Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 83
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 83 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 83 3. November 2003

Betreuung de luxe

Orientierungskurse für Programmstudierende


Wer als Student/in den Duft der großen weiten Welt genießen will, muss erst mal ein Gebirge aus Formalitäten überwinden - auch wenn der Austausch durch ein Programm wie Sokrates/Erasmus: Gaststudierende brauchen eine Immatrikulationsbescheinigung, mit der sie sich eine Bleibe suchen können, so dass sie einen Mietvertrag haben, den sie mit zur Stadt nehmen können, um dort einen Ausweis zu bekommen, und natürlich muss auch noch ein Konto eröffnet werden, von dem die Miete gezahlt werden kann ... Schwierig, wenn man sich nicht auskennt und womöglich nicht gut Deutsch spricht.
Es geht auch einfacher: Die dreiwöchigen Orientierungskurse des Akademischen Auslandsamts (AAA) sind das sprichwörtliche „Rundum-Sorglos-Paket“. Wer mag, kann sich schon vom Bahnhof abholen lassen und zum gemeinsamen Pizzaessen am Vorabend des Kurses gehen. Weiter geht’s am nächsten Tag nach dem gemeinsamem Frühstück mit einer Campusführung, der Einschreibung unter Anleitung und der Anmeldung bei der Stadt, die ihre Mitarbeiter eigens zur Uni schickt, bei der Sparkasse werden gemeinsam Konten eröffnet, Zimmer werden sowieso aus dem Kontingent des AAA vermittelt.
Sprachkurse dürfen natürlich nicht fehlen: Nach einem Einstufungstest bekommt jeder die Dosis Deutsch, die ihm noch fehlt, in morgendlichen vierstündigen Kursen. Damit es nachmittags nicht langweilig wird, gibt es ein abwechslungsreiches Programm, das studentische Hilfskräfte betreuen: mit Stadtrallye, Oper, Tanzworkshop, Museum, Kneipentour usw. „Was wir anbieten, ist wirklich Luxus“, stellt Ruthild Schulte, Organisatorin der Kurse, fest. „Sprachkurse und Hilfe mit Formalitäten bieten auch andere Unis an, aber mit unserer Rundumbetreuung versuchen wir, deutschlandweit einmalig zu sein.“ Das AAA und das Lehrgebiet Deutsch als Fremdsprache arbeiten hier sehr eng zusammen.
Der Service spricht sich herum: In diesem Wintersemester war die Teilnehmerzahl erstmals dreistellig. Der 100-Personen-Kurs musste in vier Gruppen geteilt werden. Die große Nachfrage erfüllt Ruthild Schulte mit Stolz. „Es haben sich auch schon Freunde fürs Leben in unseren Kursen gefunden, die treffen sich jetzt noch, immer in einem anderen Land“, erzählt sie. Bisher kann das AAA noch nicht allen Gästen einen Platz bieten, es sind einfach zu viele. 150 Austauschstudierende und rund 400 Studierende, die auf eigene Faust kommen, müssen sich (noch?) ohne den Kurs orientieren. Für sie sind Ruthild Schulte und ihre Kolleginnen jedoch in allen Fragen kompetente Ansprechpartner.

Info: Der Kurs wird aus Sokrates-Mitteln der EU und Unimitteln subventioniert. Die Teilnehmer/innen zahlen 280 Euro. Infos: Ruthild Schulte, FNO 01/174, Tel. -25899.



Tagebücher
Wir baten drei Teilnehmer/innen des diesjährigen Orientierungskurses, ihre Eindrücke nieder zu schreiben:

Anne Sofie Olesen (Dänemark)
Jetzt haben wir die ersten drei Wochen in Bochum beendet, und es ist ohne Zweifel ein guter Anfang gewesen: Zuerst waren wir hilflos, aber jetzt sind wir bereit. Da wir ungefähr 100 Teilnehmer/-innen aus 23 Ländern waren, wurden wir sofort in kleine Gruppen aufgeteilt, und bald haben wir neue Leute kennen gelernt. Während des gesamten Kurses gab es viele Aktivitäten, aber wir hatten auch ab und zu einen Abend zur freien Verfügung gehabt, wovon wir profitiert haben. Bochum hat sich in der ersten Woche von seiner besten Seite gezeigt, mit Sonnenschein und 28 Grad - besonders während des Stadtralleys am ersten Samstag wurde es heiß.
Aber es gab nicht nur Spaß: Auch praktische Veranstaltungen standen auf dem Programm. Wir sollten nur erscheinen, mussten aber Geduld mitbringen, weil ein paar Stunden oder mehr Wartezeit entstand, z.B. bei der Immatrikulation und Kontoeröffnung. Das war zu viel zur gleichen Zeit, in kleinen Gruppen hätten wir es leichter und mit weniger Störungen geschafft. Zudem sollten die Kursleiter immer daran denken, alles laut und deutlichen zu sagen, und vorher darauf zu achten, dass die Erasmus-Studierenden aufmerksam zuhören.
Einen großen Teil des Kurses nahm der Deutschkurs ein, was die meisten von uns gut fanden. Da es nie möglich ist, alle auf die ganzen Linie zufrieden zu stellen, war die Möglichkeit in den verschiedenen Gruppen teilzunehmen, super.
Auch die Kultur war ein wichtiges Element während der drei Wochen. Wir hatten Debatten über das Thema "Menschen aus verschiedenen Kultur" und viel Spaß beim Tanzen - egal ob es Salsa, Rumba oder Disco Fox war. Tanz gab es auch beim interessanten "Indischen Abend", den ein gemeinsames indisches Abendessen vollendete. Auch Fußball ist in Deutschland Kultur, und besonders toll war es zu erleben, dass der Bochumer Vfl Kaiserslautern mit 4-0 besiegte.
Ausflüge gab es auch im Kurs, z. B. besuchten wir in Essen eine Zeche des Ruhrgebiets, die eine wichtige Geschichte erzählt. Die Exkursion nach Düsseldorf zwei Wochen später war zwar verregnet aber trotzdem gut. Nach einem kalten aber spannenden Altstadtrundgang verbrachten wir unsere Zeit mit Mittagessen, und Düsseldorf ist deshalb immer noch eine ungesehene Perle für viele von uns. Wahrscheinlich fahren wir noch mal hin. Auch das Schloss Benrath in Düsseldorf war ein Erfolg und ganz lustig mit den Filzpantoffeln.
Den letzten gemeinsamen Sonntag verbrachten wir im Planetarium, und danach besuchten wir die Oper "Turandot". Die beiden Erlebnisse waren super und verdienten mehr Zeit.
Die Qualität der Führungen hängt immer davon ab, wie der Führer oder die Führerin ist. Die Universitätsbibliothek z. B. war sehr langweilig, aber notwendig, und sowohl den Botanischen Garten als auch die Kunstsammlungen kann man selbst besuchen, wenn man daran Interesse hat. Dasselbe gilt für das Bergbaumuseum und "Das Recht des Bildes - Jüdische Identitäten und die moderne Kunst". Das nicht zahlreiche Erscheinen zeigte, dass einige Führungen nicht notwendig sind.
Und plötzlich waren wir am Ende des Kurses. Die drei Wochen haben uns durch ein sehr umfassendes Programm geführt, wir kamen einander näher und hatten viel Spaß. Deswegen war die Abschlussparty ein bisschen traurig, aber trotzdem sind wir alle am Freitag, den 10. Oktober, in guter Laune zur Vorlesung gegangen, wo wir die mitgebrachten kulinarischen Erlebnisse aus den verschiedenen Nationen genießen konnten.
Die Zeit mit dem Orientierungskurs und unsere gemeinsamen Frühstücke werden wir alle vermissen, aber glücklicherweise haben wir immer noch die Möglichkeit jeden Donnerstag die Vorlesung zu besuchen. Und jetzt sind wir auf Bochum losgelassen, also Achtung ...

Jean-Philippe Duranton (Frankreich)
Kurz bevor ich nach Deutschland gekommen bin, hat man mir gesagt ,dass eines der wichtigsten Dinge, wenn man studiert das Wohlfühlen in der Studiumsumgebung ist. Ich kann also sagen: Der Orientierungskurs ist eine wirklich unentbehrliche Erfahrung und eine gute Gelegenheit, um den zukünftigen Rahmen seines Studiums kennen zulernen.
Die Führungen durch die Uni und die Bibliothek spielen meiner Meinung nach eine wichtige Rolle. Den kulturellen Überblick über das Ruhrgebiet erhält man durch Führungen an den bedeutendsten Orten wie z.B. Schloss Benrath, Zeche Zollverein und das Bergbau Museum. Außerdem kann man auch die studentische Stimmung in Bochum erleben, z. B. durch die vom European Student Network (ESN) organisierten Partys. Der O-Kurs hilft auch, sich ins Studentenleben zu integrieren. Vor allem die Sprachkurse und die Erleichterungen der Formalitäten (Anmeldung bei der Stadt Bochum, Konto-Eröffnung...) sind hilfreich. Abschließend finde ich, dass der O-kurs eine wirklich gute Gelegenheit ist, sich auf eine gutes Studienjahr vorzubereiten. Ich finde auch die Dauer des Kurses (vier Wochen) gut gewählt, da sie uns erlaubt, uns an diese Umgebung anzupassen.

Yawalak Bhuapirom (Thailand)
Ich komme aus Thailand und studiere MA in Europäische Kultur und Wirtschaft (ECUE). Ich bin froh, dass ich an diesem Orientierungskurs teilgenommen habe. Meiner Meinung nach ist es eine gute Erfahrung. Aus dem Kurs habe ich viele Freunde aus fast aller Welt gewonnen. Jeden Tag hatten ein anderes Programm. Wir haben viel Spaß gehabt, durch den Deutschkurs und interessante Programmpunkte in der Universität, durch den Sport, die Kultur. Wir haben das Leben in Bochum kennen gelernt, aber auch Exkursionen gemacht. Übrigens ist der Kurs auch eine gute Chance für Studierende aus dem Ausland, einander kennen zu lernen und andere Kulturen zu verstehen. Was ich nicht so gut finde, ist, dass nur ausländische Studierende im Kurs sind. Es wäre besser, wenn es auch mehr deutsche Studenten dort gäbe. Man könnte dann sein Deutsch verbessern und etwas "Deutsches" kennen lernen.


md
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 31.10.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik