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RUBENS 84 1. Dezember 2003

Leserbriefe

Schüler-Uni Bochum


Hallo liebes Rubensteam, ich wüsste gern, wie die Uni oder die zuständige Fremdfirma den Preis für die 0,5 l Mehrwegflaschen rechtfertigt. Es gibt ja offiziell keinen Pfand auf die Flasche. Früher hat die 0,33 l Flasche 70 Cent gekostet. Nun kostet die 0,5 Flasche 1,20 Euro. Nach dem normalen Dreisatz müsste die 0,5 Flasche 1,06 Euro kosten. Wenn man aber mal in den teuren „Globus“ im Uni-Center schaut, sieht man ein Preisschild der 0,5 l Flasche von 79 Cent plus 15 Cent Pfand, den man aber dort zurückbekommt. Ich finde es ja in Ordnung, auf den Einkaufspreis von mir aus 20 % aufzuschlagen. Das wären 96 Cent. Gesund aufgerundet 1 Euro. Doch 1,20 Euro finde ich ein wenig zu teuer ... Man sollte den Studentengeldbeutel nicht unnötig belasten. Sonst muss ich ein Lob an die Redaktion aussprechen. Lese die Zeitung gerne.
M. Schenck
Anmerkung: Laut Akafö soll es bald möglich sein, an der RUB den Pfand wiederzubekommen: mit Automaten. Schon jetzt kann man die 15 Cent überall sonst (z. B. bei Globus) bekommen. Und: Wenn man den Pfand abrechnet, kostet der halbe Liter Wasser beim Akafö „nur“ noch 1,05 Euro.

Der Artikel über den Modellstudiengang im Fach Humanmedizin in der letzten Rubens war sehr interessant und informativ. Leider haben sich einige Fehler eingeschlichen, die den Modellstudiengang in ein etwas falsches Licht rücken können. Zum einen wäre zu sagen, dass die Studenten nicht eine Vier-Tage-Woche haben, sondern die Veranstaltungen von Montag bis Freitag laufen: mit Anwesenheitspflicht. Auch induzieren die Fotos leider das Vorurteil, bei dem Studiengang handle es sich um so etwas wie ein „Spaßstudium“, das mit dem Regelstudium nicht zu vergleichen sei. ... Im Modellstudiengang wird derselbe Stoff gelehrt, nur nicht „am Stück“, sondern in mehreren „Lernspiralen“. Am Ende müssen die Studenten des Modellstudiengangs das gleiche Abschlussexamen machen wie die Regelstudenten ... Weiterhin betonen Sie die Selbstlernzeit: Diese ist jedoch nicht, wie man sonst so denkt. „Selbstlernzeit im Kulturcafe oder im Kino.“ Im Gegenteil wird der selbst zu lernende Stoff am Ende der Woche im Team ausführlich diskutiert und ist meist nicht vorher in einer Vorlesung besprochen worden. Das verlangt von den Studenten einiges an Eigeninitiative, aber auch viel Aufwand, bei einer Fülle von Informationsquellen die Übersicht zu behalten. Ebenso ist der ... „OSCE“ kein Spaßdurchlauf des Gelernten. Er ist eher mit der praktischen Prüfung der Sportstudenten vergleichbar, wo man auch durchfallen kann! Abschließend ist zu sagen, dass der Modellstudiengang ... einfach eine andere Form des Lernens und Lehrens ist und letztendlich nur ein anderer Weg zum gleichen Ziel.
Fachschaft Medizin

„NC ohne Wirkung“ titelte die Fortsetzung des Artikels zum Vorlesungsstart in der letzten Rubens. Damit sind meine Aussagen völlig fehlinterpretiert worden. Mit schöner Regelmäßigkeit wiederholen sich Berichte in Rubens über den außerordentlichen Erfolg der RUB im Wettbewerb um Studienanfänger - bei postwendender Klage über die scheinbare Unfähigkeit der Hochschule, auf steigende Anfängerzahlen rechtzeitig und schnell zu reagieren. Dabei wird übersehen, dass es sich um unvorhersehbare Schwankungen im Einschreibeverhalten handelt, die z.B. ... durch Verschiebungen im Immatrikulationsverhalten als Folge von Zulassungsbeschränkungen in bislang sehr beliebten Fächern ausgelöst werden.
Da alle Fakultäten mit neuen Studiengängen auch durch das neue Lehr-Lernverständnis (Leistungspunkte erfordern Kontrolle von Präsenzzeiten und Arbeitsleistungen) eine Mehrbelastung von Lehrenden zu verarbeiten haben, haben Fakultäten mit Überlastquoten und steigenden Studienanfängerzahlen mit der Einführung eines Orts-NC reagiert. Darauf reagieren Studienplatzbewerber mit ganz unterschiedlichen Strategien: Zum einen weicht man ... auf andere zulassungsfreie Fächer aus, zum anderen bewirbt man sich für zulassungsbeschränkte Studienfächer mehrfach. Die Mehrfachbewerbung auch an mehreren Universitäten führt dazu, dass in unvorhersehbarem Umfang Studienplätze zugewiesen, aber nicht angenommen werden. Dieses eklatante Missverhältnis von Bewerbung und Annahme von Studienplätzen führte in einigen Fächern dazu, dass die Zahl der angebotenen Studienplätze nicht ausgeschöpft wurde ... Dann wurde teilweise der NC wieder aufgehoben und das Spiel konnte von neuem beginnen.
Die Fakultät für Sozialwissenschaft hat sich deshalb erst nach einer mehrjährigen Überlast und einer rapiden Steigerung der Nachfrage im WS 02/03 zu einem Orts-NC entschlossen. Dieser hat dazu geführt, dass die Zahl der Studienanfänger von ca. 1.200 auf ca. 390 im WS 03/04 zurückgeführt wurde. Der Rückgang ... kann sich in den Einführungsveranstaltungen noch nicht niederschlagen, weil die übergroße Anfängerkohorte nicht vollständig „aufgerückt“ ist, sondern ebenfalls noch derartige Veranstaltungen besucht. Deshalb ist noch „kein starkes Absinken der Zahlen zu erkennen“.
Einen scharfen NC wird es nach Schätzungen der Zulassungsstelle deshalb nicht geben, weil viele der zugelassenen Bewerber mit einem guten Abiturnotendurchschnitt ihren Studienplatz nicht angenommen haben und daher „Schwächere“ nachrücken. Doch auch dieser NC wird, entgegen der Aussage im letzten Artikel, die Einschreibung nachhaltig begrenzen. Die Fakultät für Sozialwissenschaft ist mit der Wirkung des NC zufrieden, weil er ihr zu Studierendenzahlen verhilft, die einem erfolgreichen Studieren und Lehren förderlich sind. Die gegenwärtig zuzulassenden ca. 500 Studierenden pro Jahr scheinen dafür eher noch zu viel.
PD Dr. Hans Georg Tegethoff, Studiendekan der Fakultät für Sozialwissenschaft




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Letzte Änderung: 1.12.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik