Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 79
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 79 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 79 1. Mai 2003

Mehr Zulauf als gewöhnlich

KoBra gegen Jobmisere


"Im Moment haben selbst Topleute Probleme. Leute, die wirklich gut sind, finden nicht mehr auf Anhieb einen Job."
Dass die Situation auf dem Stellenmarkt nicht gerade rosig aussieht, ist keine Neuigkeit mehr. Dr. Britta Freis von KoBra kennt die Herausforderungen, vor denen heute Akademiker bei der Suche nach einem Arbeitsplatz stehen.
KoBra steht für Koordinierungs- und Beratungsstelle für den Berufseinstieg und will eine Brücke zwischen Uni und Arbeitsmarkt schlagen. "Zurzeit gibt es unheimlich viele Anfragen. Klar ist KoBra jetzt auch bekannter als vor zwei Jahren, aber dieses Semester ist der Zuwachs besonders groß." Die Studierenden kommen nun auch aus Fakultäten, die früher keine Probleme hatte. "Als die Konjunktur noch gut lief, haben uns Ingenieure gefragt, welche Stelle sie nehmen sollten, weil sie sich unter den Angeboten nicht entscheiden konnten", so Freis. Heute ist häufig eher das Gegenteil der Fall. "Man kann aber über kein Fach Globalurteile abgeben. Es kommt sehr auf das jeweilige Fachgebiet, die Spezialisierung an. Noch wichtiger sind die Persönlichkeit und die eigenen Fähigkeiten geworden."
Häufig Pech haben momentan Studenten, die nicht direkt im Bereich ihres Studienfaches arbeiten wollen. "Früher kamen viele Geisteswissenschaftler zu uns, die einen Quereinstieg in die Wirtschaft wollten. Das hat auch oft geklappt. Zurzeit haben Quereinsteiger eher schlechte Chancen. Die Unternehmen besinnen sich mehr auf traditionell Ausgebildete."
Verändert hat sich zudem, dass die Studenten inzwischen eher zu KoBra gehen. Nicht erst mit dem Diplom in der Hand. Gerade jetzt ist es wichtig, schon während des Studiums bei Praktika Kontakte zu knüpfen und weiter zu pflegen. "Die Diplomarbeit sollte praxisorientiert aufgebaut werden. Selbst wenn die Arbeit nicht direkt in einer Firma geschrieben werden kann, können die Studenten nach möglichen Themen fragen. Sie sollten sich mit der Lösung aktueller Probleme beschäftigen. Keine weitere Analyse des Münzsystems im Mittelalter."
Doch nicht nur die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch die innerhalb der Uni verunsichern. "Noch größer ist die Panik vor den Studienkonten und Gebühren. Viele Langzeitstudenten fragen uns, wie sie den Weg in die Wirtschaft finden können. Einige schaffen ihren Abschluss noch vor der Einführung der Studienkonten, andere gehen aber auch ohne. Die haben natürlich schlechte Aussichten."
Die Hauptbetätigung der KoBra-Mitarbeiter ist das Checken von Bewerbungsmappen und das Training von Vorstellungsgesprächen. "Die Leute haben häufig kein gutes Händchen dafür, sich selbst zu präsentieren, Marketing in eigener Sache zu betreiben. Sie schreiben zwar genau auf, von wann bis wann sie wo die Grundschule besucht haben, vergessen aber zu sagen, was sie im Praktikum gemacht haben", sagt Freis. Sie und ihre Kollegen versuchen dann, aus den Ratsuchenden herauszukitzeln, was sie können und was sie eigentlich im Berufsleben wollen. "Wenn es bisher gar nicht geklappt hat, schauen wir, ob sich der Student zu eng orientiert hat, ob es andere Bereiche, Branchen gibt, die in Frage kommen."
Was ist aber, wenn die Absolventen trotz aller Anstrengungen keinen Job finden? "Es ist schwer, allgemeine Tipps zu geben. Man sollte aber nicht irgend eine Weiterbildung anfangen oder sich in einer Dissertation vergraben, wenn man hinterher nicht wissenschaftlich arbeiten will. Lieber ein weiteres Praktikum oder ins Ausland gehen. Von den Unternehmen wird es auch heute nicht mehr als problematisch angesehen, wenn Absolventen sechs oder gar neun Monate nach einer Stelle suchen. Früher ist man von drei ausgegangen. Und letztlich schützt ein Studium immer noch mehr vor der Arbeitslosigkeit als eine andere Ausbildung."
Während der Vorlesungszeit können Studenten wieder mit ihren Fragen und Bewerbungsmappen zum KoBra-Info-Stand im Mensa-Foyer kommen.
KoBra im Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/careerservice/

Jessica Piper
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 30.04.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik