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RUBENS 76 2. Januar 2003

Frisch gestrichen und innen hohl

Büste als Geschenk zur 300-Jahr-Feier der RUB-Partner-Uni


Über 50 Jahre lang war sie verschollen: die Büste des großen Geologen Ferdinand Roemer. Der Forscher hatte von 1855 bis zu seinem Tod 1891 an der Uni Breslau gearbeitet, seine Büste hatte in zweifacher Ausfertigung aus Bronze bzw. Marmor dort gestanden bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Seitdem ist sie unauffindbar. Dass Roemer nun aber doch wieder in Breslau steht, ist Hans Völkel, dem ehemaligen Leiter der Zentralstelle für Präparationstechnik der RUB, zu verdanken: Er entdeckte durch Zufall einen Gips-Abdruck der Büste im Museum in Hildesheim, wohin ihn die Recherchen zu seinem Buch "Mineralogen und Geologen in Breslau" (s. Kasten) geführt hatten. "Die Gipsbüste fand sich im Dachboden, unter vielen anderen. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, durfte ich sie ausleihen, um in Bochum einen Abdruck herzustellen", erzählt Völkel. In seiner Werkstatt fertigte er zunächst eine zweiteilige Form, in der dann die neue Büste entstand. Mit einem Sockel und einem originalgetreuen Anstrich versehen reiste Roemers Konterfrei dann gut verpackt nach Polen. In seiner Begleitung befanden sich u. a. Hans Völkel, der damalige Rektor Petzina und Kanzler Möller. Die RUB-Delegation nahm an der Jubiläumsfeier zum 300-jährigen Bestehen der Partneruniversität in Breslau teil und überreichte dort die Büste als Geschenk. Sie setzt dort nun auch ein politisches Zeichen: Denn Roemer gehört zur deutschen Geschichte Breslaus - ein empfindliches Thema für viele Deutsche und Polen, wie Hans Völkel als gebürtiger Breslauer, der im Krieg fliehen musste, aus eigener Erfahrung weiß: "Die Beziehungen werden immer schwierig sein, der Wandel braucht seine Zeit." Aber dass die Büste wieder in Breslau steht, zeige, dass die Öffnung im Kommen sei. Roemers Form aus der Werkstatt von Hans Völkel wurde übrigens gleich ein zweites Mal gebraucht: Die nächste Büste wird nach Amerika reisen. Roemer gilt nämlich auch als "Vater der Geologie von Texas".


md
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Letzte Änderung: 02.01.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik