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RUBENS 82 1. Oktober 2003

Jubilar und Spender

Kurt Dörnemann wurde 90

Es ist eine Redewendung, die bei Gelegenheiten wie diesen gerne benutzt wird – aber, was soll man anderes sagen, wenn es doch wahr ist: Am 21. August hat Kurt Dörnemann, einer der Träger der Universitäts-Medaille der RUB, in geistiger Frische und ungebrochener Vitalität seinen 90. Geburtstag gefeiert. „Enttarnung einer langsam uralt werdenden Schreib-Maschine“ vermerkte der Jubilar auf einer Kopie des ihn betreffenden Artikels im Westfälischen Autorenlexikon.
Kurt Dörnemann wurde 1913 in Witten geboren, durchlief nach dem Abitur 1931 eine Journalistenausbildung, begann als Redakteur zunächst bei der Westfälischen Volkszeitung, dann beim Bochumer Anzeiger, wo er vom Lokalteil zum Feuilleton wanderte und so sein Lebensfeld fand. Nach dem Kriegsdienst berichtete Dörnemann 20 Jahre lang als freier Journalist über das kulturelle Leben im Ruhrgebiet und im Rheinland (u.a. im Rheinischen Merkur, im Mittag, in den Baseler Nachrichten und im Westfalenspiegel). Zugleich warb er eifrig für die von seinem Freund Otto Burrmeister geleiteten Ruhrfestspiele, besonders in Frankreich. Daneben lehrte er einige Jahre lang an der Westfälischen Schauspielschule. 1965 wurde er schließlich „öffentlich-rechtlich“: als Kulturredakteur beim WDR.
Nach der Pensionierung 1976 ging es aber erst richtig los! Zwar hatte Dörnemann schon vorher übersetzt, Theaterstücke geschrieben und Bücher verfasst, aber als Rentner konnte er seiner Theater-Leidenschaft die Zügel schießen lassen. Vor allem als Historiker des Bochumer Theaters ist er seither unentwegt aktiv, schreibt Bücher (so „Shakespeare-Theater in Bochum 1919-1979“) und Beiträge (etwa über die Bochumer Intendanten Schmitt und Schalla), vor allem aber arrangiert er Ausstellungen zum Bochumer Theater, inzwischen über 30, die bis Weimar, Berlin oder Wesselburen wanderten. Erst im letzten Jahr sind zwei kleinere Bücher seiner musealen Schreibmaschine entronnen! 1987 überließ Dörnemann die Schätze, die er in seinem Leben gesammelt hatte, der RUB: Tausende Bilder, Kostümskizzen, Bühnenbildentwürfe, Theaterzettel sowie eine umfassende Zeitungsausschnittssammlung. Im Germanistischen Institut sind sie zu einem Archiv geordnet und zugänglich gemacht worden. Welche soziale Struktur hatte z.B. das Bochumer Publikum der 50er-Jahre? Für solche und ähnliche Fragen findet man in der Sammlung z.T. viel Material.

Uwe-K. Ketelsen
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Letzte Änderung: 30.09.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik