Berliner Schätze
Ausstellung
Lange Zeit galten die Schätze der Berliner Ärztebibliothek
als verschollen. Doch ein kleiner Teil der 130.000
Bände, die 1945 von den sowjetischen Besatzungstruppen
komplett abtransportiert worden waren, ist vom emeritierten
Bochumer Professor Engelbert Plaßmann in Georgien
entdeckt worden. Kürzlich hat die georgische
Regierung der Rückführung nach Deutschland
zugestimmt. Im Malakowturm, Sitz des Instituts für
Geschichte der Medizin, werden die Bände für
die medizinhistorische Forschung bereitgestellt.
Doch zuvor sind die Bücher zwei Monate lang auf
der 1. Etage der Universitätsbibliothek (UB) zu
sehen. Die Ausstellung zeigt frühe medizinische
Praktiken, alte Gerätschaften und kunstvolle Illustrationen
des menschlichen Körpers, die neben Faszination
sicher auch ein kleines Schaudern hervorrufen werden.
Während der Eröffnung (25. Februar, 17 h)
findet auch die feierliche Übergabe der Bücher
durch die Botschaft Georgiens statt. Danach hält
Prof. Irmgard Müller (Institut für Geschichte
der Medizin) einen Vortrag zur Bedeutung der Sammlung:
Immerhin zählte die Deutschen Ärztebibliothek
Berlin zu den wichtigsten Einrichtungen ihrer Art. Sie
hatte ihren Ursprung im preußischen Militärwesen
und diente später der medizinischen Literaturversorgung
in ganz Deutschland.
Info: Ausstellung Schätze der Berliner
Ärztebibliothek, 25.2.-30.4.04, 1. Etage der UB,
geöffnet Mo-Fr 8-20 h.
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