Mord statt Tulpen
Buchverlosung
Ihr Forschungsfreisemester hatte sich die Berliner Geschichtsprofessorin
Mirjam Keller anders vorgestellt: Irgendwo im Süden
zur Ruhe kommen und sich voll und ganz auf einen holländischen
Tulpenskandal des 17. Jahrhunderts konzentrieren ...
Aber schon in Bayern ist ihre Reise zunächst beendet.
Sie macht Halt in einem Dorf, in dem sie als Kind oft
Ferien gemacht hat, verliebt sich dort in einen Bauern,
entschließt sich auf Probe zu bleiben. Und statt
auf Tulpen konzentriert sie sich auf aktuelle Skandale:
Im Dorf treibt ein Spanner sein Unwesen, eine Spanierin
wurde ermordet, die Dörfler hüten ihre Geheimnisse.
Da passiert noch ein Mord.
Spannend und unterhaltsam bis zuletzt ist der Roman
Krähenbrut. Nach einer Menge falscher
Fährten wartet die Autorin außerdem noch
mit einem überraschenden Ende auf. Bis dahin
wundert sich der Leser allerdings über etwas zu
viele unwahrscheinliche Zufälle, und die Personen
bleiben ziemlich blass. So traut man keinem im Dorf
über den Weg und fühlt das Misstrauen der
Hauptperson gut mit ohne sich allerdings wirklich
mit ihr identifizieren zu können.
Rita Knott: Krähenbrut. Grafit Verlag, Dortmund
2003, 191 Seiten, 7,90 Euro
Wir verlosen das Buch unter allen, die bis zum
31. Juli eine Postkarte an RUBENS, UV 3/366, schicken
mit der richtigen Antwort auf die Frage: Wo wäre
Hans-Helmut Weigmann in den 70ern beinahe Kanzler geworden?
md
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