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RUBENS 85 5. Januar 2004

Stärkung durch Reform

Editorial


Der Beginn des neuen Jahres gibt Anlass, einen Moment innezuhalten und auf dieses Jahr und die kommenden Semester zu schauen. Die Universität und das Hochschulsystem als Ganzes befinden sich seit einiger Zeit in einem weitreichenden Veränderungsprozess, der viele Probleme, aber auch Chancen in sich birgt. Lehre, Forschung und Struktur der Ruhr-Uni sind gleichermaßen hiervon betroffen.

Wir wollen kurz noch einmal die zentralen „Baustellen“ unserer Universität in Erinnerung rufen: Die flächendeckende Umstellung der Studiengänge in den Geistes- und Naturwissenschaften auf das international kompatible Bachelor-/Master-System hat in starkem Maße in den betroffenen Fakultäten Kräfte gebunden, und dies wird auch weiterhin erforderlich sein. Diese zukunftsweisende Reform gibt uns aber im Wettbewerb der Universitäten einen Vorsprung, mit dem wir uns hervorragend profilieren und dessen „return“ wir in den nächsten Jahren stärker sehen werden. In der Forschung setzen wir Schwerpunkte mit der Fokussierung auf „Centers of Excellence“, die grundsätzlich interdisziplinär arbeiten. Sie tragen wesentlich zu unserer nationalen und internationalen Profilbildung bei.

Wir werden uns in den nächsten Monaten intensiv mit den Herausforderungen des „Hochschulkonzepts 2010“ des Landes auseinander zu setzen haben. Wir beginnen zugleich einen Denkprozess der Überprüfung der Binnenstruktur unserer Universität, um mit einer besseren Aufstellung den Herausforderungen besser gewachsen zu sein. Ziel muss bei allem stets sein, den Studierenden und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unserer Hochschule noch bessere und flexiblere Forschungs-, Lehr- und Lernmöglichkeiten zu bieten und unnötige bürokratische Hemmnisse abzubauen.

Lehre und Forschung können wir nicht ohne Internationalisierung sehen: Die Ruhr-Universität will sich noch weiter öffnen und kann und sollte als Hochschule durchaus eine Vorbildfunktion für unsere Gesellschaft annehmen. Auch hier sehen wir Verbesserungsmöglichkeiten.
Alle Anstrengungen werden wir jedoch bei weiter schrumpfenden Ressourcen leisten müssen, denn 2004 bringt uns die nächste spürbare Kürzung der Mittel für Forschung und Lehre. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir gemeinsam, die Mitglieder und Angehörigen der Ruhr-Universität, diese nicht kleinen Herausforderungen meistern werden.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein friedvolles und produktives und vor allem gesundes Jahr 2004.



Ihr Rektorat
Gerhard Wagner, Gerhard Möller, Notburga Ott, Elmar Weiler, Jörg Winter
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Letzte Änderung: 05.01.2004| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik