Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 80
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 80 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 80 1. Juni 2003

Unter ferner liefen

Die RUB in den Ranglisten


Ja, so funktioniert es: Man muss nur die richtigen Kriterien in die richtige Reihenfolge bringen, schon wird die RUB zur persönlichen Traumuni für Psychologie: „Therapie-/Experimentalräume“; „Publikationen“; „Zitationen“; „Drittmittel“; „Kurze Studiendauer“ – falls jemand das Prozedere nachvollziehen möchte, um die Ruhr-Uni in einem Ranking mal auf Platz 1 zu sehen.
Leider ist das bloß ein Spiel. Es wartet irgendwo im weiten Internet – wahrscheinlich vergeblich – auf Mitspieler: www.stern.de/CHE4/CHE4?module=IndivAssistent&esb=31&step=2. Außerdem: Wer interessiert sich bereits vor dem Studienbeginn für Publikationen, Zitate und Drittmittel – wo doch sonst Kriterien locken wie „Kontakt Studierende Lehrende“, „Betreuung“, „Bibliothek“, „Lehrangebot“ und „Fachstudienberatung“. Gibt man diese Merkmale ins „Persönliche Ranking“ auf den Hochschulseiten der Zeitschrift „Stern“ ein, ändert sich das Bild schlagartig: Vorn liegt nun die Uni Bamberg, die RUB fällt von Platz 1 auf 22 zurück. Aus der Traum.
Ein schwacher Trost bleibt: Die Kriterien, die uns auf Platz 1 bringen, sind gemessene Fakten, während die für Platz 22 verantwortlichen Merkmale Einschätzungen sind. Sie bilden im eigentlichen, vom Stern publizierten Ranking das Merkmal „Gesamturteil Studierende“.
In ihrem neuesten Hochschul-Ranking bieten Stern und Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) einen Überblick der deutschen Hochschullandschaft. Sie veröffentlichen in der aktuellen Ausgabe von „Campus & Karriere“ Testergebnisse für 26 Fächer. Wie üblich, wurden für jedes Fach fünf zum Teil wechselnde Kriterien (Fakten oder Einschätzungen) entwickelt. Das „Gesamturteil der Studierenden“ und die gemessene „Studiendauer“ sind immer dabei, hinzu kommen verschiedene zählbare Indikatoren für Forschungsleistung (Drittmittel, Promotionen, Publikationen etc.) oder Einschätzungen wie Professorentipp, Labor- oder Bibliotheksausstattung.
Anhand der Fakten und Einschätzungen wird eingeordnet: Gehört z. B. die „Studiendauer“ der Bochumer Chemie zur Spitzengruppe (grüner Punkt), zur Mittelgruppe (gelb), zur Schlussgruppe (rot) oder wurde sie wegen zu geringer Zahlen nicht gerankt (blau)? Genau das war der Fall, sie wurde nicht gerankt. Mit maximal 10,2 Semestern hätte sie sich einen grünen Punkt verdient. Die Dortmunder Nachbarn erhielten mit 11,9 Semestern die gelbe Karte, Duisburg/Essen sah mit 12,5 Semestern Rot.
Da die RUB die meisten der 26 analysierten Fächer anbietet, taucht sie häufig auf. Stets weit oben, weil die Hochschulen bei jedem Fach alphabetisch aufgeführt sind. Erfolgte die Auflistung anhand der Fakten und Urteile, würde die RUB meist im Mittelfeld unter „ferner liefen“ auftauchen. Man sieht fast nur gelb, nur hier und da blau, rot oder grün. Ganz arg erwischt hat es die RUB bei der erstmals gerankten Medizin: dreimal rot (Studierendenurteil, Betreuung, Forschungsgeld), einmal gelb (Professorentipp) und einmal blau – ausgerechnet über die Zahl der Patientenbetten pro Student lag keine Angabe vor, hier hätte die RUB gewiss Pluspunkte gesammelt.
Natürlich kann man auch diesem Ranking Schwächen nachweisen. Vor allem handelt es sich um eine Mogelpackung, da unter den 26 Fächern nur acht sind, für die Daten von 2003 vorliegen (die für Psychologie sind zwei, für die Ingenieurwissenschaften drei Jahre alt). Dennoch basiert das Ranking auf Fakten sowie auf den Einschätzungen von 130.000 Studierenden und 16.000 Professor/innen (nach Angaben des Stern). Was sie in Bochum sehen ist leider nur: Mittelmaß.
Detaillierte Ergebnisse: www.stern.de/CHE4/CHE4

Kommentar: Geduld
Jetzt ist es also wieder in der Welt: Unsere Studierenden und die deutsche Professorenschaft schätzen die meisten Fächer an der RUB als mittelmäßig ein. Gemeint sind, wenn man sich intensiver mit dem Ranking von Stern und CHE beschäftigt, in erster Linie die Studienbedingungen. Dazu gehören neben der Ausstattung (Bücher, Labore, PCs etc.) vor allem Betreuung, Beratung und das Lehrangebot.
Die Beurteilungen entstanden je nach Fach zwischen 1997 und 2003. Man kann hoffen, dass sich demnächst die Werte der RUB verbessern: wenn in den Natur- und Geisteswissenschaften die Vorteile der gestuften Studiengänge durchschlagen, wenn bei den Ingenieuren neue Studiengänge wie Umwelttechnik & Ressourcenmanagement oder IT-Sicherheit berücksichtigt werden oder wenn die Reformen im Medizinstudium greifen. Haben wir also Geduld und warten das Ranking des Jahres 2006 ab.
Bis dahin mögen uns einige Tatsachen trösten: unsere hochkarätigen Sonderforschungsbereiche, unsere interdisziplinären Graduiertenkollegs, unsere Vorreiterrolle bei den gestuften Studiengängen, unsere stetig wachsende Beratung und Betreuung. All das lockt nicht nur viele Humboldt-Stipendiaten aus aller Welt nach Bochum (s. u.), sondern auch wieder eine größere Zahl von Studierenden: Über 5.200 Studierende hatten sich zum WS 02/03 an der RUB immatrikuliert, 300 mehr als im WS 01/02.

Humboldt-Stipendiaten
Zum Glück sind nicht alle Hochschul-Ranglisten so unerfreulich: Im aktuellen Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung belegt die RUB Platz 15 unter 280 deutschen Hochschulen. Kriterium ist die Attraktivität einer Hochschule für ausländische Spitzenwissenschaftler, konkret die Verteilung der Humboldt-Forschungsstipendiaten auf deutsche Hochschulen 1998 bis 2002. 87 waren für einen längerfristigen Forschungsaufenthalt (bis zu 15 Monate) in Bochum zu Gast. Nach absoluten Zahlen ist die Uni München Spitzenreiter mit 181 Gastwissenschaftlern. Gewichtet nach Anzahl der Professuren (Gastwissenschaftler pro 100 Professuren) führt die Uni Konstanz, die RUB belegt Rang 20.
Infos: www.humboldt-foundation.de


ad
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 28.05.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik