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RUBENS 79 1. Mai 2003

Prof. Ferdinand Seibt

Nachruf


Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Prof. em. Dr. Ferdinand Seibt am 7. April verstorben. Mit ihm verliert deutsche Geschichtswissenschaft einen der herausragendsten Vertreter für die "Geschichte des späteren Mittelalters" - so die Bezeichnung seines Lehrstuhls, den er von 1969 bis 1992 in der Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB inne hatte. Die RUB trauert um einen herausragenden Forscher, begeisternden Lehrer und warmherzigen Freund. Sie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Prof. Seibt (Jahrgang 1927) war ein begnadeter Lehrer, der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes lebendig "erzählen" konnte. Davon zeugen auch seine zahlreichen Bücher über die Geschichte des Mittelalters, der europäischen Revolutionen, und schließlich, biographisch bedingt, sein Einsatz um die Versöhnung von Deutschen und Tschechen. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen die Standardwerke "Handbuchs der Europäischen Geschichte" und "Glanz und Elend des Mittelalters". Seine Kaiserbiographien über Karl IV. und Karl V. wurden zu Bestsellern. Sein letztes Werk "Die Begründung Europas. Ein Zwischenbericht über die letzten tausend Jahre" hat 2002 eine Flut von begeisterten Rezensionen und Diskussionen hervorgerufen. Auch den Menschen im Ruhrgebiet hat er das Mittelalter nahegebracht, so durch die von ihm mitkonzipierten Ausstellungen "Mittelalter im Ruhrgebiet" und "TRANSIT Brügge - Nowgorod. Eine Straße durch die europäische Geschichte" im Ruhrlandmuseum Essen (1992 und 1997).

jk
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Letzte Änderung: 30.04.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik