Alles, was weg
muss
Abfallentsorgung
und Umweltschutz an der RUB
Wohin bloß mit dem Müll - dies ist die Gretchenfrage,
die Martin Berndroth seit Anfang 2002 als Leiter des neu
gegründeten Sachgebiets "Abfallentsorgung, Wertstoffrecycling,
Umweltschutz" (Dezernat 5, Technischer Hochschulbetrieb;
Kaufmännisches Gebäudemanagement) der RUB beantwortet.
Ob Tonerkartuschen (s. Kasten), alte Klausuren oder Laborchemikalien,
er und seine beiden Mitarbeiter Kurt Frauendienst und
Fredi Knischewski stehen dafür gerade, dass jährlich
über 1.300 Tonnen RUB-Müll "entsorgt"
werden, fein säuberlich getrennt und nach Gefahrengruppen
klassifiziert.
Der diplomierte Entsorgungsingenieur Martin Berndroth
hat nach seinem Studium an der FH Gelsenkirchen zwei Jahre
lang in einem kleinen Ingenieurbüro für Umweltmanagement
gearbeitet und Industrie- und Gewerbebetriebe zur aktuellen
Umweltgesetzgebung beraten. Auch an der RUB bewältigt
er zusammen mit seinem Team wichtige Beratungs- und Koordinierungsaufgaben.
So bearbeitet er u.a. behördliche Genehmigungen und
setzt die umweltrechtlichen Rahmenvorschriften und ihre
Neuerungen um, wie bei der Abfallentsorgung oder beim
Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Außerdem
arbeitet er an einem Abfallwirtschaftskonzept für
die RUB.
Die drei Abfall-Fachleute werden vor Ort vielfach durch
die Hausmeister unterstützt. Auch bei den einzelnen
Fakultäten und Instituten sind sie auf eine gute
Zusammenarbeit angewiesen. Beispielsweise erhalten sie
durch Sammelaktionen aus den Labors "praktisch alles,
was weg muss. Einzig für radioaktive Stoffe sind
wir nicht zuständig", ergänzt Chemielaborant
Frauendienst.
Doch Müll ist längst nicht gleich Müll.
Zum Teil müssen alte Büroeinrichtungen entsorgt
werden. Dann bestellen Berndroth und Kollegen als zentrale
Stelle Container. Farb- und Lackreste, Lösemittel,
Säuren oder Filtermaterialien wiederum müssen
jeweils anders entsorgt werden als infektiöse Abfälle.
So sammeln Frauendienst und Knischewski Sonderabfälle
in drei Lagern im Gebäude IBN. Gemäß dem
Europäischen Abfallverzeichnis eingestuft, in blauen
oder weißen gefahrgutzugelassenen Kanistern bzw.
Tonnen akkurat sortiert und mit verschiedenen Gefahrenaufklebern
versehen, warten die Sonderabfälle darauf, von "Entsorgungsfachfirmen"
abgeholt zu werden.
Zum größten Teil kann der gewerbliche RUB-Müll
über verschiedene Entsorgungsfachbetriebe verwertet
werden. Der Sondermüll wird über eine chemisch-physikalische
Behandlungsanlage im Siegerland entsorgt, wo er - je nach
Zusammensetzung - stofflich oder energetisch verwertet
oder beseitigt wird. Am besten jedoch wäre es, darin
sind sie sich einig, wenn möglichst wenig Abfall
entstände - eben Abfallvermeidung, wo es möglich
ist. Ein weiter Weg für Berndroth und seine beiden
Mitarbeiter. Noch stehen sie am Anfang. Und solange haben
sie die Frage "Wohin mit dem Müll?" noch
häufig zu beantworten.
Tintenpatronen und Tonerkartuschen
Die meisten modernen Patronen und Kartuschen werden
heutzutage wieder befüllt und mehrfach benutzt.
Altere verbrauchte Patronen und Kartuschen können
in den "Müllsammelräumen" der Gebäudereihen
bzw. über die Hausmeisterdienste und in den neuen
Sammelbehältern auf der 1. Etage vor dem "Kopierraum"
UV/161a entsorgt werden. Mitarbeiter können sie
auch selbst an einer zentralen Stelle sammeln. Sofern
in ihrem Bereich viele Patronen und Kartuschen anfallen,
bekommen Mitarbeiter eine Sammelbox gestellt, die Abholung
wird organisiert. Bei entsprechender Nachfrage ist vorgesehen,
weitere Sammelbehälter zu installieren. Patronen
und Kartuschen müssen in der Original-Verpackungsfolie
der neuen Patrone/Kartusche verpackt werden, damit sie
nicht beschädigt und verschmutzt werden.
Ansprechpartner: Martin Berndroth, Kurt Frauendienst,
UV 158, Tel.: -24854 oder -24853; Infos: http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/dezernat5/
Alexandra
Heyer
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