Tor!
Portal
zur sozialwissenschaftlichen Fußballforschung
Ein Portal ist ein Portal ist ein Portal ist aber vor
allem ein Tor und ist mehrdeutig. Denn Tore öffnen
und schließen sich zwar, sie sind bisweilen töricht,
sie fallen aber auch: wunderschön aus 30 Metern
per Volleyschuss in den Winkel oder unglücklich
vom Rücken des Torwarts abgeprallt. Hauptsache
sie fallen, denn Nullnull ist meist doof.
Fußball also. Man spielt es. Man guckt es im
Stadion oder am Fernseher. Mann forscht darüber.
Und Frau auch. Wer forscht, möchte wissen, was
andere forschen oder geforscht haben oder forschen werden.
Wer forscht, möchte zeigen, was er (oder sie) forscht.
Ideale Plattform fürs Gucken und Zeigen ist das
Internet und das eigene Stück der Plattform macht
man am besten mit einem Tor kenntlich bzw. mit einem
Internet-Portal mit passender Adresse.
Verantwortlich für das neu errichtete Portal zur
Fußballforschung (www.fussball-forschung.de)
ist der Bochumer Sozialwissenschaftler PD Dr. Uwe Wilkesmann:
Viele meiner Kollegen haben in ihrem wissenschaftlichen
Leben schon mal zum Fußball geforscht. Meist war
das aber ein einmaliger Ausflug ins Thema. Um die zerstreuten
Forschungsergebnisse zu bündeln, haben wir das
Portal geschaffen. Uwe Wilkesmann ist selbst ein
eifriger Fußball-Forscher. Er gehörte zu
den Initiatoren der erfolgreichen Ringvorlesung Die
Zukunft des Fußballs, die im WS 2001/02
an der RUB stattfand, er leitete an der Fakultät
für Sozialwissenschaft das Seminar Sozialwissenschaftliche
Analysen des Fußballs und führt dort
zurzeit ein weiteres Fußballseminar durch, außerdem
schrieb er für die Fachzeitschrift Kölner
Soziologie und Sozialpsychologie den Artikel Der
Fußballverein zwischen e.V. und Kapitalgesellschaft.
Das Portal soll einen Überblick über sozialwissenschaftliche
Veröffentlichungen sowie Projekte zum Thema Fußball
geben. Sozialwissenschaftlich wird dabei
in einem weiteren Sinne verstanden. Neben Soziologie,
Politik oder Sozialpsychologie gehören auch Ökonomie
und Geschichte dazu. Entstanden sind folgende Oberkategorien
(mit jeweiligen Subkategorien), die sich auch auf der
Startseite des Portals befinden: Kultur (Fan und Kultur;
Lebensstile und Karrieren; Migration und Ethnie; Geschlecht;
Geschichte); Organisation (Vereine und Ligen; Probleme
des Team- und Amateursports; Theorie; Institute) sowie
Ökonomie (Ökonomie; Medien; Politik; Stadt
Region Land; sonstige Themen).
Nun geht es darum, die Kategorien zu füllen. Das
Portal lebt von der Teilnahme möglichst vieler
Kollegen. Es soll eine Datenbank von Fußballforschern
für Fußballforscher werden, erläutert
Wilkesmann. Deshalb ist das Forum sowohl zum Schreiben
als auch zum Antworten für jeden ohne Anmeldung
offen. Ein Streifzug durch die einzelnen Rubriken zeigt,
dass es bereits eifrig genutzt wird. In den meisten
Kategorien bekommt man zum Teil sehr aktuelle Literaturtipps
und kann in einschlägigen Diplom- oder Magisterarbeiten
stöbern. Beim zusätzlich eingerichteten Forum
stößt man zudem auf Veranstaltungshinweise
rund um den Fußball.
Infos: Für das Portal sucht Uwe Wilkesmann
weitere wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Fußball
(Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen etc.,
am besten als PDF-Dokument); Kontakt: PD Dr. Uwe Wilkesmann,
E-Mail: Uwe.Wilkesmann@rub.de,
Internet: www.Uwe-Wilkesmann.de
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