|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
|
|
Abwarten
Editorial
Der ehrliche und damit
zugleich selbstkritische Blick zurück zeigt uns, dass
selbst wir als RUBENSRedaktion keine eindeutige Meinung
zum Campus-Sommer-Uni-Fest hatten. Das beste Beispiel
stammt aus dem Jahre 2001: So versprachen wir vollmundig
in der Juniausgabe fürs bevorstehende Campusfest: „Noch
mehr geht wohl nicht: Ein Spektrum von Klassik bis Rock,
Comedy und Kleinkunst, Tanz und Spiel, Kulinarischem und
Bestaunenswertem, Party bis zum Abwinken“. Doch in der
Juliausgabe meinten wir – rückblickend auf eben dieses
Fest – erkennen zu können, dass „das gesamte Fest mit
der RUB nur noch sehr wenig zu tun hat und als buntes
Kommerzfest eigentlich überall auf der Welt stattfinden
kann. Möglicherweise muss also neu über das Campusfest
nachgedacht werden“. Weiter ging der Artikel mit „gigantischen
Müllbergen und Scherbenseen“.
Wenig Gutes also. Die Nachlese fürs 2002-er Fest schwankte
zwischen zarten Mahnungen („noch mehr Bierstände“) und
trockenen Resümees: „Wie gehabt, beginnt es bunt und geht
laut zu Ende.“ Im Februar diesen Jahres schließlich verkündete
RUBENS off- und online das vom Rektorat beschlossene Ende
des Campusfestes. Diese kurze Meldung schlug ziemlich
ein. Proteste gab es vor allem von den potenziellen Gästen
aus der Stadt und vom bisherigen Mitveranstalter, der
sich mit Hilfe der Bochumer Medien bitterlich übers jähe
Ende beklagte.
Zurecht führen die Kritiker des Endes an, dass das Campusfest
mit seinen zahlreichen internationalen Künstlern eine
überregionale kulturelle Bedeutung besaß; auch der Freizeit-
und der Wirtschaftsfaktor lassen sich nicht von der Hand
weisen. Doch ebenfalls zurecht erklären die Befürworter
der Neukonzeption, dass das Fest von Jahr zu Jahr weniger
mit der Uni zu tun hatte, dass die Ruhr-Universität als
bloße Kulisse für ein Volksfest diente, dass es ständig
mehr Müll und mehr Gewalt gab. Diesen Argumenten Für und
Wider mag RUBENS keine weiteren hinzufügen. Wir möchten
lieber abwarten und sehen, was uns der Kulturtag zum 25.
Geburtstag des Audimax bringt. Da wir zuletzt regelmäßig
den Sitzungen der Planerinnen und Planer des Kulturtages
beiwohnten, können wir schon jetzt versprechen, dass hinter
dem Fest jede Menge Know-how, Kreativität und Begeisterung
steckt. All das wird fast ausschließlich (und natürlich
zusätzlich zur eigentlichen Arbeit) von Mitgliedern der
RUB eingebracht. Lediglich die Gastronomie und die für
die Forumsbühne vorgesehenen Musikgruppen kommen von auswärts
(s. Seite 5).
Hoffen wir also, dass die vielen kleinen Rädchen ineinander
greifen, dass uns die Sonne lacht und dass viele Gäste
aus der RUB sowie aus Bochum und Umgebung zum Kulturtag
kommen. ad
|
|
|
|
|
| |
|
|