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RUBENS 76 2. Januar 2003

Alles, was weg muss

Abfallentsorgung und Umweltschutz an der RUB


Wohin bloß mit dem Müll - dies ist die Gretchenfrage, die Martin Berndroth seit Anfang 2002 als Leiter des neu gegründeten Sachgebiets "Abfallentsorgung, Wertstoffrecycling, Umweltschutz" (Dezernat 5, Technischer Hochschulbetrieb; Kaufmännisches Gebäudemanagement) der RUB beantwortet. Ob Tonerkartuschen (s. Kasten), alte Klausuren oder Laborchemikalien, er und seine beiden Mitarbeiter Kurt Frauendienst und Fredi Knischewski stehen dafür gerade, dass jährlich über 1.300 Tonnen RUB-Müll "entsorgt" werden, fein säuberlich getrennt und nach Gefahrengruppen klassifiziert.
Der diplomierte Entsorgungsingenieur Martin Berndroth hat nach seinem Studium an der FH Gelsenkirchen zwei Jahre lang in einem kleinen Ingenieurbüro für Umweltmanagement gearbeitet und Industrie- und Gewerbebetriebe zur aktuellen Umweltgesetzgebung beraten. Auch an der RUB bewältigt er zusammen mit seinem Team wichtige Beratungs- und Koordinierungsaufgaben. So bearbeitet er u.a. behördliche Genehmigungen und setzt die umweltrechtlichen Rahmenvorschriften und ihre Neuerungen um, wie bei der Abfallentsorgung oder beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Außerdem arbeitet er an einem Abfallwirtschaftskonzept für die RUB.
Die drei Abfall-Fachleute werden vor Ort vielfach durch die Hausmeister unterstützt. Auch bei den einzelnen Fakultäten und Instituten sind sie auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen. Beispielsweise erhalten sie durch Sammelaktionen aus den Labors "praktisch alles, was weg muss. Einzig für radioaktive Stoffe sind wir nicht zuständig", ergänzt Chemielaborant Frauendienst.
Doch Müll ist längst nicht gleich Müll. Zum Teil müssen alte Büroeinrichtungen entsorgt werden. Dann bestellen Berndroth und Kollegen als zentrale Stelle Container. Farb- und Lackreste, Lösemittel, Säuren oder Filtermaterialien wiederum müssen jeweils anders entsorgt werden als infektiöse Abfälle. So sammeln Frauendienst und Knischewski Sonderabfälle in drei Lagern im Gebäude IBN. Gemäß dem Europäischen Abfallverzeichnis eingestuft, in blauen oder weißen gefahrgutzugelassenen Kanistern bzw. Tonnen akkurat sortiert und mit verschiedenen Gefahrenaufklebern versehen, warten die Sonderabfälle darauf, von "Entsorgungsfachfirmen" abgeholt zu werden.
Zum größten Teil kann der gewerbliche RUB-Müll über verschiedene Entsorgungsfachbetriebe verwertet werden. Der Sondermüll wird über eine chemisch-physikalische Behandlungsanlage im Siegerland entsorgt, wo er - je nach Zusammensetzung - stofflich oder energetisch verwertet oder beseitigt wird. Am besten jedoch wäre es, darin sind sie sich einig, wenn möglichst wenig Abfall entstände - eben Abfallvermeidung, wo es möglich ist. Ein weiter Weg für Berndroth und seine beiden Mitarbeiter. Noch stehen sie am Anfang. Und solange haben sie die Frage "Wohin mit dem Müll?" noch häufig zu beantworten.


Tintenpatronen und Tonerkartuschen
Die meisten modernen Patronen und Kartuschen werden heutzutage wieder befüllt und mehrfach benutzt. Altere verbrauchte Patronen und Kartuschen können in den "Müllsammelräumen" der Gebäudereihen bzw. über die Hausmeisterdienste und in den neuen Sammelbehältern auf der 1. Etage vor dem "Kopierraum" UV/161a entsorgt werden. Mitarbeiter können sie auch selbst an einer zentralen Stelle sammeln. Sofern in ihrem Bereich viele Patronen und Kartuschen anfallen, bekommen Mitarbeiter eine Sammelbox gestellt, die Abholung wird organisiert. Bei entsprechender Nachfrage ist vorgesehen, weitere Sammelbehälter zu installieren. Patronen und Kartuschen müssen in der Original-Verpackungsfolie der neuen Patrone/Kartusche verpackt werden, damit sie nicht beschädigt und verschmutzt werden.

Ansprechpartner: Martin Berndroth, Kurt Frauendienst, UV 158, Tel.: -24854 oder -24853; Infos: http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/dezernat5/


Alexandra Heyer
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Letzte Änderung: 02.01.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik