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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 86 |
30.
Januar 2004 |
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Bessere Auslastung
erwünscht
Standortentwicklungsplan
geht ans MWF
Der Zeitplan steht: Am 16. Februar gibt die RUB ihren
Standortentwicklungsplan beim Wissenschaftsministerium
(MWF) ab. Ein wichtiger Termin, denn in dem Bericht geht
es auch darum, wie die RUB zurzeit unterausgelastete Fächer
wie Chemie, Physik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen
besser auslasten will (s. RUBENS 82). Das MWF fordert
in seinem Hochschulkonzept 2010 eine Quote zwischen 80
und 120 Prozent, an der RUB liegen die Quoten noch darunter.
Sollten die Konzepte der RUB (wie auch der anderen NRW-Hochschulen)
nicht überzeugen, kündigt das Ministerium eigene
Maßnahmen an im schlimmsten Fall den Abbau
von Studienplätzen und Stellen.
Deshalb wurde der Standortentwicklungsplan der RUB in
den letzten Monaten akribisch vorbereitet: Alle Fakultäten
schickten dem Rektorat detaillierte Struktur- und Entwicklungsplanungen
bis zum Jahre 2010. Die Planungen wurden im Januar im
Rektorat, in Fächergruppengesprächen, in der
Dezernentenrunde und in der Dekanekonferenz erörtert.
Anfang Februar wird der Bericht in der Universitätskommission
für Planung, Struktur und Finanzen, im Senat und
im Rektorat beraten; dann geht es ab nach Düsseldorf.
Anschließend wartet die Unileitung auf die Reaktion.
Im besten Fall münden die Pläne der RUB
nach Feinabstimmungen in eine neue Zielvereinbarung
mit dem MWF (geplant für Ende 2004).
2 Mio. Euro weniger
Die Vereinbarung würde der RUB für die nächsten
Jahre etwas Planungssicherheit geben. Andererseits droht
den NRW-Hochschulen weitere Ungewissheit. Das MWF möchte
bis 2007 den sog. leistungsbezogenen Anteil der Mittel
für Forschung und Lehre von jetzt neun auf 20 Prozent
erhöhen: Wer gemäß den Maßstäben
des MWF schlechte Leistungen in Forschung und Lehre
erbringt, bekommt weniger Geld. Das Centrum für
Hochschulentwicklung (CHE) hat im Auftrag des MWF z.
T. neue Kriterien entwickelt. Der Forschungserfolg einer
Uni misst sich demnach z.B. an der Höhe der Drittmittel.
Der Erfolg in der Lehre hängt u.a. von Absolventenquote
und Studiendauer ab. Aufgrund dieser Kriterien bekommt
die RUB vom Land bereits im laufenden Jahr zwei Mio.
Euro weniger für die Lehre. Geld, das den Fakultäten
schmerzlich fehlen wird und die Qualität der Lehre
verschlechtern dürfte; eine Verkürzung der
Studienzeit und eine Erhöhung der Absolventenquote
sind unwahrscheinlich, weitere Kürzungen in den
nächsten Jahren wären die Folge.
Das Rektorat hat indes schon über die Verteilung
der Mindermittel entschieden. Betroffen sind übrigens
auch die anderen Unis im Ruhrgebiet. Rektor Prof. Gerhard
Wagner erklärt die längeren Studienzeiten
im Revier mit dem hohen Anteil von Arbeiterkindern an
den hiesigen Unis (im Gegensatz zu Münster und
dem Rheinland), die neben dem Studium arbeiten müssen.
ad
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