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RUBENS 80 1. Juni 2003

„Why Boro?“

Auslandsstudium in Middlesbrough

Andre Lang (28) studiert seit 1999 Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der RUB. Das vergangene Wintersemester verbrachte er im nordenglischen Middlesbrough. In RUBENS schildert er seine Eindrücke.
Während meines 19-wöchigen Aufenthalts im Nordosten Englands wurde mir keine Frage häufiger gestellt als diese: „Why Boro?“ Sie impliziert einerseits die Verwunderung der Middlesbrougher gegenüber Besuchern, die für Middlesbrough weiter reisen, als sie es für London müssten. Andererseits drückt die Frage einen Mangel an Selbstbewusstsein gegenüber der Heimatstadt aus. Häufig hat man das Gefühl, dass sich der Nordosten als Anhängsel Englands fühlt, wo an erster Stelle London zählt, genauso wie an zweiter und dritter. Mindestens. Selbst im Nordosten gibt es mit Newcastle eine Stadt, die nicht nur im Fußball erfolgreicher ist.
So manchen Einwohner hat Middlesbrough samt Umgebung motiviert hart zu arbeiten, um der Stadt den Rücken kehren zu können. Prominenteste Beispiele sind der Musiker Chris Rea und der Regisseur Ridley Scott. Er wurde durch die riesigen Industrieanlagen um Middlesbrough zur Gestaltung der tristen Schauplätze für den Film „Blade Runner“ inspiriert.
Kaum in Middlesbrough angekommen und die ca. 7,5 qm (50 Euro pro Woche) bezogen, ging es auch schon aufs College. Die Lektoren waren äußerst hilfsbereit. Studiert wird in kleinen Gruppen zu 10 bis 15 Studenten. In meinem Fall waren es Seminare in Webpagedesign, Digital Imaging, Video-Production und Desktop-Publishing. Als College-Student hatte ich mit der Teesside-University Middlesbrough nichts zu tun. Es ist aber empfehlenswert, dennoch die „students-union“ der Uni aufzusuchen. Im Gegensatz zum College bietet sie sehr viele Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten. Mit „interlink“ existiert dort eine Vereinigung der ausländischen Studierenden, der man auch als College-Student beitreten kann und die regelmäßig Partys oder Ausflüge organisiert.
Nach meiner Erfahrung bleibt die Liste mit den Vorzügen eines Studiums in Middlesbrough überschaubar. Das gilt für die Stadt selbst und teilweise auch fürs College. Die Umgebung hingegen ist durchaus reizvoll, die (Steil-) Küste mit malerischen Fischerdörfern ist nicht fern, und für einen Wochenendtrip bietet sich Schottlands Metropole Edinburgh an. Das Nachtleben Boros ist interessant und wird von den Studenten der mitten in der Stadt gelegenen Uni dominiert. Es gibt Clubs und Pubs verschiedenster Art, die aber spätestens um halb drei morgens geräumt werden. Diese Regelung mag mal einen Sinn gehabt haben, aktuell führt sie lediglich dazu, dass die Clubbesucher früher und schneller trinken, als sie sollten.
Wenn ich der Stadt Middlesbrough nicht viel Positives abgewinnen kann, so gilt das nicht für ihre Einwohner. Sie sind meist sehr herzlich, Ressentiments sind nicht spürbar, man kommt schnell ins Gespräch – geht es auch nur darum zu erörtern, warum zum Teufel man sich ausgerechnet für „Boro“ entschieden hat.

Infos:
Teesside-University Middlesbrough im Netz: www.tees.ac.uk/
Jobs in Middlesbrough: L.Boyle@tees.ac.uk
Middlesbrough-College: www.middlesbro.ac.uk
Telefon Student Service (Unterkunft, Freizeit, etc.): 0044-1642 296428
Ansprechpartnerin im Akademischen Auslandsamt der RUB: Jutta Schmid, -28763, E-Mail: Jutta.Schmid@uv.rub.de

Anmerkung:
Zwischen Bochum und Middlesbrough besteht kein Arrangement über eine Zusammenarbeit bei Sokrates/Erasmus; hier ist eigenes Engagement gefragt.

André Lang
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Letzte Änderung: 28.05.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik