Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 78
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 78 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 78 1. April 2003

Mentoring-Programm THEKLA zieht Zwischenbilanz

ALT HILFT JUNG


Vor rund einem halben Jahr haben wir in RUBENS ausführlich über THEKLA berichtet, das gemeinsam von der RUB, der TFH Georg Agricola und der FH Bochum getragene Mentoring-Programm für Frauen an den Bochumer Hochschulen. Zur Erinnerung: Beim Mentoring stellt ein Unternehmen eine berufserfahrene/n Mentorin oder einen Mentor. Sie oder er betreut ein Jahr lang eine Bochumer Studentin (Mentee), die sich in einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Fach im Hauptstudium befindet.

Die partnerschaftliche Betreuung beinhaltet theoretisch das Vermitteln von Jobs, Praktika oder Diplomarbeiten, das gemeinsame Durchforsten von Stellenanzeigen, das Verfassen von Bewerbungsschreiben oder den gemeinsamen Besuch von Konferenzen und Tagungen. Das Projekt soll Studentinnen praxisnah auf Anforderungen im Berufsleben vorbereiten; sie beim Planen der beruflichen Karriere unterstützen und ihre Kompetenzen für Unternehmen sichtbar machen.
Das Programm startete im September 2002 mit zehn Mentor-Mentee-Gespannen, hinzu kamen im Januar 2003 elf weitere Gespanne. Unter anderem kooperieren momentan eine Ingenieurstudentin und eine Stadtplanerin, eine Biologiestudentin und eine Produktmanagerin oder eine Ingenieurstudentin und eine Bauleiterin. Zu den Gespannen der ersten Phase zählt auch das Team Barbara Lingscheidt und Monika Bischof. Barbara Lingscheidt arbeitete zuletzt als stellvertretende Chef-Geophysikerin, Monika Bischof studiert Geophysik an der RUB. Zusammen mit der Koordinatorin von Thekla, Helga Rudack, analysierten sie das erste halbe Jahr von THEKLA.

Harmonisches Konflikttraining

"Ich hatte in der Zeitung von dem Projekt erfahren und mich spontan entschlossen mitzumachen", erklärt Barbara Lingscheidt, die selbst an der RUB Geophysik studierte und ganz genau weiß, dass diese Fachrichtung Dritten meist unbekannt ist. Monika Bischof kann das nur bestätigen. Schließlich ist sie eine von nur drei verbliebenen Studierenden im auslaufenden Diplomstudiengang; Geophysik wird seit zwei Jahren zusammen mit Geologie und Mineralogie als Bachelorstudium angeboten.
Wenn man mit Monika Bischof und Barbara Lingscheidt spricht, spürt man schnell, dass sich hier zwei gesucht und gefunden haben. Es ist kein Wunder, dass die Studentin explizit das Persönliche und wenig Formelle am Mentoring hervorhebt; weiterhin lobt sie aus dem Bereich der weichen Faktoren den zwanglosen Austausch mit den anderen Mentees und den individuellen Zuschnitt der Betreuung. THEKLA hat ihr aber auch Handfestes gebracht. So nahm und nimmt sie an allen Seminaren teil und feilt dort an ihren berufsqualifizierenden Schlüsselkompetenzen wie Projektmanagement, Bewerbungstraining, Rhetorik oder Moderation und Präsentation. "Diese Dinge lernen wir im Studium so nicht", erklärt die angehende Geophysikerin.
Für die Koordinatorin von THEKLA, Helga Rudack, bilden die Seminare eine von drei Säulen des Programms. Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung gab es Ende Februar auch ein Seminar für die 16 Mentorinnen und fünf Mentoren. Das Thema hieß zwar "Konflikttraining", das Seminar selbst verlief allerdings äußerst harmonisch, wie Helga Rudack betont. Die zweite Säule sind die regelmäßigen Netzwerktreffen, die genau wie die Seminare in der OASE stattfinden. Hier treffen jeweils alle Mentoring-Gespanne zusammen. Deren Zahl soll im Laufe der Zeit ständig wachsen, da später auch ehemalige Mentees und Mentoren eingeladen werden, so dass sich in der Tat ein Netzwerk bildet. Säule Nummer drei sind selbstverständlich die Mentoring-Gespanne selbst. Ihr Prinzip bringt Barbara Lingscheidt per Slogan auf den Punkt: "Alt hilft Jung". Wobei "Alt" sehr relativ ist, denn die jüngste Mentorin ist gerade mal 26 Jahre alt.

Tricks und Kniffe

Wo konkret geholfen werden soll, entscheiden jeweils Mentee und Mentor/in. So legten auch Barbara Lingscheidt und Monika Bischof beim ersten Treffen den Fahrplan fest, wobei die Vorschläge naturgemäß von der Studentin kamen. Vor allem ging es ihr um "Tricks und Kniffe fürs Berufsleben, die man an der Uni so nicht lernt". Barbara Lingscheidt bestätigt: "Gerade auf den höheren Hierarchieebenen in technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen sind Frauen weiterhin selten. Da sind Tipps sehr hilfreich. Ich zum Beispiel war am ersten Arbeitstag ziemlich nervös und hatte Bedenken, das im Studium Erlernte schon wieder vergessen zu haben - dabei brauchte ich bei der Arbeit nur höchstens zehn Prozent davon. Noch wichtiger als diese Sachebene ist allerdings die Beziehungsebene, also der persönliche Umgang im Beruf." Darüber hinaus besuchen Barbara Lingscheidt und Monika Bischof zusammen Fachmessen und planen eine Vorlesungsreihe, in der die Geophysik einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden soll.
Sehr wahrscheinlich bleiben die beiden auch nach Ende des Mentoring-Programms in Kontakt. Helga Rudack hofft, dass sich auch die andere Gespanne nach dem vorgesehen Jahr der Betreuung nicht aus den Augen verlieren werden. Schließlich ist das die beste Voraussetzung für die Bildung eines Netzwerks.

Info: Für die dritte Phase von Thekla im Juni sind noch Plätze frei. Kontakt für interessierte Studentinnen: Thekla, Helga Rudack, NA 6/58, Tel. 0234/32-23726

ad
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 01.04.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik