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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Adventskalender:
Mit heißer Nadel
In eigener
Sache
Wir haben im Dezember viel gelernt: Dass ausgerechnet
die romantische Kerze während ihrer "Karriere"
alle vier Aggregatzustände annimmt, dass der beliebte
Weihnachtsstern gar nicht blüht, obwohl es so aussieht,
und er zudem völlig falsch kultiviert und "gequält"
wird, dass der Stern von Bethlehem vielleicht eine Himmelserscheinung
war, als Jupiter und Saturn sich zum dritten Mal im Jahre
7 v. Chr. sehr nahe kamen.
Wem wir das zu verdanken haben? Zunächst einmal dem
Inhalt des ersten akademischen Adventskalenders der RUB
im Internet, der uns vom 1. bis 24. täglich mit Neuem
versorgte. De facto aber den Wissenschaftlern der RUB,
die spontan, beigeistert, ja enthusiastisch daran mitgewirkt
haben. Dabei haben wir es ihnen nicht unbedingt leicht
gemacht ...
"Wir" - das ist die "Internet AG"
mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pressestelle
und des Rechenzentrums. Seitdem wir uns im Jahr 2000 daran
begeben haben, den neuen Internetauftritt der RUB zu konzipieren,
ihn umzusetzen und weiterhin zu pflegen, überlegen
wir auch, wie wir die Inhalte und Angebote stetig verbessern
können. Die Idee, den akademischen Adventskalender
in Angriff zu nehmen, kam uns recht kurzfristig, an der
technischen Realisierung wurde mit heißer Nadel
gestrickt. Und mit "heißer Nadel" mussten
dann auch die Wissenschaftler ran, denn ebenso kurzfristig
kam folglich unsere Bitte, uns mit Inhalten zu versorgen.
Sie haben es bereitwillig und gern getan: Quer über
fast alle Fakultäten haben sie unbürokratisch,
spontan, schnell und kooperativ reagiert, Naturwissenschaftler
und Ingenieure ebenso wie Geisteswissenschaftler. Die
"Vorgaben", so es überhaupt welche gab,
waren eher vage. Eigentlich gab es nur je ein Thema, ansonsten
sollte der Kalender pfiffig und lehrreich sein, unterhaltsam,
aber auch durchaus ernst: Familienstreit an den Feiertagen
durch zu viel Enge und zu hohe Erwartungen, Bethlehem
als Brennpunkt von Gewalt und Konflikten, die Volkszählung
als Kostenvernichter, wo doch eine repräsentative
Stichprobe genügen und den Staat viel Geld sparen
würde - auch solche Themen sollten im Kalender ihren
Platz finden, um in der Konsumzeit Advent zum Nachdenken
anzuregen. Natürlich gab es einiges zum Schmunzeln:
Welche chemischen Feuerwerke sich z. B. bei der Spekulatiusproduktion
abspielen und wie der Weihnachtsmann es technisch hinkriegt,
allen Kindern an einem Tag die Geschenke zu bringen, das
waren humorvolle Meisterwerke aus den Reihen der vermeintlich
trockenen Wissenschaft.
Die durchweg positiven Rückmeldungen und die hohen
Klickzahlen zeigten: die Mischung macht's! Und wo in der
großen Alma mater sonst gern Dienstwege und Hierarchien
eingehalten werden und die Mühlen etwas langsamer
mahlen, da kommt man mit einer guten Idee offensichtlich
auch kurzfristig und spontan ans Ziel. Daher: Danke!
Für
die Internet AG: Jens Wylkop
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