Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 86
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 86 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 86 30. Januar 2004


Zufall, Zweifel, Zungenbrecher

Gespräch mit der neuen Russisch-Tutorin


Den Wunsch, „Russland für die Bochumer Studenten greifbar zu machen“, bezeichnet Maja Robertus als wichtige Antriebsfeder ihrer Arbeit. Als Tutorin der Robert-Bosch-Stiftung arbeitet die Russin seit September 2003 bei Boskop, dem Kulturbüro des Akafö. Dort organisiert die 23-jährige Diplom-Germanistin u.a. kostenlose Russisch-Sprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, russische Partys, Kultur- sowie Filmabende. Miriam Morek sprach mit Maja Robertus über ihre ersten Monate in Bochum.

RUBENS: Was hat dich mitten in den Ruhrpott nach Bochum verschlagen?
Maja Robertus: Als Vertreter der Robert-Bosch-Stiftung an meiner Uni in Moskau für das Tutorienprogramm geworben haben, war ich sofort begeistert. Also habe ich mich für ein Stipendium beworben. Dass ich nach Bochum gekommen bin, war Zufall, denn die zwölf ausgewählten Bewerber wurden in ganz unterschiedliche Städte zwischen Flensburg und Augsburg eingeteilt.

RUBENS: Und, bist du einverstanden mit dem Zufall? Was hältst du von unserer Stadt?
Maja Robertus: Viele Leute haben mich vor der „grauen Stadt mit lauter Betonklötzen“ gewarnt. Aber mein erster Eindruck war: Das hier ist eine lebendige, vitale Stadt mit 100.000 verschiedenen Möglichkeiten für Studenten. Außerdem ist es eine sehr „bequeme“ Stadt – alles ist gut zu erreichen. Die Leute, die ich hier bislang getroffen habe, sind alle sehr nett und hilfsbereit.

RUBENS: Wie hast du mit deiner Arbeit hier an der Ruhr-Uni und bei Boskop losgelegt?
Maja Robertus: Am Anfang hatte ich echte Zweifel: Kommen die Leute zu meinen Sprachkursen und Veranstaltungen oder nicht? Schließlich ist Russisch nicht gerade die populärste Sprache der Welt. Deswegen habe ich versucht, sehr viel Werbung zu machen, habe überall auf dem Campus Flyer verteilt und sogar Leute direkt angesprochen, um alle potenziellen Russland-Interessierten zu erreichen. Die Tipps von Elena Fedotova, der früheren Tutorin, haben mir dabei sehr geholfen.

RUBENS: Wie fängt man an, jemandem eine der schwierigsten Sprachen der Welt beizubringen?
Maja Robertus: Da die Leute in meinem Anfängerkurs gar kein Russisch konnten, habe ich erst mal versucht, ihnen klar zu machen, dass Russisch gar nicht so kompliziert ist. Man muss den Leuten irgendwie den Respekt vor der Sprache nehmen. Begonnen haben wir mit Zungenbrechern und Sprichwörtern, denn die Aussprache ist wohl zuerst das Schwierigste. Direkt in der zweiten Stunde mussten die Teilnehmer aber schon die kyrillische Schrift lesen. Mittlerweile hören wir viele Kassetten oder schauen russische Zeichentrickfilme an. Da der Kurs sehr klein ist, ist das Tempo ziemlich schnell.

RUBENS: Apropos Filme: Du organisierst einmal pro Woche, mittwochs, russische Filmabende im Euroeck.

Maja Robertus: Ja, bisher sind immer viele Leute zum russischen Kino gekommen. Manchmal zeige ich Filme im Original, meist mit Untertiteln, manchmal auch in synchronisierter Fassung. Auf dem Programm stehen Dramen, Komödien und Dokumentationen. Vor den Vorstellungen erzähle ich den Leuten immer einige wissenswerte Sachen zu den Filmen, zu den Schauspielern und Regisseuren.

RUBENS: Im letzten Jahr hatten zehn Bochumer Studis die Möglichkeit, an einer zweiwöchigen Russland-Reise teilzunehmen – nach Moskau, nach Tomsk in Sibirien und schließlich ins Altai-Gebirge. Organisiert wurde die Fahrt von der ehemaligen Tutorin Elena. Planst du etwas Ähnliches?

Maja Robertus: Ja, um die Pfingstferien herum werde ich eine Reise anbieten. Ziel soll der „Goldene Ring“ sein, eine Rundreise durch traditionelle Städte wie Moskau, meine Heimatstadt Jaroslavl und Wladimir. Es wird viel Sightseeing geben. Sobald es nähere Infos gibt, werde ich an der Uni Flyer verteilen. Ansonsten erreicht man mich immer im Boskop-Büro: 0234–702651 oder boskop@akafoe.de)




Miriam Morek
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 30.01.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik