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RUBENS 85 5. Januar 2004


Erste Herzklappen-Bank

Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen


"Menschliche Herzklappen sind besonders elastisch und widerstandsfähig, sie können selbst dort eingenäht werden, wo bereits Gewebe um die defekten Herzklappen zerstört ist“, erklärt Hermann J. Knobl vom Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ) in Bad Oeynhausen. Der Leiter der Abteilung für Perfusions- und Kryotechnik darf nun als erster Deutscher menschliche Herzklappen aufbereiten und Computer gesteuert einfrieren und so die modernste Herzklappen-Bank Deutschlands begründen. Das HDZ hat von der Bezirksregierung Detmold deutschlandweit als erstes Zentrum die Erlaubnis dazu erhalten – nach langwierigen Überprüfungen und entsprechend den Richtlinien des neuen Arzneimittel-Gesetzes.

1.512 Herzklappen wurden im letzten Jahr in Bad Oeynhausen operiert, dabei kamen insbesondere mechanische Kunststoff- und Bioklappen zum Einsatz. Jetzt stehen auch menschliche Klappen für spezielle Indikationen zur Verfügung, z. B. für Patienten mit Infektionen. Als Spender kommen Verstorbene in Frage, deren Zustimmung vorliegt, deren komplettes Herz aber zur Implantation ungeeignet ist. Eine zweite große Spendergruppe sind Transplantationspatienten, deren Herz entnommen und gegen ein gesundes Herz getauscht wurde. Bei den entnommenen Herzen sind die Herzklappen im Gegensatz zum Herzmuskel oft noch völlig funktionstüchtig.

Die Spenderherzen werden in einem Reinraum mit ständiger Partikel- und Keimüberwachung präpariert. Die Klappen werden 24 Stunden in Antibiotika gelagert und anschließend computergesteuert in einer Gefrierlösung langsam auf minus 80 Grad Celsius gekühlt. Nach 80 Minuten werden die Präparate bei ca. minus 190 Grad Celsius in der Gasphase über flüssigem Stickstoff gelagert. In diesem Milieu sind sie fast unbegrenzt haltbar.



Anja Brandt
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Letzte Änderung: 05.01.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik