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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Prof. Ferdinand
Seibt
Nachruf
Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Prof. em. Dr. Ferdinand
Seibt am 7. April verstorben. Mit ihm verliert deutsche
Geschichtswissenschaft einen der herausragendsten Vertreter
für die "Geschichte des späteren Mittelalters"
- so die Bezeichnung seines Lehrstuhls, den er von 1969
bis 1992 in der Fakultät für Geschichtswissenschaft
der RUB inne hatte. Die RUB trauert um einen herausragenden
Forscher, begeisternden Lehrer und warmherzigen Freund.
Sie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Prof.
Seibt (Jahrgang 1927) war ein begnadeter Lehrer, der Geschichte
im wahrsten Sinne des Wortes lebendig "erzählen"
konnte. Davon zeugen auch seine zahlreichen Bücher
über die Geschichte des Mittelalters, der europäischen
Revolutionen, und schließlich, biographisch bedingt,
sein Einsatz um die Versöhnung von Deutschen und
Tschechen. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen
die Standardwerke "Handbuchs der Europäischen
Geschichte" und "Glanz und Elend des Mittelalters".
Seine Kaiserbiographien über Karl IV. und Karl V.
wurden zu Bestsellern. Sein letztes Werk "Die Begründung
Europas. Ein Zwischenbericht über die letzten tausend
Jahre" hat 2002 eine Flut von begeisterten Rezensionen
und Diskussionen hervorgerufen. Auch den Menschen im Ruhrgebiet
hat er das Mittelalter nahegebracht, so durch die von
ihm mitkonzipierten Ausstellungen "Mittelalter im
Ruhrgebiet" und "TRANSIT Brügge - Nowgorod.
Eine Straße durch die europäische Geschichte"
im Ruhrlandmuseum Essen (1992 und 1997).
jk
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