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RUBENS 76 2. Januar 2003

Lücke schließen zwischen Grundlagen und Biotechnologie

Europäisches Graduiertenkolleg startet


Eines der ersten Europäischen DFG-Graduiertenkollegs startete Ende 2002 an der RUB: Gemeinsam mit ihren Kollegen von der Rijksuniversiteit Groningen erforschen die RUB-Biologen um Prof. Matthias Rögner nun "Regulatory Circuits in Cellular Systems: Fundamentals an Biotechnological Applications". Ziel des Graduiertenkollegs - eines von nur drei europäischen in NRW - ist es, die Lücke zwischen dem Verständnis grundlegender biologischer Prinzipien und ihrer Anwendung in biotechnologischen Prozessen zu schließen. Förderer ist neben der DFG auch die Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO).
Im Rahmen des Kollegs wollen deutsche und niederländische Forscher grundlegende zelluläre Regulationsmechnismen biotechnologisch relevanter Organismen erforschen und auf ihre biotechnologische Anwendbarkeit prüfen. Forschungsfelder sind z.B. die Produktion von Antibiotika durch Pilze, die Verbesserung der Produktivität und Stresstoleranz bei Pflanzen, die Biowasserstofferzeugung durch Cyanobakterien und Grünalgen als zukünftiger alternativer Energieträger. "Wir wollen mit dem Kolleg die Grenzen zwischen ‚grüner', ‚roter' und mikrobieller Forschung aufheben: Die jungen Forscher sollen lernen, dass eine fundierte Ausbildung in den ‚Schlüsseltechnologien' sie dazu befähigt, auf verschiedensten Gebieten zu arbeiten - unabhängig davon ob im industriellen oder akademischen Bereich", so Prof. Rögner.

Mindestens sechs Monate im Ausland

Für das Graduiertenkolleg haben sechs Bochumer und 13 Groninger Arbeitsgruppen ein gemeinsames Programm erarbeitet. Jeder Doktorand wird während seines dreijährigen Forschungsprojekts mindestens sechs Monate an der jeweiligen ausländischen Hochschule verbringen. Zum Programm gehören viele Kurse, die neben allgemeinen Kenntnissen wie "Publizieren in Englisch" oder "Projektmanagement" verschiedene biotechnologische Forschungsmethoden vermitteln. Darüber hinaus werden sich alle beteiligten Forscher mindestens zweimal jährlich treffen, um Ergebnisse auszutauschen und internationale Symposien abzuhalten.
Die Absolventen profitieren vor allem von der Internationalisierung der Ausbildung: Sie müssen sich viel früher auf internationaler Ebene bewähren als bisher und Englisch als zweite Muttersprache trainieren. Zugleich steigt das Niveau der Ausbildung durch den Vergleich an die internationale Spitze. Zusammen mit frühen und intensiven Kontakten zur Industrie über Workshops, Exkursionen und Symposien verbessert das die Berufsaussichten der Absolventen sowohl in der Industrie als auch in der angewandten und Grundlagenforschung an Universitäten.
Infos im Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/egc-biotech


md
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Letzte Änderung: 02.01.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik