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RUBENS 76 2. Januar 2003

1000 Jahre Europa

Prof. Seibts neuestes Werk

Vor einem halben Jahr feierte Prof. em. Dr. Ferdinand Seibt (Geschichte des späteren Mittelalters) seinen 75. Geburtstag. Jetzt liegt seine neueste Publikation vor. In dem Buch „Die Begründung Europas“ liefert Seibt einen spannenden „Zwischenbericht über die letzten tausend Jahre“. Spannend ist der Bericht nicht zuletzt deshalb, da er sich nur am Rande mit Kaisern, Königen und Kriegen beschäftigt. Auch werden keine Jahreszahlen heruntergebetet. Stattdessen nähert Seibt sich Europa über Raum und Zeit. Beide Faktoren bilden für ihn den Orientierungsrahmen, der europäische Gemeinsamkeiten erklärt. An der Zeit richten wir unser Dasein aus und den Raum teilen wir miteinander: Straßen verbinden die Lebensräume, Häuser bergen Menschen im Süden wie im Norden Europas. Weitere Gemeinsamkeiten macht Seibt u. a. an Kleidern, Werkzeugen, Waffen oder am Geld aus.
Anschauliche Betrachtungen dazu nehmen die erste Hälfte des Buches ein. Erst danach widmet Seibt sich klassischen hiostorischen Themen. Er beschreibt die alten europäischen Reiche, hinterfragt Herrschaftsstrukturen, das Erbrecht, den Adel oder die Königswahl. Beispielhaft beschäftigt er sich mit der Hanse oder mit den Juden. Ein weiteres Kapitel beleuchtet die Kirche, fragt nach Gott, Teufel, Volksglauben und berichtet über Päpste. Der abschließende Teil des Werkes gehört – so Seibt – „dem anderen Europa“. Genau wie Weltverbesserer, Maler und Poeten vom Mittelalter bis heute, sucht der Autor hier europäische Utopien oder, wie er selbst sagt, „eine Wahrheit in Bildern und Wünschen“.
Der Historiker Ferdinand Seibt hat von 1969 bis 1992 an der RUB gelehrt und geforscht. Sein Fachgebiet, die Mediävistik, verstand er als Gesellschaftsgeschichte der mittelalterlichen Jahrhunderte. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen die Standardwerke „Handbuch der Europäischen Geschichte“ und „Glanz und Elend des Mittelalters“. Seine Kaiserbiographien über Karl IV. und Karl V. wurden zu Bestsellern.
Außerdem erschienen ist jetzt die Festschrift zum 75. Geburtstag vom Ferdinand Seibt. Sie setzt sich in zahlreichen Aufsätzen mit dem Verhältnis von Deutschen und Tschechen auseinander.

Ferdinand Seibt: „Die Begründung Europas. Ein Zwischenbericht über die letzten tausend Jahre“, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2002, 416 S., 24,90 Euro.

Ferdinand Seibt: „Deutsche, Tschechen und Sudetendeutsche. Festschrift zum 75. Geburtstag“, R. Oldenbourg Verlag, München 2002, 614 S., 49,80 Euro


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Letzte Änderung: 02.01.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik