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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Bochumer Erklärung
Forum Junge
Romanistik
Ideen sind nicht direkt vermittelbar, sondern müssen
über den verlustreichen Umweg Sprache (gesprochen
oder geschrieben) kommuniziert werden. Damit unterliegen
sie der Interpretation. Die notwendigen Prozesse des Kodierens
und Dechiffrierens können von den Sprechern und Rezipienten
auch intentional oder manipulativ eingesetzt werden. Wie
sich solche Phänomene in den verschiedenen Sprachen
der Romania gestalten, erläuterten die Referent/innen
beim 19. Forum Junge Romanistik - Thema war Enthüllen
Verhüllen. Text und Sprache als Strategie.
Das Spektrum reichte von altspanischen Texten bis zur
neuesten Internet-Terminologie in Frankreich und Québec.
Der wissenschaftliche Nachwuchs der Romanistik traf
sich dieses Jahr für vier Tage (11.-14. Juni) in
Bochum. Eingeladen hatte ein Organisationsteam aus
dem Mittelbau des Romanischen Seminars der RUB. Nach den
Vorträgen fand am Freitagabend ein Themenschwerpunkt
Hochschulpolitik statt, bei dem es auch die strukturellen
Veränderungen des vergangenen Jahres (u.a. Juniorprofessur,
12-Jahres-Befristung) diskutiert wurden. Dabei wurde eine
Bochumer Erklärung verabschiedet, die
sich mit der Forderung an die einzelnen Bundesländer
richtet, die Maximaldauer von zweimal 6 Jahren im Hochschuldienst
(in befristeten Stellen) nicht zum de facto-Berufsverbot
für Nachwuchskräfte werden zu lassen. Stattdessen
sollen Modelle des Quereinstiegs z.B. in den Schuldienst
gesetzlich verankert werden.
Neben den Vorträgen gab es Gelegenheit, sich über
Projekte und persönliche Arbeitsbedingungen auszutauschen.
Das Forum wurde von verschiedenen Stellen gefördert.
Staatliche Mittel kamen vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung. Romanistische Fachverbände
(DRV, DHV, FRV) sowie verschiedene Botschaften (Spanien,
Frankreich, Portugal) und nicht zuletzt die Fakultät
für Philologie und das Romanische Seminar der RUB
trugen mit ihrer finanziellen und strukturellen Unterstützung
dazu bei, dass die Tagung in freundschaftlicher Atmosphäre
im Internationalen Begegnungszentrum stattfinden konnte.
Gero
Arnscheidt, Stefanie Zaun
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