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RUBENS 76 2. Januar 2003

Adventskalender: Mit heißer Nadel

In eigener Sache


Wir haben im Dezember viel gelernt: Dass ausgerechnet die romantische Kerze während ihrer "Karriere" alle vier Aggregatzustände annimmt, dass der beliebte Weihnachtsstern gar nicht blüht, obwohl es so aussieht, und er zudem völlig falsch kultiviert und "gequält" wird, dass der Stern von Bethlehem vielleicht eine Himmelserscheinung war, als Jupiter und Saturn sich zum dritten Mal im Jahre 7 v. Chr. sehr nahe kamen.
Wem wir das zu verdanken haben? Zunächst einmal dem Inhalt des ersten akademischen Adventskalenders der RUB im Internet, der uns vom 1. bis 24. täglich mit Neuem versorgte. De facto aber den Wissenschaftlern der RUB, die spontan, beigeistert, ja enthusiastisch daran mitgewirkt haben. Dabei haben wir es ihnen nicht unbedingt leicht gemacht ...
"Wir" - das ist die "Internet AG" mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pressestelle und des Rechenzentrums. Seitdem wir uns im Jahr 2000 daran begeben haben, den neuen Internetauftritt der RUB zu konzipieren, ihn umzusetzen und weiterhin zu pflegen, überlegen wir auch, wie wir die Inhalte und Angebote stetig verbessern können. Die Idee, den akademischen Adventskalender in Angriff zu nehmen, kam uns recht kurzfristig, an der technischen Realisierung wurde mit heißer Nadel gestrickt. Und mit "heißer Nadel" mussten dann auch die Wissenschaftler ran, denn ebenso kurzfristig kam folglich unsere Bitte, uns mit Inhalten zu versorgen.
Sie haben es bereitwillig und gern getan: Quer über fast alle Fakultäten haben sie unbürokratisch, spontan, schnell und kooperativ reagiert, Naturwissenschaftler und Ingenieure ebenso wie Geisteswissenschaftler. Die "Vorgaben", so es überhaupt welche gab, waren eher vage. Eigentlich gab es nur je ein Thema, ansonsten sollte der Kalender pfiffig und lehrreich sein, unterhaltsam, aber auch durchaus ernst: Familienstreit an den Feiertagen durch zu viel Enge und zu hohe Erwartungen, Bethlehem als Brennpunkt von Gewalt und Konflikten, die Volkszählung als Kostenvernichter, wo doch eine repräsentative Stichprobe genügen und den Staat viel Geld sparen würde - auch solche Themen sollten im Kalender ihren Platz finden, um in der Konsumzeit Advent zum Nachdenken anzuregen. Natürlich gab es einiges zum Schmunzeln: Welche chemischen Feuerwerke sich z. B. bei der Spekulatiusproduktion abspielen und wie der Weihnachtsmann es technisch hinkriegt, allen Kindern an einem Tag die Geschenke zu bringen, das waren humorvolle Meisterwerke aus den Reihen der vermeintlich trockenen Wissenschaft.
Die durchweg positiven Rückmeldungen und die hohen Klickzahlen zeigten: die Mischung macht's! Und wo in der großen Alma mater sonst gern Dienstwege und Hierarchien eingehalten werden und die Mühlen etwas langsamer mahlen, da kommt man mit einer guten Idee offensichtlich auch kurzfristig und spontan ans Ziel. Daher: Danke!


Für die Internet AG: Jens Wylkop
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Letzte Änderung: 02.01.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik