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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 84 |
1.
Dezember 2003 |
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Globetrotter der Antike
Ausstellung
in den Kunstsammlungen
Sommerfrische am Fuße der Alpen, Geschäftsreise
zur nächsten Provinzhauptstadt, Sightseeing in Griechenland
und Ägypten den weltgewandten Römer der
Antike hielt es nicht in den Stadtmauern Roms. Ein technisch
ausgeklügeltes und weitverzweigtes Straßennetz
erlaubte ihm, das Kaiserreich kreuz und quer ohne große
Mühen zu durchstreifen. Zeugnisse des regen Fremdenverkehrs
sind seit Mitte November in der Ausstellung Römer
auf Reisen des Instituts für Archäologie
in den Kunstsammlungen zu besichtigen. Funde aus drei
antiken Gasthöfen aus Deutschland und Norditalien
beweisen, dass man zur Zeit der Cäsaren unterwegs
nicht auf Komfort verzichten musste.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Landgasthof bei
Ficarolo in der Po-Ebene, dessen Ausgrabung der Bochumer
Archäologe Prof. Hermann Büsing zehn Jahre lang
leitete (RUBENS
60). Mit seiner beschaulichen Lage und ländlichen
Bauweise bot das Hotel dem Reisenden eine willkommene
Abwechslung von der Hektik und dem übertriebenen
Luxus Roms. Auch im Offizierskastell von Haltern und dem
Stadthotel in Xanten konnte der Globetrotter des Altertums
standesgemäß absteigen. Eine stets vergleichbare
Ausstattung der Gasthöfe mit Trinkschalen, Geschirr,
Schmuck und Schminke garantierte, dass er sich fern von
zu Hause wohlfühlte das belegen Leihgaben
des Römermuseums in Haltern und des Archäologischen
Parks in Xanten sowie Fotos vom Fundort in Ficarolo. Die
drei Ausgrabungsstätten werden ausführlich charakterisiert
und mit Plänen veranschaulicht. Zudem bietet die
Schau Hintergrundinfos zum Reisen in der Antike und gibt
Tipps zu vertiefender Lektüre.
Infos: Römer auf Reisen, 15.11.03
bis 15.2.04, Kunstsammlungen, Di-Fr 12-17, Sa/So 10-18
h, Eintritt frei.
Birgit
Krummheuer
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