Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 82
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 82 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 82 1. Oktober 2003

MWF überprüft Auslastung

Neue Zielvereinbarung geplant

Das NRW-Wissenschaftsministerium (MWF) strebt für Herbst 2004 den Abschluss einer neuen Zielvereinbarung mit den Hochschulen des Landes an. Darin geht es um das im MWF entwickelte „Hochschulkonzept 2010“. Das Konzept sah zunächst eine Analyse der Hochschulen nach folgenden Kriterien vor: Wie sind die Studiengänge ausgelastet? Wie erfolgreich ist die Forschung in den Fächern (gemessen an der Höhe der eingeworbenen Forschungsgelder pro Wissenschaftlerstelle)? Ist die Lehre erfolgreich (Zahl der Absolventen pro Wissenschaftlerstelle)? Wie sind die Job-Chancen, die ein Fach bietet? Die Auslastung sowie die Job-Chancen gelten dabei als wichtigste Kriterien.
Die Analyse ist mittlerweile abgeschlossen, ihre Ergebnisse wurden den Hochschulen übermittelt. Vorgegeben wurden dabei landesweite Kapazitätsziele in bestimmten Studiengängen, u.a. Chemie, Physik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen. Wie bei allen anderen Fächern wurde die Auslastung in den Jahren 1999 bis 2001 gemessen. In der Chemie betrug sie landesweit 65 %, in der Physik 61 %, in der Elektrotechnik 64 %, im Maschinenbau 51 % und im Bauingenieurwesen 82 %. Diese Studiengänge sieht das MWF als zu gering ausgelastet an, eine akzeptable Auslastung liegt nach Ansicht des MWF etwa zwischen 80 und 120 %. Hinzu kommt, dass in einigen dieser Fächer die Anzahl der zurzeit an den Landeshochschulen verfügbaren Studienplätze den geschätzten mittelfristigen Bedarf übersteigt.
Wenn es nach dem Ministerium geht, soll die Unterauslastung (bei gleichzeitiger – prognostizierter – Überkapazität) Folgen für die Fächer haben: Verklausuliert wird von einer „Anpassung der Überkapazität“ von wahlweise zehn, 15 oder 20 % gesprochen, gemeint ist ein Studienplatz- und als Folge ein Stellenabbau in der genannten Höhe. Von den einzelnen Hochschulen erwartet das MWF bis Ende 2003 Standortkonzepte (Struktur- und Entwicklungsplanungen) bis 2010. Die Hochschulen erhalten also zunächst die Chance, eigene Modelle zur „Anpassung der Überkapazitäten“ zu entwerfen. „Für den Fall, dass das nicht gelingt, wurden uns bereits ministerielle Eingriffe in Aussicht gestellt“, erklärt Prof. Elmar Weiler, Prorektor der RUB für Struktur und Planung.
„Vor dem Hintergrund der Haushaltslage des Landes ist es nachvollziehbar, dass auch die Hochschulen einer verstärkten landesplanerischen Betrachtung unterzogen werden. Die Ruhr-Uni sieht ihre Aufgabe jedoch nicht darin, eine rein rechnerische Umsetzung des MWF-Konzeptes – im Gewand eines Hochschulentwicklungsplanes – zu vollziehen“, so Prof. Weiler weiter, „vielmehr ist bei uns die Entwicklungsplanung aus anderen Gründen in vollem Gange. Das hängt mit der vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) geplanten Grundsanierung der RUB zusammen. Sie bietet der RUB die Chance, zahlreiche Unzulänglichkeiten im Innen- und Außenbereich des Campus zu beseitigen.“ Dazu wünscht der BLB von der RUB sowohl die derzeitige fachliche und organisatorische Struktur (IST-Struktur) sowie Vorstellungen darüber, welche zukünftigen quantitativen und qualitativen Anforderungen die Uni für die nächsten zehn Jahre sieht (SOLL-Struktur). Das Rektorat hat alle Fakultäten um entsprechende Daten gebeten, die nun zusätzlich zur Ausarbeitung des Standortkonzeptes dienen. „Unser Ziel ist es, durch die Erstellung und Umsetzung eines Hochschulentwicklungsplanes einer der vielfältigsten Hochschulstandorte Deutschlands zu bleiben und diese Position weiter auszubauen“, erläutert Prorektor Weiler.
Das Rektorat hat Vertreter der Fachbereiche Chemie, Physik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen bereits über die Inhalte des Hochschulkonzepts 2010 informiert. Bis Ende Oktober sollen alle weiteren Fakultäten informiert werden, damit das Standortkonzept der RUB pünktlich zum Jahresende nach Düsseldorf geschickt werden kann. Dort gleicht das MWF bis März 2004 die Konzepte mit den eigenen Vorstellungen ab; es folgen Abstimmungsgespräche (April bis Juni), die Vorbereitung der Zielvereinbarung (Juli bis September) und schließlich die Zielvereinbarung selbst (Oktober/November). RUBENS wird über den Fortgang berichten. (s. auch Editorial)
ad
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 30.09.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik