002 erfolgte dort seine Habilitation. Daraufhin arbeitete er in Berlin als Privatdozent.
Foto: privat
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Seit dem WS 03/04 leitet Prof. Rüdiger Höffer die Arbeitsgruppe Aerodynamik und Strömungsmechanik im Bauwesen. Die AG beschäftigt sich u.a. mit klassischer Gebäudeaerodynamik, sie untersucht also die Windbeanspruchung von Tragwerken und Gebäudehüllen. Höffer studierte zwischen 1981 und 88 Bauingenieurwesen an der RUB. Anschließend arbeitete er sechs Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am an der RUB ansässigen Sonderforschungsbereich „Tragverhalten und Tragfähigkeit von Baukonstruktionen unter dynamischen Einwirkungen“. Nach zwei Stationen als Gastforscher in Kopenhagen und Florenz wurde Höffer im Februar 1996 an der RUB promoviert. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Ingenieurbüros. Zuletzt war er Prokurist bei der Ingenieurgesellschaft für Bautechnik in Düsseldorf.
Foto: privat

Ruf erhalten
Prof. Johann Wolfgang Wägele (Biologie) hat einen Ruf an die Uni Bonn erhalten.
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Prof. Horst Meier (Maschinenbau) hat einen Ruf an die Uni Stuttgart erhalten.


Ehre
Der Senat hat am 5. Februar eine neue Gleichstellungsbeauftragte gewählt: Christine Kenning (Sozialwissenschaft) löst Andrea Kaus ab. Stellvertreterinnen sind Monika Weise (Dez. 3) und die Studentin Marta Pello Garcia.
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Prof. em. Joachim H. Knoll (Pädagogik) wurde im Februar Ehrendoktor der FU Berlin. Sie würdigt Knolls Verdienste um die internationale Erwachsenenbildung.
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Prof. Tibor Kiss (Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft/Computerlinguistik) ist seit Februar Studiendekan der Angewandten Informatik, zu seinem Stellvertreter wurde Prof. Eberhard Bertsch (Praktische Informatik) ernannt. Der im WS 02/03 gegründete Bachelor-/Master-Studiengang (mit ca. 170 Studierenden) bietet die Studienrichtungen „Industrie- & Managementinformatik“ sowie „Medien- und Kommunikationsinformatik“ an.

Berichtigung
In der letzten Ausgabe haben wir berichtet, dass Prof. Barbara Thomaß (Medienwissenschaft) ihre Habilitation abgeschlossen hat. Das trifft nicht zu. Frau Thomaß hat zwar – mit einem Stipendium der DFG – an ihrer Habilitation gearbeitet, diese aber noch nicht abgeschlossen; der Ruf an die RUB kam dem zuvor.

Nachrufe
Überraschend starb am 28. Dezember 2003 der Komponist und Kirchenmusikdirektor Prof. Henning Frederichs. Am 8. Mai 1936 in Königsberg geboren, studierte Frederichs in Hamburg, Köln und Bochum. Seit 1960 wirkte er als Kirchenmusiker, Orgelsolist und Pianist, als Dirigent, Komponist und Hochschullehrer in Hamburg, Braunschweig, Köln, Witten und Bochum. An der damals neugegründeten Ruhr-Uni wurde ihm erstmalig das Amt und der Titel eines Universitätsmusikdirektors (UMD) verliehen. Dank seiner Aufbauarbeit am Musischen Zentrum konnten Unichor und -orchester ihren festen Platz im Kulturleben der Uni und der Stadt Bochum gewinnen. Seine Unterrichtstätigkeit am Musikwissenschaftlichen Institut der RUB umfasste Harmonielehre, Kontrapunkt, Instrumentations- und Kompositionsseminare. Frederichs schrieb u.a. Kammermusik, Orchester-, Theater-, Orgel- und Chormusik. Aufführungen und Auftragskompositionen machten ihn über Deutschland und Europa hinaus bekannt. Die Ruhr-Universität hat Henning Frederichs Wirken als Komponist und UMD mit einem Konzert der Orgelreihe „Klangwelten“ 2001 gewürdigt und bleibt seinem Schaffen und seinem Andenken dankbar verpflichtet.
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Am 24. Februar starb nach langer Krankheit Prof. Arno Jaeger. Er wurde am 10. Juli 1922 in Berlin geboren und entdeckte früh sein Interesse an mathematischen Methoden und deren Anwendungen. Jaeger studierte Mathematik in Berlin und Göttingen und schloss sein Studium 1949 mit der Promotion ab. Es folgten mehrere Forschungsaufenthalte, ehe er von 1953 bis 1970 eine Professur in Cincinnati übernahm. 1970 wurde er Ordinarius an der RUB, wo er den Fakultäten für Wirtschaftswissenschaft und Mathematik angehörte. Trotz ehrenvoller Rufe an andere Unis hielt er der RUB bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1987 die Treue.
Jaeger gilt in den USA und in Deutschland als einer der entscheidenden Mitbegründer des Faches Operations Research. Hervorzuheben sind seine Bücher „Introduction to Analytic Geometry and Linear Algebra“ und die deutsche Bearbeitung des Grundlagenwerks zur Linearen Programmierung von George B. Dantzig. Seit 1971 war Arno Jaeger Mitglied im Direktorium des Instituts für Unternehmungsführung und Unternehmensforschung (IUU), das er von November 1973 bis September 1975 als geschäftsführender Direktor leitete. Durch seine Tätigkeit im Institut förderte er den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und die Anwendung mathematischer Methoden. Zudem unterstützte er als Gastprofessor an vielen Unis die internationalen Kooperationen des IUU.
Die Ruhr-Uni, insbesondere die Fakultäten für Wirtschaftwissenschaft und Mathematik sowie das IUU, haben einen hochgeschätzten Kollegen, engagierten Forscher und Lehrer verloren, dem sie ein ehrendes Andenken bewahren.
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Die Ruhr-Uni trauert um Prof. Herbert Viefhues: Der Pionier der Bioethik in Deutschland starb am 8. März im Alter von 84 Jahren. Er war 1986 Initiator und Mitbegründer des Bochumer Zentrums für Medizinische Ethik e. V. (ZME) und des Arbeitskreises Medizinethik an der RUB.
Herbert Viefhues wurde am 26. Januar 1920 in Dorsten geboren. Er studierte von 1939 bis 1944 Medizin, danach folgten 14 Jahre im klinischen Dienst. 1959/60 studierte Viefhues zudem Sozialmedizin in Edinburgh. Von 1962 bis 69 war er Direktor der Kölner Krankenanstalten, 1969/70 Stadtmedizinaldirektor beim Gesundheitsamt Köln. 1971 wurde er Dozent für Sozialmedizin an der FH Köln, von April 1973 bis zur Emeritierung im Februar 1985 besetzte Viefhues den Lehrstuhl für Sozialmedizin der RUB. 1983 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
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Am 12. März starb der Maler Hans-Jürgen Schlieker. Schlieker wurde 1924 in Schöningen (Ostpommern) geboren. Nach dem 2. Weltkrieg studierte er an der Kunsthochschule Hamburg und zog dann (1951) nach Bochum, wo er als freischaffender Maler arbeitete. Schlieker hat 1968 den Bereich Bildende Kunst am Musischen Zentrum der RUB aufgebaut und ihn bis 1989 geleitet. Durch zahlreiche Ausstellungen (eigene und die seiner Schüler) an der Uni und in der Stadt konnte Schlieker das Musische Zentrum im kulturellen Leben Bochums verankern. Bis zuletzt war er als Maler und Bildhauer tätig. Schlieker gehörte zu den profiliertesten Künstlern der Region und war durch zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen weit darüber hinaus bekannt. 1989 erhielt er den Verdienstorden des Landes NRW.

ad, jw, Hans Jaskulsky, Bernhard Pellens
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Letzte Änderung: 31.03.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik