Leute an der
RUB
Schüler-Uni
Bochum
Neu ernannt
Seit Dezember 2002 hat Dr. med. Stefan A. Esenwein
eine Juniorprofessur für stimulative Osteogenese
an der Uniklinik Bergmannsheil inne. Auf klinischem und
experimentellem Gebiet beschäftigt er sich mit Fragen
zur Knochenneubildung und deren Beschleunigung durch exogene
und endogene Mechanismen. Esenwein studierte ab 1988 Medizin
in Tübingen, wo er 1995 promoviert wurde. 1997 kam
er ans Bergmannsheil (Chirurgische Klinik und Poliklinik).
Dort ist er seit August 1997 als Assistenzarzt tätig;
im Mai 2002 wurde ihm die Anerkennung als Facharzt für
Chirurgie erteilt.
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Prof. Diethelm Tschöpe wurde im März
Nachfolger von Prof. Rüdiger Petzoldt als Direktor
des Diabeteszentrums im Herz- und Diabeteszentrum NRW
in Bad Oeynhausen (Uniklinik der RUB). Seine Schwerpunkte
sind die Diagnostik und Therapie von Stoffwechselerkrankungen
sowie die Ernährungstherapie und die Prävention
schwerwiegender Gefäßerkrankungen. Tschöpe
absolvierte Studium und medizinische Ausbildung in München
und Düsseldorf. Als Oberarzt im Deutschen Diabetes
Forschungsinstitut der Uni Düsseldorf habilitierte
er sich 1992 im Fach Innere Medizin.
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Seit April leitet Prof. Wolfgang Michael Willems
die neue Arbeitsgruppe Baukonstruktion und Bauphysik
(Fakultät für Bauingenieurwesen). Willems schloss
1988 sein Studium des Bauingenieurwesens in Essen ab und
kam danach an die RUB. Hier wurde er 1993 promoviert.
Anschließend habilitierte er sich mit der Arbeit
Zum zeitabhängigen Diffusionsverhalten mehrschichtiger
Putzsysteme. Parallel arbeitete er an einem Projekt
der (damaligen) Veba Immobilien AG zu Modernisierung und
Instandhaltung (1998-2000). Nach Erhalt der Lehrbefugnis
im November 1999 war er Privatdozent an der RUB und Leiter
des Bereichs Technische Entwicklung/Qualitätsmanagement
bei der Thyssen Krupp Stahl Bauelemente GmbH.
Foto: privat
Ehre
Prof. Karl Esser (Biologie) wurde zum Mitglied
der American Academy of Microbiology berufen. Der Akademie
gehören neben Amerikanern auch einige Wissenschaftler
aus anderen Ländern an.
Nachrufe
Die Ruhr-Universität trauert um Prof. em. Dr.
Hans Joachim Schrimpf. Am 14. April verstarb er
in seiner Wahlheimat New York. Der Neugermanist zählte
zu den Gründungsprofessoren der RUB. Er war zudem
Dekan (1969/70) und Prodekan (1970/71) der Fakultät
für Philologie, Senatsbeauftragter für Internationale
Hochschulfragen sowie Begründer und langjähriger
Geschäftsführender Direktor des Akademischen
Auslandsamtes. Hans Joachim Schrimpf (1927 in Mülheim/Ruhr
geboren) studierte zwischen 1946 und 1951 Deutsch und
Englisch in Münster, Bonn, Köln und Sheffield.
In Münster wurde er 1952 promoviert und arbeitete
dort und in Bonn bis 1962 als Wissenschaftlicher Assistent
beim Germanisten Benno von Wiese. Im Dezember 1962 wurde
Schrimpf außerordentlicher Professor an der Universität
Münster, im Januar 1964 wurde er an die RUB berufen,
wo er abgesehen von einer Gastprofessor an der
University of Minnesota in Minneapolis (1964/65) bis
zu seiner vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand aus
gesundheitlichen Gründen im Oktober 1986 blieb.
Schrimpfs Augenmerk in Forschung und Lehre lag u. a.
auf den deutschen Dichtern Goethe, Moritz und Hauptmann.
Die Ruhr-Universität, insbesondere die Fakultät
für Philologie und das Germanistische Institut,
werden Hans Joachim Schrimpf ein ehrendes Andenken bewahren.
Am 6. März 2003 verstarb Prof. em. Dr. rer.
nat. Eckart Kneller. Eckart Kneller wurde am 1.
Januar 1928 geboren und wuchs in Stuttgart auf, wo er
1951 sein Studium der Physik und Mathematik an der Technischen
Hochschule abschloss und 1953 bei Prof. Werner Köster
promovierte. 1960 habilitierte er sich an der TH Stuttgart,
die ihm die Venia Legendi verlieh und ihn später
zum Apl. Professor für Metallphysik ernannte. 1953-67
war Eckart Kneller am MPI für Metallforschung in
Stuttgart tätig. 1960-1962 wirkte er als Berater
im IBM Research Center, New York. 1966 nahm Prof. Kneller
den Ruf auf den Lehrstuhl für Werkstoffe der Elektrotechnik
an der RUB an und baute hier das gleichnamige Institut
auf, wo er bis 1993 wirkte. Herr Kneller hat die Fakultät
für Elektrotechnik als einer ihrer vier Gründungsprofessoren
maßgebend geprägt. Ihm ist es zu verdanken,
dass das Studium der Elektrotechnik in Bochum grundlagenorientiert
und breitgefächert angelegt wurde. Generationen
von Studierenden wurden von Prof. Kneller auf seine
gewinnende Art in die Materialwissenschaft eingeführt.
Zweimal, 1968/69 und 1987, war er Dekan. In dieser Funktion
initiierte er im ersten Semester des Lehrbetriebs die
Gründung der Fachschaft Elektrotechnik. Schwerpunkte
der wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Kneller waren
Magnetismus, magnetische Materialien, Metallphysik und
Metallkunde. Er ist Autor von zahlreichen Veröffentlichungen,
Beiträgen zu Handbüchern und Nachschlagewerken,
dem zweibändigen Werk Magnetism and Metallurgy
und dem Klassiker Ferromagnetismus.
Die Ruhr-Universität, die Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik und nicht zuletzt
seine ehemaligen Mitarbeiter und Wegbegleiter haben
einen hochgeschätzten Kollegen, begeisternden Lehrer
und hilfsbereiten Freund verloren.
ad,
Prof. Dr. Michael Sostarich
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